Wahrsagen, Hellsehen, Hellhören

September 3rd, 2010

Für alle die sie noch nicht kennen, die Lady Gaga der Wahrsagerinnen → Tahuti. Reinklicken und genießen.

Was ist ein Hellseher in Wirklichkeit, was macht ihn aus?

Viel wird hineinorakelt in den Hellseher. Hat er übernatürliche Kräfte? Kann er tatsächlich in die Zukunft schauen? Sind seine Sinne höher entwickelt als die normal Sterblicher? Muss man sich das erwerben, oder hat man es von Geburt an?

Ja und nein lauten die Antworten zu all diesen Fragen. Was kann und tut ein Hellseher? Die Antwort lautet SEHEN, HÖREN und FÜHLEN! Ein Hellseher hat meist ein Leben hinter sich, was ihn dazu zwang sich andere,  und intensivere Sichtweisen anzueignen. Im Grunde genommen sieht, hört und fühlt ein Hellseher genau das, was andere Menschen auch sehen, hören und fühlen, aber er nimmt es anders wahr. Entweder waren ein, oder mehrere Schicksalsschläge, der Auslöser dafür, ein einsames und benachteiligtes Leben, oder eine Unfall, eine seelische Erschütterung, ein Trauma oder Koma, oder gar eine Nahtoderfahrung. Solcherlei Gründe katapultieren einen Menschen aus der Bahn, aufgrund einer außerordentlich hohen Wahrnehmungsfähigkeit, die daraus resultiert, ändert sich sein Schicksal grundlegend. Aber nichts entwickelt sich von allein, es gibt viele Menschen, die mit Angst und Ablehnung auf diese Gaben regieren, die sie regelrecht unterdrücken, sie nicht pflegen und kultivieren. Und es gibt Menschen, die den Mut haben dieses Schicksal anzunehmen, das Schicksal eines Hellsehers. Was sieht ein Hellseher, was  andere Menschen auch sehen, aber trotzdem nicht wahrnehmen?

Nehmen wir z.B. Menschen, die ein niedriges Selbstbewusstsein haben, es gibt etwas was diese Menschen miteinander verbindet, ihre Körperhaltung, die fast schon devot anmutet. Oder Menschen, die durch allerlei Problematiken nieder gedrückt werden, man sieht auch das sofort an Körperhaltung, Mimik und Gestik. Alle können es sehen, aber nicht bei allen rufen diese visuellen Reize Interesse, geschweige denn eine Reaktion hervor. Anders beim Helleseher, an den sich solche Menschen ja in solcherlei Fällen wenden. Ein Hellseher schaut auf eine ganz spezielle Art und Weise. Auch immer wieder zu lesen ist die Fähigkeit Hellhören, all die visuellen Reize lassen sich auch auf akustischer Ebene wahrnehmen. Warum wenden sich Menschen an einen Hellsehern, Wahrsager oder Kartenleger? Ganz bestimmt ruft niemand auf einer kostenpflichtigen Esoterikhotline an, weil in ihrem Leben so schön die Sonne scheint? Dieser logische Fakt allein minimiert das Happy End Volumen schon ganz beträchtlich. Zum Hellsehen gesellt sich die Gabe Hellhören von ganz allein, denn sonst könnte man nicht auf einer Line arbeiten, obwohl…wie schon oft erwähnt, strotzen gerade die großen und unüberschaubaren Portale nur so vor esoterischen Mogelpackungen. Aber wo eine Nachfrage, da ein Angebot ← kleiner Denkanstoss.

Zurück zum Thema Hellhören, ich z.B. brauche dazu nur einen einzigen Satz zu hören, und ich weiß ganz genau in welche Richtung die Beratung laufen wird. Ich höre an der Stimmlage genau das heraus, was mich als Wahrsagerin auf den Weg schickt. Wenn das Gespräch in schleppender Sprachmelodie beginnt, mit einem leicht genervten und gereizten Unterton, dann weiß ich, dass der Anrufer über dieses Thema mit unzähligen Beratern vor mir gesprochen hat. Spricht der Anrufer leise, dann liegt das entweder an einer schlechten Verbindung, oder daran, dass der Anrufer aufgrund eines mangelnden Selbstbewusstseins sowieso nicht daran glaubt, dass ich ihm etwas erzählen könnte was ihm etwas bringen wird, oder die Scham spielte eine große Rolle dabei. Spricht der Anrufer laut und exaltiert, mit einem leicht nervösen Flattern in der Stimme, dann ist die Thematik in den allermeisten Fällen frisiert, der Anrufer ist nicht ehrlich, ein Selbstdarsteller. Den Klangfarben sind da keine Grenzen gesetzt. Kommen wir zum Teilbereich  Hellfühlen/ Hellwissen, über diese Gabe gelingt es dem Hellseher Kontakt zur energetisch- seelischen Präsenz seines Gegenübers aufzunehmen.

Da haben wir sie, die magische 3. Visueller Reiz, akustischer Reiz, seelischer Reiz. Diese 3 Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden. Und man mag sich denken, dass ein Hellseher naturgemäß einer akuten und mannigfaltigen Reizüberflutung seitens des Umfeldes ausgesetzt ist, sofern er nicht ein Eremiten Dasein führt. Deshalb fällt es mir persönlich schwer zu glauben, dass es Hellseher geben soll, die das Bad in der Menge lieben. Da kann sich aber jeder seine eigenen Gedanken darüber machen. Insofern ist es ganz leicht einen echten Hellseher zu finden, man braucht ihn bloß zu fragen, ob der das Alleinsein der Geselligkeit vorzieht, so einfach ist das.

Von Geburt an haben Menschen so Manches, aber was man nicht entwickelt verkümmert, da bildet die Gabe Hellsehen keine Ausnahme.

Merry Meet und Mabon Blessings

September 1st, 2010

Nun, meine lieben Heidinnen und Heiden, ist es bald wieder so weit. Am 23.09.2010 ist das Fest der Tag und Nachtgleiche, Mabon, das heidnische Erntedankfest. Die Felder liegen abgeerntet und kahl in den nebligen Morgenstunden, und erwarten den Herbst. Ein Jahreszyklus vollendet sich, seit Urzeiten werden auf der ganzen Welt Erntedankfeste gefeiert.

