Archive for September, 2010

Die Strafe folgt auf dem Fuße….

Mittwoch, September 29th, 2010

Wer kennt sie nicht, die kleinen Sprüche mit denen man kleinere oder größere Boshaftigkeiten seiner Mitmenschen quittiert. In der Art wie: “Kleine Sünden bestraft Gott sofort, größere Sünden später.“ Oder:“ Jeder bekommt seine Strafe:“ Was aber steckt dahinter? Die einfache Antwort darauf  lautet →  Suggestion und Psychodynamik. Die Esoteriker haben daraufhin einen ultimativen Spruch:“ Jeder Wunsch strebt nach universellen Gesichtspunkten danach in Erfüllung zu gehen:“ Ist das so? Und warum ist das so?

Psychologen interpretieren diese Thematik ganz anders, sie gehen von einer Art Selbstbestrafung per Psychodynamik aus, was ohne jeden Zweifel ein Teil des Ganzen ist.  Aber zurück zur Metaphysik, wenn man jemandem etwas Schlechtes wünscht, und sich dabei absolut sicher ist dass es etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, verschafft man sich damit eine starke Motivation.

D.h. man wünscht sich er möge für das was er getan hat bestraft werden, weil das im Auge des Betrachters etwas Schlechtes war, dann äußert man damit einen Wunsch.  Ein Wunsch ist das Fokussieren auf eine bestimmte Sache, man fokussiert indem man zielgerichtet Energie frei setzt. Stellt Euch vor das tun viele Menschen unisono, dann ist das eine gewaltige Freisetzung von Energie.

Läuft dieser Energiestrom nun aber konträr zum Energiefluss des augenscheinlichen Missetäters, dann wird es zu einer Manifestation, zu einer Strafe wenn man so will, kommen. Und so funktioniert Focussing am einfachen Beispiel erklärt. Es hat in dem Sinne nichts mit der Gerechtigkeit von einem Gott zu tun, oder mit sonst einem höheren Diktat, sondern mit einer vollkommen menschlichen Willensdemonstration (Gruppendynamik), oder aber mit Selbstbestrafung per Psychodynamik, oder beides zusammen.

Nun könnte man ja den Faden weiter spinnen, was wenn man mit seinem Wunsch, der ja die Gerechtigkeit herbeiführen soll, widerum etwas Böses tut? (Ganz zu schweigen von der Frage, was jeder unter Gerechtigkeit versteht). Dann wird man ja gewissermaßen wieder Retour bestraft usw., Sinnforschung wird in dem Moment zu weit getrieben wenn man aufhört instinktiv zu reagieren, wenn man jeden seiner Schritte im Vorfeld scannt, eben wegen der Befürchtung schlechte oder bestrafende Energien auf sich zu ziehen.

Dabei vergisst man zu leben, man wird eine leichte Beute für allerhand Phobien. Mit dem Wissen um diese Dinge sollte man es gut sein lassen,  und sich darauf verlassen, dass man zu gegebener Zeit gewarnt wird, sollte doch etwas aus dem Ruder laufen. Mein Tipp an allzu selbstgerechte Mitmenschen lautet:” Kümmert Euch in erster Linie um Euch selbst, und überlasst die Bestrafungen anderer den zuständigen Ordonanzen. Die Gerechtigkeit, bzw. die gerechte Strafe, ist auch sehr oft Thema in meiner Telefonberatung:

Der Kerl hat sich mir gegenüber, vor und während der Scheidung, wie der letzte Scheißtyp verhalten, schau mal in Deine Karten, und sag mir, wie seine Strafe dafür aussehen wird…
Kann man eigentlich etwas machen, um jemanden seiner gerechten Strafe zuzuführen?
Na ja, die wird schon ihre gerechte Strafe für Ihr Fremdgehen bekommen, kann man auch sehen wann?
Hoffentlich fällt denen ihre Strafe von oben nicht so zaghaft aus, schau mal in die Karten, welcherart Strafe wird das sein?
Wenn es eine gerechte Strafe gibt, dann steht sie meinem Chef zu, diesem Schwein!
Wenn den keine gerechte Strafe ereilen wird, da werd ich aber so was von nachhelfen!

