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Ein Donnerstag im Equilibrium

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Gestern hat mich die frohe Botschaft erreicht, dass die Stierkämpfe in Anatolien/Spanien ab 2012 verboten werden. Was für eine schöne Nachricht, auch wenn es bloß ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Ich weiß garnicht wie viele Petitionen ich schon unterschrieben habe. Traurig, dass es überhaupt nötig ist Tierschutz zu betreiben. Aber das fängt ja eigentlich alles schon in  der Kinderzeit an, und wenn man sich auf unserer Welt so umschaut, dann stellt man unweigerlich fest, dass es mit der Kinder- und Jugenderziehung nicht weit her sein kann, trotz staatlicher Bildungsprogramme, Privatschulen und Universitäten, (Ausnahmen wie die 3. Welt z.B. natürlich ausgeschlossen). Wobei das Wort “Erziehung“ die Wurzel des Übels ist.

Irgendwas läuft doch da ganz gewaltig verkehrt? Es fehlt einfach an Lehrern, die den jungen Menschen auf empathischem Wege Mitgefühl vermitteln. Alles ist irgendwie seelenlos und kalt, so wie unsere Welt das widerspiegelt. Eine Zeitungsrundschau heutzutage kommt dem schauen eines Horrorfilmes gleich, und in den Augen vieler Menschen, sogar bei Kindern, ist eine Kälte zu sehen, die Filmen wie “Equilibrium“, und “Die Insel“ einen unheimlich prophetischen Touch geben.

Die Kehrseite der Medaille ist, wenn man seinem Kind auf empathischem Wege die Geschicke der Lebewesen auf dieser Welt nahe bringt, dann macht es das unweigerlich zum Außenseiter in der Schule, und im Leben überhaupt. Also müssen die Lehrer da eingreifen, aber sagt das mal einer so einem Unterstufenlehrer, oder bringt das mal einer an bei einem Elternabend, man geht nachhause mit der Gewissheit einen Stempel aufgedrückt bekommen zu haben, der  alles verändern wird, aber meist nicht zum Guten. Und wenn man einen Lehrer findet, der dieser Sache aufgeschlossen gegenüber steht, dann muss der nun wieder Angst haben um seinen Seelenfrieden, und er muss um sein Ansehen fürchten, denn wehe dem, der an Althergebrachtem rüttelt, und sei es noch so falsch.

Bei aller Technik und allem Fortschritt  befindet sich unsere Welt eigentlich im Modus der Rückentwicklung, denn die wahre Natur der Menschen hat sich, anthropologisch gesehen, nicht weiter entwickelt. Maßgebliche Esoteriker wissen das, und sie sind die wahren Propheten dieser Welt, aber sie schweigen, weil es sinnlos ist Dinge erklären zu wollen, die eigentlich klar auf der Hand liegen, Dinge, die so offensichtlich sind, dass sie uns jeden Tag aufs Neue anspringen, wesentliche Dinge, die aber weiter unbehelligt an dem Ast sägen auf dem die Menschheit sitzt. Es ist der Teil des Astes, der herunter stürzen wird. Das wesentlichste Kriterium des Genickbruches der Menschheit lautet → Gier. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, und auf der Zeitgeraden der Erdgeschichte ist noch ein wenig Platz, um an der Zukunft zu feilen.

So, das sind heute im wesentlichsten meine Gedankengänge, dementsprechend hat der Tag heute für mich etwas von einem einzelnen Blatt, das auf der Oberfläche eines Bergsees dahin treibt.