Das bekannteste ist Thanksgiving. Aber auch hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Weihnachtsfest. Das Bewusstsein zu solchen Festivitäten ist komplett von unserer kommerziellen Gesellschaft vergewaltigt worden. Weihnachten wie Ostern geht es fast ausschließlich um Geschenke, das Haben wollen. Fast keines der Kinder oder Jugendlichen kennt die Ursprünge solcher Festivitäten. Traurig. :-(

Diesbezügliche Umfragen lassen einen frösteln, zumal auch immer mehr Erwachsene diesen bedauerlichen Trend verfolgen.  Deshalb ist es wichtig solcherlei Dinge weiter zu geben, liebe Eltern und Großeltern, dazu muss man nicht einmal eine Hexe sein. Unsere Gesellschaft verkommt immer mehr zu Döner und Chips vertilgenden Schwachmaten am PC oder Fernseher. Dabei gibt es doch eine Fülle von Möglichkeiten solche Events zu begehen.

Das Bewusstsein ist das Wichtigste dabei. Mabon z.B. sagt uns, dass ein Jahr der Fülle im Begriff ist vorbei zugehen, die Ernte ist eingebracht, was sollten wir also tun? Auch ernten, aber in unserem inneren. Man sollte sich bewusst machen, was hat dieses Jahr an Erkenntnissen gebracht, was haben wir gelernt, was umgesetzt?

Wir sollte einfach einmal aus tiefster Seele Danke sagen, für all die kleinen Wunder die uns umgeben, für all die Dinge die wir so selbstverständlich bekommen. Schaffen wir ruhig parallelen zur Natur, trennen wir das Gute vom Schlechten. Die Natur legt sich nieder zum Sterben, um im Frühjahr wieder neu aufzuerstehen. Sie trennt sich von allem Überflüssigen, das sollten wir auch tun. Ins Reine kommen, für die lange dunkle Jahreszeit die sich mit immer größeren Schritten nähert.

Ausmisten was zu Ballast geworden ist, das kann der Kleiderschrank sein, der Freundeskreis oder etwas Geschäftliches. In sich hinein horchen, um sich neu einbringen zu können, seiner eigenen inneren Stimme lauschen. Zurück zum eigenen Ich, das ist, glaube ich die wichtigste Botschaft dieser Jahreskreisfeste. Mabon Blessings bis zum nächsten Jahreskreisfest Helloween, bis dahin wünsche ich allseits ein gutes Gelingen.

Dieser Tag heute hat etwas von einer ersten Ahnung raschelnden Laubes unter den Füßen bei einem Waldspaziergang.

The Bohemian Gothic Tarot

August 29th, 2010

Heute möchte ich einmal eines meiner Lieblings Tarot Decks vorstellen. Das Bohemien Gothic Tarot. Diese wunderschönen Karten entspringen der Phantasie und dem Schaffen von Karen Mahony und Alexandr Ukolov. Vampire, Dämonen, Skelette und Werwölfe prangen auf den Karten, und treiben ihr Spiel mit den Urängsten der Menschen.

Diese dunkel gehaltenen Wahrsagekarten sind in ihrer Analogie gleichzusetzen mit dem Rider Waite Tarot, außer der Karte “Danse Macabre“, die soviel bedeutet wie “Totentanz“. Ich deute die Karte so, dass sie, egal wo sie auftaucht, auf einen Irrweg hinweist, bzw. darauf, dass das Ende am Begin einer Entwicklung schon mitschwingt, und dass sie, so quasi als unverwechselbares Signum der Schöpfer hinzugefügt wurde, was ich eine super Idee finde.

Die Goth Atmosphäre der Karten erinnert an die Stimmung in dem Film Sleepy Hollow. Aber Achtung, dieses Wahrsagekartendeck ist nicht geeignet für Neueinsteiger, beeinflusst die düstere Stimmung der Karten doch erheblich die Gesamtaussage in Richtung Negierung, wenn man die Grundbedeutungen der einzelnen Karten nicht kennt.

Wer das Rider Waite Tarot “intus“ hat,  der kann sich an dieses Deck heranwagen. Ich lege diese Karten für mich, und für meine Goth Kunden explizit auf Wunsch. Meine persönliche Lieblingskarte in diesem Deck ist “The Moon“, der Mond. Das Grundthema der Illustrationen basiert auf original viktorianischen Motiven.

So, und jetzt werde ich mir einmal in eigener Sache diese Karten legen, und mich an der düsteren und morbiden Schönheit dieser Kunstwerke ergötzen. Sich diese Karten in diesem Video anzuschauen ist die eine Sache, sie in den Händen zu halten, eine völlig andere.

Aliens are watching us…

August 25th, 2010

Soll man das ernst nehmen, oder einfach ignorieren? Was sagt die erdverhaftete Esoterik Branche eigentlich zu extraterrestrischem Leben? So wie ich mitbekommen habe, nicht viel. Es gibt ja tausende von Meinungen, Spekulationen und Panikmeldungen über außerirdische Besucher. Jeder hat so seine eigenen Theorien, aber was sagen eigentlich die Karten dazu?Oder was empfindet ein hochschwingendes Medium, wenn es sich zum Thema Aliens umtut?

Was sagt ein Esoteriker dazu, der sich mit stolz geschwellter Brust als “Lichtarbeiter“ präsentiert? Was würde ein “Lichtarbeiter“ antworten, wenn man ihn mit dem Armageddon konfrontiert? Wo gehen die menschlichen Energien dann hin, wenn die Erde nicht mehr existiert? Schweben die dann durchs Weltall auf der Suche nach neuen Welten? Ich kann hier nur von meinen Wahrnehmungen und Beobachtungen ausgehen.

Erstaunlicherweise habe ich in den langen Jahren meines Wirkens nur ein einziges Mal eine Frage nach außerirdischem Leben gestellt bekommen. Nun ist ja bekannt, dass ich Empathin bin, so ist es eine Herausforderung sich in ein Alien hinein zu versetzen. Ich lasse Euch einmal an meinen Überlegungen teilhaben, ich habe mich schon mehrfach auf dieses Thema konzentriert, und das ist dabei heraus gekommen:

Variante No I

Also ich bin ein Alien, ich gehöre zu einer Spezies, die hoch entwickelt ist. Aufgrund unserer hoch entwickelten Technologien, kam es in meiner Welt zum Supergau, und so sind wir gezwungen nach Ressourcen zu suchen, um unserer Rasse das Überleben zu sichern. Mein Volk sucht keine Freunde, sondern Rohstoffe.

Ich kann mich durch Zeit und Raum bewegen, kann der Zeit ein Schnippchen schlagen, und mich mit Leichtigkeit von einem Punkt des Universums zum anderen bewegen. Wie haben wir so einen hohen Stand der Technologie erreicht? Forschung, Wissenschaft und neue Technologien sind in jeder Welt brutal, und so etwas wird ohne Rücksichtnahme umgesetzt, X Welten haben wir schon aufgebraucht. Was sehe ich in den Menschen?