Usw.

Flüche um Himmels willen nein! Gerechte Strafe ja! In solchen Gesprächsmomenten wird mir immer regelrecht übel, und ich muss mich da immer zusammen reißen dieser Pöbel Manier mit Gleichmut zu begegnen. Das war meine kleine Exkursion in die Welt der allzu Selbstgerechten, wehe wenn sie losgelassen.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von der Erhabenheit eines alten Baumes, an dessen kahlen Ästen glasklare Wassertropfen auf das Erstarren warten, welches der erste Nachtfrost mit sich bringen wird.

Von echten Hexen und Gerüchten

Freitag, September 24th, 2010

Allein schon das Wort “Hexe“ entfesselt jene morbide Faszination, die einen angenehmen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Was unterscheidet die Hexen von einst von den Hexen von heute? Die Antwort lautet:“ Nichts“.  Die Hexen von früher waren sich ihrer Zugehörigkeit auf keinen Fall bewusst, bis man es ihnen auf brutalste Art und Weise sagte. Und wer sagte es? Menschen denen geholfen wurde durch diverses Hexenwissen.

Der Grat zwischen einer Kräuterfrau -, einer Hebamme -,  einer Heilerin und einer Hexe war extrem schmal. Von den geschätzten 40.000 – 60.000 Todesopfern der Inquisition in Europa, ausgehend vom 13. Jahrhundert bis heute, waren die wenigsten wirkliche Hexen, Hexer, Ketzer, Teufelsanbeter, Teufelsbuhlen oder Zauberer. Auf beängstigende Weise war man damals wie heute angewiesen auf einen guten Leumund, nur mit ungleich härteren Konsequenzen.

Es reichte schon, wenn man aufhörte seine Nachbarschaft zu grüßen, wenn man sich zurückzog aus irgendwelchen Gründen, dann genügte eine Andeutung bei der Obrigkeit, und schon war man mittendrin im Hexenprozess. Was für Foltermethoden dann zum Einsatz kamen, kann man sich nicht wirklich vorstellen. Ein Arzt hat sich einmal, aus wissenschaftlichem Interesse, die Mühe gemacht zu dokumentieren was in einem menschlichen Körper vorgeht, der z.B. auf der Streckbank liegt, der den eisernen Stiefel angezogen bekommt, oder der mit glühenden Zangen gefoltert wird, es ist unglaublich was Menschen imstande sind Menschen anzutun.

Diesem Bericht zu lauschen hat mir schon gereicht als Empathin, deshalb möge man es mir verzeihen, dass ich auf Näheres über Foltermethoden und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper, selbst nicht eingehen kann. Über Foltermethoden der Inquisition  kann man sich hier detailliert informieren » Die Inquisition kommt! «
Aufgrund der zeitlichen Entwicklungen des Hexenwahns kann man heute mit Fug und Recht behaupten, dass nicht Hexen das wirkliche Übel in dieser Welt sind. Wie viele Menschen und Gruppierungen standen in großer Zahl am Pranger?

Es waren die Christen die vom römischen Imperium in den Arenen verheizt wurden, es waren die Hexen im Mittelalter die als Machtdemonstration der Kirche bestialisch ermordet wurden, und es waren die Juden im 2. Weltkrieg… Und wofür? Es waren lediglich Gerüchte, die für dieses unendliche Leid verantwortlich waren. Hat die Menschheit daraus gelernt? Nicht wirklich. Moderne Hexenverfolgungen sind insbesondere in Afrika, Südostasien und Südamerika heute noch Gang und Gebe!