Eine niedere Art, leicht zu überwältigen um an ihre Rohstoffe zu kommen. Wir sind nicht Milliarden von Lichtjahren umhergeirrt um Freundschaften zu knüpfen, gleich garnicht mit solchen Primitiven, von denen können wir nichts lernen, wir können uns nur Freihaus bedienen, die sind so simpel und vorhersehbar, mit denen macht es nicht einmal Spaß zu “spielen“ .

Variante No II

Also ich bin wieder ein Alien das denkt; Na mal schauen was aus unserem Verschmelzungsexperiment geworden ist. Irdische DNA gemischt mit unserer, ha, und die Menschen kommen nicht darauf, dass die 2 Seelen in ihrer Brust wirklich miteinander kämpfen. Das irdische kämpft gegen das außerirdische. Bei dem einen überwiegt der außerirdische Teil, und beim anderen der vom Neandertaler. Und warum das Ganze? Ganz einfach, weil sie so den hochwertigsten Rohstoff von allen liefern, Energie.

Wieso fragen die sich nicht einmal ernsthafter wo der Cro Magnon Mensch so plötzlich hergekommen ist? Ts, die sind so was von naiv. Und die Esoteriker erst, schieben jedes Pups Phänomen auf einem Gott, lächerlich, wir sind deren Götter, und die glauben wir kommen als Freunde… Da haben die schon einen Verstand, und nutzen ihn nicht, na ja, wenn man mal davon absieht, dass wir ihren Verstand genetisch gekappt haben, damit sie uns nicht auf die Schliche kommen. Die sollen schön weiter Energien produzieren für unseren Lebensstil, einfacher geht’s doch garnicht.

Und wenn diese Welt hier platt ist, laden wir die stärksten Exemplare in unsere Raumschiffe, und suchen nach einer anderen Welt, wo wir unsere Kolonie neu errichten können. Die ersten Testversuche laufen ja schon auf Hochtouren, vielleicht sind sie ja doch nicht ganz so dämlich, ein paar erinnern sich an die Versuche die wir mit ihnen gemacht haben.

Neue Energien, denken die, sind im entstehen, genau, neue und stärkere Energien für unsere Raumschiffe, nein, wenn ich es recht bedenke habe ich kein Mitleid mit diesen niederen Kreaturen, die haben selbst mit ihrer eigenen Art ja auch keines.

Was empfindet ein Mensch der, sagen wir, an einem Ameisenhaufen steht?  Nicht viel, er betrachtet sich als überlegen und viel höher entwickelt, er verschwendet keine allzu großen Gedanken an das Schicksal dieser Tiere, es sei denn er hat ein biologisch- zoologisches Interesse an den Ameisen, aber nicht um derer selbst willen, sondern um seinen Wissensdurst zu stillen. Dabei wird auch die Zerstörung des Ameisenhaufens in Kauf genommen.

Was passiert, wenn 2 Menschen aufeinander treffen, der eine hoch studiert, der andere hat nicht mal die 5. Klasse geschafft. Hätten die sich viel zu sagen? Wohl kaum, es sei denn es handelt sich um ein Projekt wie z.B. Schulbücher für die 3. Welt, oder Ärzte ohne Grenzen, aber steckt da wirklich echte Nächstenliebe dahinter?  Ich denke in den wenigsten Fällen, jeder hat dafür eine andere Motivation. Eine hohe Entwicklung setzt Skrupellosigkeit voraus, das liegt in der Natur eines forschenden Geistes, schlimmer sind die Skrupel, wenn der Geist so hoch entwickelt ist, dass das Forschungsobjekt selbst von totalem Desinteresse ist. So wie die Relation von den Außerirdischen zur Spezies Mensch, und vom einzelen Menschen zu einer Ameise. Alles ist relativ.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von einer Fata Morgana, die am vor Hitze flirrendem Horizont eine Oase vorgaukelt.

Wenn ich tot bin….

August 22nd, 2010

Ich hatte in meinem Leben schon sehr ergreifende Gespräche und Themen, ich will mich auch nicht beklagen, aber es ist auch schon anderen aufgefallen, dass immer gerade ich mit Themen zu tun bekomme die sehr schwierig und oft auch unglaublich sind. Man sagte mir, dass ich mit meiner Art Menschen dazu animiere aus sich heraus zu kommen, und Dingen Ausdruck zu verleihen, die man eigentlich tief in seinem inneren vergräbt.

Oder dass meine Ausstrahlung herüber bringt, dass ich mit meiner Stärke vieles ab kann. Wie immer ich das auch mache, Fakt ist, dass ich mir manchmal wünsche leichtere Gespräche zu haben. Das fing schon recht früh in meiner Kindheit an, ich war immer unschuldigerweise Dreh-  und Angelpunkt allen möglichen Tohuwabohus, ungewollt, denn ich wollte immer nur eines, in Ruhe gelassen werden, aber das Leben ließ nicht mit sich handeln. So nun zu meinem Gespräch, bei dem mir alles andere als wohl war:

Ich* Hallo, was kann ich denn für Dich tun zu so später Stunde.
Anrufer* Ich wollt mal fragen, gibt’s eigentlich den lieben Gott, und stimmt es, wenn ich tot bin, also dass Selbstmörder in die Hölle kommen?
Ich* Sag mal wie alt bist du denn?
Anrufer* 13.
Ich* Du weißt aber schon, dass ich nicht mit dir reden darf, dieser Service ist ab 18, da mache ich mich strafbar.
Anrufer* Na ja, spring ich eben gleich runter.
Ich * Wo runter?
Anrufer* Vom Tisch, ich habe eine Schlinge um den Hals, und ich halt das nicht mehr aus, und reden will auch keiner mit mir, also, was soll’s.
Ich* Schwitz, Schreck, Panik….Wie schwer bist Du denn? … krampfhaft ruhig bleibend.
Anrufer* Wieso? Ich glaub so 35 Kilo…
Ich * Das klappt eh nicht, bist viel zu leicht. Außer einem Halswirbelsyndrom wird dir nichts weiter passieren, aber sag mal, warum willst Du dir denn das Leben nehmen?
Anrufer* Hör mal… hörst Du? So geht das jeden Tag, ich kann nicht mehr.
Ich* Ich hörte Gebrüll und Gepolter im Hintergrund, er ist Zum Glück erstmal vom Tisch runter gestiegen. Sind das deine Eltern?
Anrufer* Ja, sie streiten jeden Tag, und manchmal prügeln sie sich, und oft auch mich. Vielleicht könnte ich ja auch auf die Gleise gehen? Was meinst du?
Ich* Ich gab mir wieder einen total ruhigen und souveränen Anschein. Ja das könntest du, das wäre aber total unklug von dir. Du könntest im Rollstuhl landen, und da wäre ja auch noch die Sache mit deinem nächsten Leben…

Ich erklärte und erklärte, sagte dem kleinen Österreicher, dass ich bei meinem Nahtoderlebnis keinen Gott oder Teufel wahrgenommen habe, dass es im Grunde genommen ein simpler Kreislauf ist, in den jedes Lebewesen auf dieser Welt eingebunden ist. Ich legte ihm nahe, dass er viele Möglichkeiten hat um Hilfe zu bekommen, gab ihm Telefonnummern von Hilfsorganisationen, und legte ihm die Karten.

Ich sah, dass er wirklich ein sehr schönes und reichhaltiges Leben vor sich hat. Packte ihn bei seinem Stolz, und versetzte ihn sogar in Wut. Ich dachte mir, alles, nur nicht wieder diese abgrundtiefe, resignierte Traurigkeit in seiner Stimme. Ich konnte einfach nicht auflegen, das hätte ich niemals fertig gebracht. Nach einer Stunde hatte er soviel Input, so viele Buch- und Filmtipps, Telefonnummern und neue Denkrichtungen dass er zu mir sagte:

Anrufer* Da bin ich jetzt aber froh, dass ich dich angerufen habe, stell dir bloß mal vor ich wäre gesprungen, ich hätte mich voll blamiert he. Selbstmord ist eh was für Weicheier. Ich ruf dich nächste Woche noch einmal an, wenn ich alles erledigt habe, ich muss jetzt ja auch erst einmal viel nachdenken.
Ich* Nein, ruf mich nur an wenn alles andere, was wir jetzt besprochen haben versagt, und du nicht mehr weiter weißt, aber ich denke du wirst das schaffen, das sehe ich in meinen Karten.  Und jetzt geh ins Bett, es ist schon 2 Uhr, morgen hast du viel vor.
Anrufer* Danke noch mal, ich drück dich, Babatschi…

Nachdem ich den Hörer aufgelegt hatte, habe ich erst einmal 20 Minuten ins Leere gestarrt, dann bin ich duschen gegangen, weil ich total durchgeschwitzt war.

Im Gespräch erfuhr ich noch, dass sein Vater regelmäßig Telefonsex Hotlines anruft, es war unwahrscheinlich dass da meine 0900 Servicenummer hervorstechen würde. Tja, und seine Mutter rief mich 2 Wochen später an, und setzte mir ihrerseits ihre ganze Ehetragödie auseinander, sie wurde eine Stammkundin von mir, deshalb weiß ich, dass ihr Sohn heute in Amerika studiert, sie hat mir immer wieder und wieder gedankt, dass ich das Jugendschutzgesetz gebrochen hatte. Sie ist nun glücklich geschieden.

Phänomene an denen sich die Wissenschaft die Zähne ausbeißt

August 16th, 2010

Faszinierend und umstritten sind die unterschiedlichen Methoden von Hellseher, Wahrsager & Co. Das Gebiet der Mantiken z.B. ist riesig. Viele Arten zu sehen, werden heute nicht mehr, oder nur noch sehr selten praktiziert. Man kann aus allen möglichen Medien die Zukunft vorhersagen, aus Nahrungsmitteln, aus den Gedärmen frisch geschlachteter Tiere, aus der Strömung des Wassers, aus dem Wasserdampf, aus dem Eis, aus der Hand, aus den Karten, aus der Kristallkugel, aus den Wolken, aus Zahlen, aus den Schreien von Verletzten, aus Knochen, aus der Art wie sich Vögel im Flug formieren und unendlich vieles mehr.

Und die Wissenschaftler beißen sich fest, untersuchen die Möglichkeiten von diesem und jenem. Stempeln dieses und jenes als Humbug ab, als wissenschaftlich nicht belegbar. Was nichts anderes heißen soll als: “Sorry, es lässt sich partout mit Gewalt nicht ans Licht zerren und entzaubern, also ist es nicht existent.“ Dabei liegt die Lösung doch eigentlich auf der Hand. Jedes Kind macht es uns vor, aber um das zu erkennen, muss man Fantasie besitzen, und eine freien Geist. Ich erkläre das mal für verknöcherte Skeptiker zum mitmeißeln an einem Beispiel:

Ich* Lisa, was malst du denn da?
Lisa (4 Jahre alt) * Einen Drachen.
Ich* Und dann ist das hier wohl eine Wolke?
Lisa* Nein, der Kopf.
Ich* Ah, der Drache steht wohl auf 8 Beinen? Hat ein Drache nicht bloß 4 Beine?
Lisa* Nein, das ist der Thron, er ist der Drachenkönig…

Und das was ich für Stalaktiten hielt, war seine Krone. Lisa’s chinesisches Tierkreiszeichen ist Drache.

Ich kann nicht sehen was Lisa sieht, weil sie eine andere Art hat zu sehen, genauso wie mir Picassos Bilder wenig sagen, weil auch er eine andere Sicht auf die Dinge hatte. Demzufolge kann ich auch nichts mit einer Kristallkugel anfangen, oder mit den dampfenden Eingeweiden frisch geschlachteter Tiere.

Jeder Mensch vermag aus den ihn umgebenden Dingen andere Informationen zu ziehen. So etwas lässt sich nun einmal nicht verallgemeinern, oder in eine Formel sperren, oder in einen staubtrockenen wissenschaftlichen Bericht. Ein Kartomant fühlt sich angesprochen durch die Symbolik und die Anordnung des von ihm gewählten Kartendecks, ein Arithmomant vermag in Zahlen zukünftige Ereignisse zu erkennen, und ein Hydromant ließt aus der Strömung des Wassers.

Menschen, die sich ein Leben lang mit Fremdwissen voll gestopft haben, haben diese Fähigkeiten zu sehen nie entwickeln können. An dieser Stelle höre ich lieber auf, weil ich sonst wieder von der Mantik in unsere verkorkste Weltordnung wechsle, und das könnte dann ein abendfüllendes Programm werden. So viel Potenzial, so eine Verschwendung, nein pscht Schluss.

Klar ist, dass jeder Mensch eine andere Sicht auf die Dinge entwickelt, und klar ist auch, dass man niemanden vorschreiben, bzw. ausreden kann was er zu sehen hat und was nicht. Trotzdem wird sie praktiziert, die ideologische Kontrolle.