Was tun Hexen heute? Genau wie damals gibt es wenige, die man als echte Hexen bezeichnen kann. Es erfordert Mut diesen Weg zu gehen. Mut zum Individualismus in der Schubladenanordnung der jeweiligen Gesellschaft. Siehe Hexe » Petruja «. Eine echte Hexe hat die Tiefen der menschlichen Natur ausgelotet, und zieht sich Folge dessen zurück. Eine echte Hexe besitzt ein tiefes Wissen und Verständnis für die Zusammenhänge auf dieser Welt, und diese Erkenntnisse strafen alle Hoffnungen Lügen.

Eine echte Hexe geht auf keinen Traumpfaden, und deshalb wird sie auch gefürchtet, besonders von den “Herren“ dieser Welt. Heute gibt es andere Methoden eine Hexe mundtot zu machen, sie als gaga zu verschreien, gibt es doch genügend Pseudohexen die eifrig am Ruf einer echten Hexe sägen. Damit muss man als echte Hexe leben, also Vorsicht vor Pseudohexen, die sich in reger Öffentlichkeitsarbeit ergehen, und die sich auch noch als solche namentlich outen. Aber wem tritt denn eine echte Hexe heutzutage auf den Schlips? Allen Lügnern. So einfach ist das. Wer also eine echte und wahrhaftige Hexe um Rat fragen will, der hat es nicht leicht in die Zurückgezogenheit der letzten großen Weisen dieser Welt vorzudringen.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von Sonnenflecken, die durch das Laub einer uralten Eiche, deren Zweige ganz leicht im Wind hin und her schwingen, auf dem Waldboden tanzen.

DER TOD in der Kartenlegerei

Sonntag, September 19th, 2010

Für viele Kartenleger ist der Tod ein Tabu Thema. Weshalb gibt es dann wohl die Tarot Karte DER TOD? Ich sehe das anders, der Tod gehört zum Leben dazu, und wenn es eine berechtigte Frage nach dem Tod gibt, dann beantworte ich sie auch. Berechtigung hat eine Frage nach dem Tod etwa in der Art und Weise, z.B. wenn mich eine Tränen erstickte Stimme am Telefon fragt:“ Muss meine Mutter noch lange so leiden?“ Oder:“ Wenn ich irgendwann sterbe, ist es dann ein leichter Tod, oder sieche ich dahin?“ Letzten Endes entscheide immer ich ob und wie eine Frage nach dem physischen Tod beantwortet wird. Es gibt natürlich auch ganz andere Todes- Frager, bei denen mir die Luft weg bleibt, erlebt im Juni 2010:

Ich* Hallo was kann ich für Dich tun?
Anruferin* Ja ich wollte mal fragen, ob dass dieses Jahr mit unserem Urlaub endlich mal klappt?
Ich* Ja also ich sehe hier Unregelmäßigkeiten in der Planung, leider sehe ich keinen Urlaub.
Anruferin* Ok, frage ich halt anders, wann stirbt meine Mutter?
Ich* Um dir diese Frage zu beantworten, muss ich den Grund deiner Frage wissen.
Anruferin* Ja sag’s du mir halt, du bist doch die Hellseherin…
Ich* Ich sehe den Grund schon, aber das kann ich einfach nicht glauben.
Anruferin* Doch, glaub es ruhig, die Alte macht uns seit 15 Jahren das Leben zur Hölle, die hat so ziemlich alles versaut mit ihrer Absicherung, hat keine Pflegestufe und mit der Krankenversicherung überhaupt. Sie hat uns einen Haufen Geld versprochen, und jetzt geht alles für ihre Medikamente drauf, sie hat einen Treuhänder, der das Geld nur Tröpfchenweise raus rückt, das hat mein Bruder so eingerichtet, aber der ist bei einem Unfall ums Leben gekommen im Ski Urlaub.  Ich pflege sie seit 15 Jahren, und bekomme nichts dafür, seit 10 Jahren freuen wir uns auf den Urlaub auf den Malediven! Wenn das weiter so geht, dann wird nicht mehr viel Geld übrig sein für den Urlaub, unser ganzes Geld geht doch für das Haus und die Autos drauf.
Ich* Ja dann kümmert Euch doch um einen angemessenen Pflegeplatz.
Anruferin* Und wer soll das bezahlen? Dann ist wie gesagt das ganze Erbe weg. Außerdem wird das Geld nur komplett ausgezahlt im Falle ihres Todes.
Ich* Was sagt denn dein Mann dazu?
Anruferin* Ja gar nichts, der kümmert sich doch nicht, der sagt immer:“ Mach nur, ist ja deine Mutter!“ Er will damit nicht behelligt werden.
Ich* Ja ich kann dir nicht sagen wann deine Mutter sterben wird, aber es ist besser du versuchst die ganze Sache anders anzupacken. Mit dem Ableben deiner Mutter zu rechnen, dass du deinen Urlaub machen kannst ist der falsche Weg.
Anruferin* Und was empfiehlst du mir?
Ich* 1., dich intensiv mit deiner Motivation auseinander zu setzen, 2. für deine Mutter eine würdevolle Unterkunft zu suchen, 3. anfangen auf einen Urlaub zu sparen aus eigener Kraft und eigener Tasche, wenn möglich dafür einen Kredit aufzunehmen.
Anruferin* Was sollen denn das für Ratschläge sein? Weißt du überhaupt was ich durchmache mit ihr? Jedes Mal wenn ich sie windeln muss, dann verspricht sie mir, dass ich belohnt werde.
Ich* Dann kann ich mir vorstellen wie sich die alte Dame fühlt, bei der Behandlung die sie von dir erfahren muss. Ich sehe das in meinen Karten.
Anruferin* Eiskalt fragt sie mich…Kann man eigentlich sehen, ob wir Erfolg hätten mit einer Entmündigung?
Ich* Tut mir leid, ich bin Lebensberaterin für mehr Lebensqualität, aber nicht Beraterin für mehr Leid. Ruf mich bitte nicht mehr an.

Die Antwort spare ich an dieser Stelle aus.

Ich war nach diesem Gespräch sehr aufgewühlt, und es fiel mir wirklich schwer objektiv zu bleiben, natürlich ist es eine Zumutung eine demenz- und herzkranke Frau zu pflegen die auch noch inkontinent ist, ich will mir das alles auch garnicht in meinem Fall vorstellen. Ich könnte so etwas wahrscheinlich nicht 15 Jahre lang tun, nicht einmal eine Woche. Da bin ich ehrlich.

Ich hätte einen Weg gefunden, um für meine Mutter einen würdigen Platz zu finden. Aber da kommt eben die Gier ins Spiel, für die Aussicht auf ein Vermögen tun manche Menschen doch tatsächlich alles, und wundern sich dann, wenn ihnen die Sache über den Kopf wächst. Ich habe im Stillen der alten Dame alles Gute gewünscht, aber meine Karten sagten mir etwas anderes, manchmal hoffe ich wirklich dass die Karten lügen…

Ein Flickenmusterleben…

Samstag, September 11th, 2010

Ein Gespräch von heute Morgen ca. 3 Uhr. Da kann jeder davon halten was er möchte.