Noch eine kleine Anekdote zum Schluss:

Psychiater* Na Herr Müller, wie geht es ihnen heute?
Herr Müller* Ich sehe sie immer noch, manchmal sehe ich hunderte bunte Schmetterling um mich herum, dann sind es wieder bunte Kreise.
Psychiater* Na, dann müssen wir ihre Dosis erhöhen Herr Müller, und dann geht es schon wieder.

Der arme Herr Müller, vielleicht sieht er die Schmetterlinge wirklich? Aber zum Glück haben wir Wissenschaftler und Ärzte, die uns sagen, was wir zu sehen und zu glauben haben. Wie sich die Zeiten ändern, vor nicht allzu langer Zeit war es die Kirche…

Dieser Tag heute hat für mich etwas von einer uralten Seeschildkröte, die mit ihrem moosbewachsenen Panzer langsam und träge, nach einem Sonnebad an der Oberfläche, in die dunkelblauen tiefen des Ozeans zurück schwimmt.

Was es wirklich bedeutet Empathin zu sein

August 14th, 2010

Wo man hinschaut auf dieser Welt gibt es Mord und Totschlag, Katastrophen und Zerstörung. Wo liegen die Ursachen dafür?  In Wahrheit will das niemand wirklich wissen, denn die Wahrheit wird bekämpft und niedergemacht, und wehe dem der sich wagt die Wahrheit zu sagen. Wer kennt die menschliche Natur wirklich? Die Wissenschaftler? Psychologen? Politiker? Pädagogen? Schwerlich. Es sind die Empathen. Diejenigen die unter den Fehlern der Menschheit leiden, weil sie die körperlich und seelisch empfinden. Und das weiß ich deshalb so genau, weil ich eine Empathin bin. Ich war alles andere als glücklich darüber als mir das klar wurde.

Das äußert sich auf höchst unangenehme Weise. Es sind teilweise Träume oder Visionen, und beides kommt ungefragt.

Beispiel:

Ich liege im Bett und lese, auf einmal höre ich die lang gezogenen und kläglichen Schreie eines Tieres, einer Katze. Ich schrecke hoch und schau aus dem Fenster, nichts. Dann wieder, diesmal deutlicher und irgendwie mit einem seltsamen Echo. Und ich denke mir bloß, oh nein nicht schon wieder. Ich weiß was dann kommt wenn ich das Licht der Kerzen lösche. Ich sehe in einer Art Vision wie Tiere gequält und gefoltert werden, höre ihre Schreie, spüre ihre Verzweiflung und ihre Schmerzen. Und wenn ich am anderen Tag die Zeitung aufschlage springt mir genau das entgegen was ich sah. Ein bebilderter Bericht aus einem Tierversuchslabor.

Und dann frage ich mich immer, warum gerade ich, nehmen das andere Menschen nicht wahr? Soll ich, weil ich das wahrnehme, auf diese Art das Leid auf der Welt filtern mit meinem System? Oder ich sehe im Halbschlaf Wale die an mir vorüberziehen, höre ihre Gesänge, und ich weiß im selben Moment, dass da etwas nicht stimmt. Plötzlich färbt sich das Wasser blutrot, und die Wale schreien und versuchen ihre Jungen zu retten. Ich bin emotional total gefangen in der Szenerie. Und am anderen Tag höre ich in den Medien, dass die Walfangsaison eröffnet wurde. Ich weiß auch, dass die Tiere wirklich Selbstmord begehen, es ist nicht primär das Echolot der Schiffe, es ist die Verzweiflung der Tiere, die gesehen haben wie bestialisch ihre Artgenossen abgeschlachtet wurden. Diese Tiere spüren genau, dass es eine Frage der Zeit ist, wann ihrer Gruppe das Gleich widerfahren wird. Ich wache vollends auf, und muss mich erst einmal übergeben.

Noch ein Beispiel:

Ich wache auf, bin noch nicht ganz wach und rieche Qualm. Beißenden ätzenden Qualm. Auch hier nehme ich wieder eine Verzweiflung wahr, eine regelrechte Todesangst die nicht die meine ist. Meine Fußsohlen brennen und ich schrecke hoch und schaue nach. Aber es ist alles in Ordnung, trotzdem nehme ich unterschwellig das Knacken und Krachen wahr das man hört wenn ein trockener Wald brennt. Und was offenbaren mir keine 2 Stunden später die Medien? Es waren die verheerenden Waldbrände um Sydney 2009, wo all die Koalas und Kängurus verbrannten. Ja so funktioniert das bei mir mit der Empathie, und es ist weniger eine Gabe, denn ein Fluch.

Die Gabe der Empathie lässt sich genauso wenig vermarkten wie die Gabe der Hellsicht z.B., denn so etwas ist nicht abrufbar, und nicht steuerbar. Man ist Teil eines Prozesses, dessen Funktion abhängig ist von einer gewissen energetischen Zusammensetzung. Leider scheinen meine Energien dafür geeignet zu sein.

8 Gründe aus der Sicht einer Empathin, weshalb die Menschheit schon einen Schritt über den Abgrund hinaus ist:

  • Lasche Umweltpolitik. Im Angesicht verheerender Katastrophen bleibt trotz allem der Schadstoffausstoß auf dem gleichen Level, Wälder werden weiterhin abgeholzt und Kriege werden weiter geschürt. Wer oder was ist nach neuesten Informationen Schuld am drohenden Supergau der Welt? Die Sonne.
  • Die Bereicherungspolitik, Gier
  • Die kalte Rücksichtslosigkeit der Wissenschaft
  • Psych. Ideologien, um den Großteil der Menschheit hinters Licht zu führen
  • Bevölkerungsexplosion
  • Selbsttäuschung und falsche Kompromisse im Sinne von: “Ach wird ja alles nicht so schlimm werden.“ Oder: “Klar die Übertreiben ja immer.“
  • Lügen und Vertuschungen

Jeder kann den Test machen, man muss sich bloß einmal mit irgendjemandem unterhalten, und auf diese Themen aufmerksam machen, es ist wie mit den 3 Affen, nicht hören, nicht sehen, nicht reden. Und dabei hat der Großteil der Menschen Kinder und Enkel. Ist denen die Zukunft ihrer Nachkommenschaft wirklich vollkommen egal? Scheint so. Oder man schreibt in einem Forum, oder einer öffentlichen Meinungsumfrage einfach einmal seine (gesunde) Meinung zur Jagd auf Wale, oder zur Verklappung in den Weltmeeren, die Meinungen die da kursieren sind besorgniserregend destruktiv, gefühllos und im wahrsten Sinne des Wortes krank.

Als Empathin nehme ich das Leid dieser Welt wahr, und es beschert mir alles andere als innere Ruhe, Frieden und Ausgeglichenheit. Wer diese Welt wirklich imstande ist wahrzunehmen, der kann keine Optimist sein.  Das Gefühl der Bedrohung ist für Empathen wie mich allgegenwärtig. Mein innerer Frieden bezieht sich samt und sonders auf mein Mensch sein, aber damit habe ich, als hoch entwickeltes Wesen, eben nur die halbe Miete rein.

Solche Dinge weiß kein Obama oder kein Putin, und sicher wusste das auch ein Kennedy nicht, oder ein Konrad Adenauer usw. Ja die haben, oder hatten, die Sympathien der Menschen. Hätte das für diese Welt wirklich etwas geändert? Ich als Empathin sage bedauernd nein. Die Lösungen der Probleme dieser, unserer Welt, liegen nicht in einer hochgezüchteten Leitfigur oder einer Strohpuppe, die Lösungen für die Probleme der Menschheit liegen in jedem Individuum selbst verborgen. U.a, auch die Gewissheit, dass Menschen nur dann edle Gefühle entwickeln, oder über sich hinauswachsen, wenn es ihnen explizit an den Kragen geht, wenn sie, auf Deutsch gesagt kollektiv echt in der Sch…e sitzen. In der Not erwachen die Eigenschaften die die Welt braucht um zu überleben, deshalb habe ich, was das betrifft, wenig Hoffnung dass sich irgendwann einmal die Menschheit in dem Licht zeigt indem sie sich so gerne sieht,  im Licht als Krone der Schöpfung…

Sicher ist das alles nur ein kleiner Auszug aus meiner Empfindungswelt als Empathin, das beinhaltet noch unglaublich viel mehr, und zum Glück sind nicht alle Visionen und Träume so scary wie diese. Z.B. wenn ich silbrige Fische sehe, die emsig und flink in einer Strömung kristallklaren Wassers springen und schwimmen, dann weiß ich , dass eine gute Zeit vor mir liegt, wo andere Empathen gefordert sind, ein schönes Gefühl nicht ganz allein zu sein mit einer so großen Last wie der Empathie.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von einem Vulkanausbruch, bei dem sich die zischende Lava gierig ihren Weg ins Tal frisst.

Es war einmal vor ca. 9 Jahren…

August 11th, 2010

Anruf mitten in der Nacht, ich lag schon im herrlichsten Schlummer:

Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt, wo ich nicht mehr weiter weiß. Ich bin zwar spirituell, aber auch christlich. Was soll ich tun? Soll ich einem spirituellen Club beitreten, oder soll ich lieber mehr in die Kirche gehen? Aber um ehrlich zu sein, habe ich dazu gar keine Zeit, weil meine 3 Kínder mich auf Trab halten, ähm das 4. ist unterwegs. Dazu noch der Hof, die Tiere mein kranker Schwiegervater und mein Mann, ach hör bloß auf mit meinem Mann. Ich arbeite locker das Dreifache von dem was er am Tag so tut, und trotzdem fordert er immer mehr und mehr von mir, tu dies, tu das, und schau nicht wie 10 Tage Regenwetter aus der Wäsche. Könntest Dich ja auch mal ein bisschen sexy anziehen für mich, wenn ich nachhause komme.

Für ihn arbeitet nur der hart, der das auch in klingender Münze entlohnt bekommt, und mit diesem Argument endet jedes Gespräch, wenn ich ihm signalisiere dass ich überfordert bin mit dem großen Haus und überhaupt. Oben klingelt mein Schwiegervater, weil er mal auf die Toilette muss, und unten streiten die Kinder, und die  Kartoffeln sind jeden Moment gar. Auf dem Tisch ein Brief aus der Schule, und Rechnungen über Rechnungen. Und was macht er? Er sitzt in seinem “Büro“ und wartet bis ich ihn zum essen rufe, tss Büro, dabei mache ich den ganzen Rechnungs- und Papierkram, der weiß ja nicht mal wie man eine Überweisung tätigt. Ich brauch unbedingt was, was mir einen Ausgleich bringt, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll.

Mir fallen die Haare aus, ich habe eine total unreine Haut, ich sehe nicht nur scheußlich aus, ich fühle mich auch so. Ich fühle mich so alt, und so müde. Soll ich Kartenlegen lernen? Oder soll ich lieber pendeln? Sag doch mal, schau mal in Deine Karten was am besten zu mir passt, ich will auch nicht dass das ewig dauert mit der Lernerei, weil ich sonst den Verstand verliere. Ich habe ja auch niemanden mit dem ich mal reden könnte. Herrje, und so geht das tagein, tagaus, Jahr für Jahr…was soll ich denn nun machen mit meiner SPIRITUALITÄT?

Uff, wahrlich ein Großbaustelle.

Das war vor ca. 9 Jahren eine Kundin von mir. Heute ist sie eine Kollegin. Sozusagen eine Zangengeburt. Ich weiß nicht wie oft sie bei unseren Gesprächen aufgelegt hat, ich weiß auch nicht wie oft sie mich beschimpfte, aber eines weiß ich, sie ist mir heute sehr dankbar. Nicht dass ich ihr gesagt hätte wo es lang geht, wie auch? Sie hat mich ja kaum zu Wort kommen lassen, ich musste notgedrungen zu hören, aber auch ich habe dabei gelernt. Ich hatte unendlich viele Ratschläge für sie, aber ich glaube, das hätte sie heillos überfordert. Zu jedem Telefonat hat sie geredet wie ein Wasserfall, abwechselnd geweint, geflucht, geschimpft und dann ist sie wieder in sich zusammengesackt.

Es kam wie es kommen musste. Mit dem Tod des Schwiegervaters wurde die Lawine ausgelöst in ihrem Leben. Ein riesiger Umwälzprozess, und damit einhergehend mehrere Metamorphosen. Sie war mehr als einmal nahe am Kollaps, von ihrem sturen, uneinsichtigen und egoistischen Mann hat sie sich nach einigem hin und her getrennt, er hat jeden Schritt in Richtung Verbesserung ihrer Lebensqualität boykottiert. Ich sagte ihr, dass die SPIRITUALITÄT selbst nicht der erste Schritt ist den sie gehen müsste, sondern sie müsste erst einmal Platz schaffen für die SPIRITUALITÄT. Na ja, Hof war dann nach 2 Jahren verkauft, sogar mit Gewinn. Die Liebe hat auch wieder Einzug gehalten in ihr Leben, die hat einen sehr verständnisvollen, und vor allem klugen Mann, kennen gelernt. Auf einer Esoterikmesse, wo sie als Standhilfe gejobbt hat. Sie sind jetzt eine Patchwork Family, er ist Witwer und hat 2 Kinder mit in die Beziehung gebracht.