  • Ich* Guten Morgen, was darf ich denn für Dich tun.
  • Anruferin* Ja, hahahahaha guten Morgen is jut, wie spät hammer denn?
  • Ich* Etwas perplex…3 Uhr.
  • Anruferin* Angetrunken ist noch gelinde ausgedrückt…Ja also hab schon viel von dir gehört, und hätte da mal in eigener Sache ein paar Fragen, mach ja auch grade Pause, hahaha.
  • Ich* Na, dann frag mal.
  • Anruferin* Es geht um meine beiden Männer, ich wollt mal fragen, welcher sich denn für mich entscheiden tut?
  • Ich* Keiner von beiden.
  • Anruferin* Hahahaha, echt jetzt?
  • Ich* Echt jetzt. Ich habe ihr dann alles noch lang und breit erklärt. Der eine hatte mehrere Eisen im Feuer, und keinen Bock auf Beziehungen prinzipiell. Der andere war noch in einer Ehe, und der geht zu seiner Frau zurück.
  • Anruferin* Ja, hahaha, na dann ok, hab da mal noch ne Frage, wie geht das mit meinen 3 Kindern weiter?
  • Ich* Ich brauch von jedem Kind den Vornamen.  Hat sie mir gegeben, und heraus kam, ein Kind lebt im Heim, das andere bei Pflegeeltern und das 3. wird in der Verwandtschaft hin und her gereicht. Heraus kam auch, dass sie beim Jugendamt als Risikomutter geführt wird. Ich sagte ihr, dass sie an ihrem Lebensstil etwas ändern müsse, damit das Jugendamt ihren guten Willen sieht, und damit sie als Mutter auch bestehen kann. Dass sie dringend an sich arbeiten muss um ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, diverse Schulden und ein Alkoholproblem haben sich ja auch noch dazu gesellt. Und immer wieder dieses unkontrollierte Gelächter zwischendurch, hat mir noch ganz andere Probleme offenbart…
  • Anruferin* Und wann finde ich denn nun endlich mal meinen Herzenspartner, hahaha?
  • Ich* Unter diesen Umständen wird das wohl nicht klappen. Du hast genug Baustellen in deinem Leben, du musst zusehen in eine gewisse Stabilität hinein zu kommen, und da wirst du keinen Mann finden, der dir dabei helfen wird, im Gegenteil. Du denkst jedes Mal es ist die ganz große Liebe, dabei wirst du ausgenutzt und geblendet. Solange du versuchst den einfachen Weg zu gehen, wirst du dich immer tiefer in ein Flickenmusterleben verstricken, jeder Flicken steht für anderes Problem.
  • Anruferin* Und beruflich…?
  • Ich* Ich hatte das Gefühl mit einer Wand zu reden…Was machst du denn beruflich?
  • Anruferin* Hahahaha, na das hättest du aber merken müssen, hahaha, wir sind Kolleginnen…
  • Ich* Geschockt…Ah, ja. Sie hat mir dann den Namen  ihrer Line genannt, und ihr Pseudonym, ich habe sie dann tatsächlich auch da als Lebensberaterin gefunden. Ich verrate nur soviel. Es ist eine sehr große Esoterik – Line, und weil ich es immer noch nicht glauben konnte, habe ich ein wenig später dort angerufen, und dieses keckernde und unverwechselbare “Hahahaha“, hat dann, zu meinem großen Entsetzen, alle Zweifel beseitigt.

Manchmal denke ich mir, dass mich so schnell nichts mehr überraschen kann, aber das ist augenscheinlich ein Irrtum.

Dieser Tag heute, hat für mich etwas von einem Bogengang in einem uraltem Kloster, wo jedes Geräusch eines Schrittes, auf den ausgetretenen Steinen, eine Jahrhunderte alte Geschichte flüstert.

Kartenlegen ist nicht gleich Kartenlegen…

Mittwoch, September 8th, 2010

Was passiert beim Kartenlegen eigentlich? Die Frage wird gestellt, die Karten gemischt, die Karten ausgelegt und dann wird fröhlich gedeutet… So machen das Laien. Ich möchte einmal anhand einer kleinen Enzyklopädie demonstrieren, dass es beim Kartenlegen gewaltige Qualitätsunterschiede gibt. Man erkennt einen guten Kartenleger zu allererst daran, dass er sich das Geburtsdatum geben lässt. Warum? Ganz einfach, das Geburtsdatum ist ein Code, der vieles über den Anrufer offenbart.

Das Sternzeichen, ist z.B. wichtig für Astrologen die nebenher Kartenlegen. Anhand des Elementes z.B. kann ich erkennen  wie der Anrufer mit seiner Problematik umgeht, und wie die Karten in Anlehnung an das betreffende Element zu deuten sind. Dann sagt die Quersumme viel aus für Numerologen und Arithmomanten. Es nützt dem Anrufer wenig, wenn ich versuche ihm die Karten nach meinem Gutdünken, anhand von meiner Natur zu übersetzen, ich muss mich auf seine Ebene, in seine Welt begeben mittels Empathie, um eine gültige, treffende und realistische Aussage machen zu können. Eine Aussage, die dem Frager auch etwas bringt.

Gehen wir einfach einmal auf eine kleine Elemente Exkursion, anhand einer einzigen Karte aus dem Rider Waite Tarot, die ich soeben gezogen habe.

Der Herrscher

Aussage der Herrschers für das Element Wasser → Fische, Skorpion, Krebs…

Menschen, die vom Element Wasser beherrscht werden, fragen sich an ihrem Lebensende resümierend…Was habe ich alles empfunden?

Das fließende Element Wasser ist schwer zu kontrollieren oder gar einzusperren, es ist das mächtigste Element der Erde. Der Herrscher bedeutet Ordnung, Stabilität, Realität, Patriarchat. Ist das Wasser naturgemäß stabil? Nein. Ist das Wasser einfach zu händeln? Nein. Das Wasser unterliegt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten, wo der Herrscher versucht ein Wasserzeichen zu maßregeln, wird es immer Probleme geben. Das Wasserzeichen reagiert darauf mit emotionaler Abstraktion. Man bedenke nur einmal die physische Wandelbarkeit des Wassers. Ein Eiswürfel z.B. im Sommer, macht sich nicht gerade gut. Das Wasserzeichen wird sich bei allen Arten von Starrheit versuchen zu entziehen, zu verdampfen, weg zufließen, in die Tiefen zu tauchen, oder gar zu Eis zu erstarren. Den Weg des Herrschers kann ich dem Wasserzeichen also nicht so ohne weiteres als lösungsorientierte Strategie verkaufen.

Aussage der Herrschers  für das Element Feuer → Löwe, Schütze, Widder

Menschen, die vom Element Feuer beherrscht werden, fragen sich an ihrem Lebensende resümierend…Was habe ich alles verändert?

Der Herrscher stellt für das Feuerzeichen immer eine Herausforderung dar. Mit Feuereifer wird der Feuermensch versuchen dem Herrscher als neue Ordnung seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Das bedeutet, der Feuermensch formt die neue Ordnung nach seinem Willen, zum Guten wie zum schlechtem, egal wer darunter leiden muss. Zwar ist der Herrscher ein Thema des Feuer Elements, trotzdem wird er, gerade deshalb, bekämpft werden. Wenn der Herrscher ein Thema bei einem Feuer Element wird, dann kann man davon ausgehen, dass es Oppositionskämpfe geben wird, erkennt das Feuerzeichen doch nur Stärkere als Meister an. Solange wie der Feuermensch Erfolg damit hat eine bestehend Ordnung zu biegen und zu verändern, sie sich Untertan zu machen, solange ist der Herrscher nichts anderes als ein Rivale. Der Weg des Herrschers wird hier als Herausforderung wahrgenommen, nicht als Ratschlag sich unter zu ordnen. Schließlich beinhaltet die Grundnatur des Feuermenschen die Welt nach seinen Vorstellungen zu Formen und zu Verändern, und dann in Perfektion und Vollendung wieder zu zerstören.

Aussage der Herrschers für das Element Luft →  Zwilling, Wassermann, Waage

Menschen, die vom Element Luft beherrscht werden, fragen sich an ihrem Lebensende resümierend…Was habe ich alles gedacht?