Alles läuft wie am Schnürchen, eine mittelgroße Familie mit Hund, Meerschweinchen und Chinchillas, mit ganz alltäglichen und erträglichen Problemen, wo keines der Familienmitglieder seine Person untergraben, und seine Intensionen und Individualitäten verleugnen muss. Es wird alles gefördert,  gehegt und gepflegt was sich so ergibt. Arbeitsteilung und Respekt füreinander heißt die Zauberformel.

Klingt wie ein Märchen, nicht wahr?

Ist es aber nicht. Manchmal sagt sie zu mir: “Brosilie, wenn ich dich nicht gehabt hätte, ich weiß nicht wo ich gelandet wäre. Du hast mir so tolle Hinweise, Ratschläge und Tipps gegeben, danke, danke, danke. Danke, dass du mir immer zugehört hast, du hast dich nächtelang von mir mit Problemen zuschütten lassen. Dir verdanke ich mein neues Leben und mein Glück, und meine neuen Haare, ich kann wieder in den Spiegel schauen. Das hätte ich nie zu hoffen gewagt“

Eigentlich erstaunlich, wo ich doch so gut wie nie zu Wort kam.  ;-)

Aus der Kirche ist sie übrigens ausgetreten…

Kombinationsmöglichkeiten der Tarotkarten

August 9th, 2010

Das Schwierigste am Tarot-Kartenlegen überhaupt ist,  Kombinationen in den richtigen Kontext zu bringen. Was die Karten für sich einzeln gesehen bedeuten, ist nicht allzu schwierig zu lernen. Aber die Kombinationen sind schon bedeutend schwieriger.

Nehmen wir einmal ein Beispiel:
1. Die Frage aller Fragen:
Kommt mein Expartner zu mir zurück?

Die Antwort ist die Kombination:

DER EREMIT gekreuzt von der Tarotkarte IV DER KELCHE.

Einzelaussage der Tarotkarte DER EREMIT:
Rückzug, Kontemplation, selbst gewählte Einsamkeit, sich Klarheit verschaffen, Reflektion, Alleinsein
Einzelaussage der Tarotkarte IV DER KELCHE:
Überdruss, Verdrossenheit, vorrüberziehende günstige Gelegenheiten, “Schnauze voll haben“
In der Kombination bedeuten die beiden Tarotkarten:
Die Beziehung bleibt beendet, was man aber nicht wahrhaben will, weil sich die Situation nicht klar und deutlich zeigt, der Abbau von“Altlasten“ stagniert, weil man seine Energien nicht konstruktiv nutzt. Das endgültige Ende der Beziehung liegt aber schon dahinter, weil die Quersumme der beiden Zahlen, die die Tarotkarten kennzeichnen, die XIII ist, ein Hinweis auf die Tarotkarte DER TOD, und dahinter liegt, Quersummer der XIII ist die IV DER HERRSCHER, die sich unerbittlich aufbauende neue Ordnung. Man befindet sich in der schmerzhaften Loslassphase, und sollte das auch akzeptieren. Man ist kein Fan vom Alleinsein.
Dahinter liegende Botschaft:
Sich in aller Härte das Ende klarmachen, sich zurückziehen und sich die Angelegenheit in aller Ehrlichkeit und Klarheit vor Augen halten. Man soll sich u.a. auch davor hüten sich zum Opfer zu machen, im Sinne von  zu Kreuze zu kriechen.

Und weil es so schön war, noch ein Beispiel zur gleichen Fragestellung:

2. Die Frage aller Fragen:
Kommt mein Expartner zu mir zurück?

Die Antwort ist die Kombination:

Die HOHEPRIESTERIN gekreuzt von der Tarotkarte RAD DES SCHICKSALS.

Einzelaussage der Tarotkarte DIE HOHEPRIESTERIN:
Die Hellseherin, die gute Freundin, Geduld, Dualität, die Weiblichkeit
Einzelaussage der Tarotkarte RAD DES SCHICKSALS:
Das blinde Schicksal, Unerbittlichkeit, Akzeptanz, rasante Entwicklungen, Eigendynamik.
In der Kombination bedeuten die beiden Tarotkarten:
Da die Quersumme der beiden Tarotkarten die XII ist, ist das ein Hinweis auf die Tarotkarte DER GEHÄNGTE, und die dahinter liegende Tarotkarte  III DIE HERRSCHERIN. Eine Geduldsprobe. DIE HOHEPRIESTERIN mahnt zu Geduld und Verständnis, und das RAD DES SCHICKSALS ist in diesem Falle die Akzeptanz dessen. Man kann nichts tun um die Angelegenheit voranzutreiben, sie unterliegt einer Eigendynamik. Da die dahinter liegende Quintessenz die III ist, weißt die Kombination auf Wachstum hin, oder aber auf eine personelle Dreierkonstellation. Eine On/ Off Beziehung ohne echte Perspektive. Ein schwebendes Ende aus entweder notwendiger oder übertriebener Rücksichtnahme auf 3 und 4 Personen ( meist soziale und materielle Verbindlichkeiten ,ein Hinweis auf DIE HERRSCHERIN, die Mutter, das sich kümmern) Hier bekommt man keine greifbare Antwort, ein Partner macht immer mal wieder Schluss, erscheint aber in diversen Intervallen immer wieder , und nimmt so dem/ der Ex die Möglichkeit sich endgültig zu lösen. Der dahinter liegende GEHÄNGTE bedeutet auch Krankheit, entweder eine kranke Beziehung oder ein krankmachende Konstellation.
Dahinter liegende Botschaft:
Hier wird nichts von allein gut. Man muss eine Entscheidung herbei führen, sich entweder lossagen mit aller Entschiedenheit, oder sich klar machen, dass man miteinander wieder eine Beziehung haben wird…irgendwann einmal, und bis dahin immer wieder ein Wechselbad der Gefühle, aber nicht weil der Partner Boshaft ist und quälen will, sondern weil die Geschichte nichts anderes hergibt, aufgrund der Naturen der Partner, aufgrund der Umstände und aufgrund der sich daraus entwickelnden Pseudoentwicklung.

So das war etwas umfangreich, aber hier noch was Einfaches:

Frage: Wie wird die Party, soll ich hingehen oder lohnt es nicht?

Die Antwort ist die Kombination:

BUBE DER STÄBE gekreuzt von der Tarotkarte BUBE DER MÜNZEN

Einzelaussage der Tarotkarte BUBE DER STÄBE:
Begeisterung, sich mitreißen lassen, ein Aufforderung etwas zu unternehmen
Einzelaussage der Tarotkarte BUBE DER MÜNZEN:
Das handfeste Angebot, Faszination, gewinnbringendes Treffen oder Zusammenkunft, wertvoller Hinweis, Brief
In der Kombination bedeuten die beiden Tarotkarten:
Die Erwartungen für diesen Abend werden übertroffen, der Auftakt für Weiterführendes, interessante Menschen, tolle Offerten sich am richtigen Platz fühlen.
Dahinter liegende Botschaft:
Hingehen Spaß haben und sich unterhalten lassen. Da Buben immer von außen kommende Impulse sind, soll man sich mit Eigeninitiativen lieber zurückhalten, man soll sich treiben lassen, aber den Überblick nicht verlieren. Buben sind die kleinsten Hofkarten, deshalb wäre mein zusätzlicher Ratschlag sich genau dann zu verabschieden, wenn es am schönsten ist, so macht man das Optimum daraus.

Ich glaube an diesen 3 Beispielen kann man sich ungefähr vorstellen, dass eine Tarot Sitzung keine kurze Angelegenheit sein kann und sollte, aber es geht natürlich auch in Kurzform, wie das folgende Beispiel zeigt:

Frage: Wie steht meine Arbeitskollegin zu mir?

Die Antwort ist die Kombination:

RITTER DER STÄBE gekreuzt von der Tarotkarte VII DER SCHWERTER

Einzelaussage der Tarotkarte RITTER DER STÄBE:
Unternehmungslust, Abenteuer, Risiko, Gradwanderung, Feurigkeit, Leidenschaft, Risikobereitschaft
Einzelaussage der Tarotkarte VII DER SCHWERTER:
Lüge, Verrat, sich davon stehlen, Linkheit, Bauernschläue, List und Tücke
In der Kombination bedeuten die beiden Tarotkarten:
Man sollte der betreffenden Person genau die Gleiche Freundlichkeit entgegen bringen, die man auch einem Postboten z.B. zugesteht. Darüber hinaus gar nichts.
Dahinter liegende Botschaft:
Man soll sich in Zukunft abgewöhnen offensichtlich unverschämten Menschen in irgendeiner Weise entgegenkommen zu zeigen. Sich erst ausnutzen zu lassen, und sich dann immer wieder in den Dreck treten zu lassen zeugt auch von Charakterschwäche.

So das war meine kleine Exkursion durch die Welt der Kombinationsmöglichkeiten der 78 Tarotkarten. Tarot ist nicht nur das Buch des Lebens sondern auch ein Fass ohne Boden. Fazit → Neben einer gesunden Herausforderung ist Tarot auch Gehirnjogging de Luxe.

Und nicht vergessen die richtigen Fragen zu stellen…

August 8th, 2010

Kürzlich am Telefon:

Anrufer* Du hast mir vor ca. 1 Jahr gesagt, dass ich mit meinem Exfreund wieder zusammenkomme, das sind wir auch irgendwie, aber er geht ständig fremd, ist so gut wie nie zuhause und kümmert sich einen Dreck um mich und unser gemeinsames Kind. Was soll ich denn nun machen, und wieso hast du mir eine Beziehung vorausgesagt?

Ich* Du hast doch eine Beziehung, aber du hast die falschen Fragen gestellt.

Anrufer* Was soll das denn bedeuten?

Ich* Ich habe versucht die richtigen Fragen herauszufordern, ob es auch wirklich das ist was du willst, und dass du ihn ja schließlich kennst. Ich habe dir versucht zu sagen, dass er sich nie ändern wird, aber das hast du ignoriert, sogar richtiggehend genervt reagiert. Die richtigen Fragen, die du mir hättest stellen müssen, wären gewesen:“ Werde ich glücklich mit ihm, wird er unserem Kind ein Vater sein, ist er überhaupt krisenfähig und alttagstauglich, heißt die nächste Ebene unserer Beziehung möglicherweise Respekt? Kannst du sehen, wie es mir in 1,2,3 oder 5 Jahren an seiner Seite ergeht? Wie werde ich mich fühlen?

Anrufer* Das hättest du mir sagen müssen. Ich wusste ja garnicht dass du das kannst.

Ich* Ich beantworte die Fragen, aber ich diktiere keine, wenn ich dir all das gesagt hätte, was ich gesehen habe, dann wäre das meilenweit an deiner Frage vorbeigegangen, und wie schon erwähnt wolltest du das auch alles garnicht wissen. Was ich kann, steht in meinem Profil.

Anrufer* aufgelegt.

So und so ähnlich läuft es sehr oft ab. Ein Lebensberater ist keine Figur die mit erhobenem Zeigefinger agiert. Ein Lebensberater ist auch keine Nanny, sondern genau das was der Name sagt, ein Berater. Was auch oft von einem Berater abgefordert wird ist, dass man das ultimative Glück versprechen soll, oder man soll das Problem im Leben des Fragers so mirnichtsdirnichts in Luft auflösen. Ein Berater soll, wenn möglich, an allen Fronten des Fragers Klarheit schaffen. Aber so funktioniert das Ganze einfach nicht, liebe Leute.

Ich habe so haarsträubende Sachen erlebt, dass ich vieles von dem nicht publik machen kann, manches ist wirklich unglaublich, ich kann es manchmal selbst kaum erfassen, und ich fürchte, man würde mir einiges auch garnicht glauben. Aber vielleicht hilft dieser Artikel dem einen oder anderen ein wenig auf die Sprünge. Vielleicht erkennt der ein oder andere, dass ein Lebensberater, Kartenleger, Hellseher oder Wahrsager auch bloß ein Mensch ist. Dass das Leben eine Spirale ist, und ständigen Entwicklungen unterliegt. Und niemals sollte man vergessen:“ Es gibt einen Platz wo alles möglich ist, und dieser Platz ist in uns.

So genug gejammert, jetzt noch was Lustiges aus meinem Nähkästchen, manchmal kann ich einfach nicht widerstehen:

Anrufer* Sag mal, bist du nicht auch Medium?
Ich* Nein, durch…

Anrufer* …und wann siehst du immer hell?
Ich* Meist wenn es dunkel wird.

Anrufer* Ich bin Hellseher, du bist Hellseher, wollen wir uns persönlich kennen lernen, kommste mit?
Ich* Nein danke, da war ich schon.

Solche Späßchen mache ich natürlich nur mit guten Bekannten, oder sehr guten Kunden.

Dieser Tag heute hat etwas von einem Schneefeld, dessen unzählige Kristalle perfekt geschliffen, wie Milliarden Prismen, in der Sonne glitzern.

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