Der Herrscher für das Luftzeichen ist so gut wie nicht existent, es sei denn, ich verfüge als Karteleger über einen wahrlich beachtlichen Wortschatz, und über einen messerscharfen Intellekt, der es mir gestattet, dem Luftzeichen klar und deutlich rüber zubringen, dass man vom Herrscher in bestimmten Fällen nur profitieren kann. Das Luftzeichen akzeptiert eine starre Allianz nur, wenn es seinen Wünschen, seiner Vernunft und seinen Interessen entgegen kommt. Das Luftzeichen akzeptiert keinen erhobenen Zeigefinger, nur in Ausnahmefällen. Die Luft als Element wird dem Intellekt zugeordnet, und als solchem muss eine bestehende Ordnung recht flexibel sein. Ist sie das? Nein. Das Luftzeichen wird sich dem Herrscher nur unterordnen solange dies seinen Zweck erfüllt, findet das Luftzeichen andere Wege und Möglichkeiten, wird es sich entziehen, oft auf geistiger völlig abstrakter Ebene. Kann ich bei einem Luftzeichen also all die Qualitäten des Herrschers als annehmbar verkaufen? Nicht wirklich.

Aussage des  Herrschers für das Element Erde → Stier, Steinbock, Jungfrau

Menschen, die vom Element Erde beherrscht werden, fragen sich an ihrem Lebensende resümierend…Was habe ich alles getan?

Der Herrscher für das Element Erde macht durchaus Sinn. Die Erdzeichen streben in den allermeisten Fällen nach Regeln und Ordnungen, an denen sie sich orientieren können. Wenn der Herrscher mit erhobenem Zeigefinger eine neue Ordnung deklariert, oder zu einer Neuorientierung voller Disziplin und Engagement rät, dann ist das Erdzeichen dankbar für diese greifbare und neue Möglichkeit. Das Erdzeichen läuft immer einmal Gefahr an alten Ordnungen und Reglementierungen zu verknöchern, wenn nicht gar zu versteinern, denn auch das ist eine physikalische Erscheinungsform des Erdelements, Stein. Hier haben wir ein völlig anderes Extrem, hier muss ich als Kartenleger immer auch einen Hinweis geben, was die Entwicklungszeiten angeht. Ich kann dem Erdelement mit dem Herrscher also bedingt Gutes tun. Vertreter des Erdelements sind sehr tiefsinnig und geheimnisvoll, und in vielen Fällen eine wahre Wissensschatztruhe, gerade weil das Erdelement in der Lage ist, Erfahrungen bis zum bitteren Ende zu machen. Das Erdelement kann leiden wie kein zweites Element. Hier kann der Herrscher das heraustreten aus alten Verhaltensstrukturen, das auflockern wenn man so will, sehr gut unterstützen.

Man kann an diesen dürftigen Beispielen schon erkennen, dass Kartenlegen eine Wissenschaft ist. Und wenn man jetzt noch davon ausgeht, das dass Tarot aus 78 Karten besteht, dann bekommt man eine ungefähre Ahnung, was  richtiges Kartenlegen in Wirklichkeit bedeutet. Noch mal zum mitmeißeln, das sind alles Techniken, die man auf 78 Karten umlegen kann, eigentlich auch muss. Und dabei habe ich mich hier nur an die Elemente gehalten…ganz zu schweigen von der Farblehre, der Zahlenmystik, Analogien zu geschichtlichen Ereignissen und natürlich dem psychologischen Gespür. Wer ergänzend dazu mit Tarotwissen glänzen kann, dass selbst erarbeitet wurde!,  immer her damit.

Weißt du noch wer ich bin…?

Sonntag, September 5th, 2010

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich einen Anruf. Als die Anruferin sich outete, war ich baff. Ich bekam eine sage und schreibe 20 Jahre alte Rückmeldung von einer Traumdeutung. Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Traum, der mir damals von einer Kundin geschildert wurde, die noch aus meinen von “Angesicht zu Angesicht Wahrsagerzeiten” stammt.  Ich erinnere mich deshalb noch so gut daran, weil es meine allererste Traumdeutung war, und weil ich Traumdeutung eigentlich überhaupt nicht in meinem Repertoire hatte. Ich sagte ihr, dass ich Träume noch nie gedeutet habe, sie bat mich aber trotzdem einfach nur zuzuhören, und meiner Intuition freien Lauf zu lassen. Ich gebe den Traum in der Form wieder, wie ich ihn hörte, also in der ich Form, folgt mir in das Jahr 1990:

Ich träumte, ich saß in einem Zugabteil. Der Zug fuhr durch eine schöne grüne Landschaft. Er war voller lärmender Kinder, und ich war genervt. Auf einmal tat der Zug einen Ruck, und ich spürte wie der Zug anfing zu versinken. Ich hatte aber keine Panik, im Gegenteil, irgendwie frohlockte ich.  Alle anderen gerieten in Panik, der Schaffner kam zu mir und bat mich durch eine Art Dachluke raus zuklettern, und die Lage auszukundschaften. Was ich auch tat. Ich stand auf einmal auf dem Dach des Zuges, der langsam aber sicher immer tiefer im Morast, im Sumpf versank. Die Schreie wurden immer leiser, und bevor mein Füße das morastige Wasser berühren konnten, hob ich ab. Ich hatte mich in einen Adler verwandelt. Ich sah mich zwar nicht, aber ich wusste es irgendwie.

Ich flog einfach nur gerade aus, und dachte mir, mal schauen wo der Sumpf endet. Ich kam an einen See, das Wasser war grün, Nebelschwaden zogen darüber hinweg, es war die Stimmung eines diesigen Herbstmorgens. In dem See sah ich vergessene und halb zerrissene Fischernetze halbherzig gespannt, zum Teil an der Oberfläche, zum Teil unter Wasser. Eine unbeschreibliche Melancholie ging von dieser Szenerie aus, und auf einmal wurde mir klar, dass der See tot war. Ich flog zurück, um im Zug Bescheid zu sagen, dass es weiter vorn kein Weiterkommen geben würde. Aber ich sah gerade noch wie der Zug vollends, mit Mann und Maus versank. Ich hatte das Gefühl es wäre in Ordnung so, mich hat das nicht weiter berührt.

Ich flog hoch zum Himmel, ich durchbrach den Nebel, und fand mich an einem azurblauen Himmel wieder. Ich flog immer weiter, bis sich auf einmal unter mir eine Landschaft auftat, die vollkommen unberührt von Menschen war, instinktiv wusste ich tief in meinem inneren, dass noch nie ein Mensch diese vollkommene Landschaft betreten hatte, und je betreten würde, denn sonst würde ich sie nicht als vollkommen ansehen. Es war eine bergige Urwaldlandschaft, mit riesigen Mammutbäumen in den grünen Tälern. Unbeschreibliche Farben, dazwischen konnte ich verschiede Tiere ausmachen, darunter waren sogar Wapitis, Bären und Wölfe, alles viel urwüchsiger, größer und kraftvoller als in echt. Alles war unberührt, wild und wunderschön.

Ich sah Wasserfälle, die durch den sonnendurchfluteten Wassernebel Regenbogen produzierten, ich nahm das alles wie selbstverständlich wahr, ich wusste nur eins, ich war zuhause. Dann bin ich aufgewacht.

Faszinierend, da kann man schon neidisch werden, was für ein schöner Traum.

Ich fragte natürlich erst, was sie von dem Traum hielt. Sie sagt mir, dass sie immer schon in Kinderheimen gelebt hätte, und der Zug voller Kinder symbolisiere für sie die endgültige Beendigung dieser Lebensphase. Das sah ich genauso. Ich ergänzte nur noch, dass ich sie nicht für besonders gesellig halte, ich fand das heraus aufgrund ihrer Daten, und der Tarotkarten die ich unterstützend dazu legte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sie den Verlust des Zuges irgendwie befreit in Kauf genommen hatte, in der Tat sah sie niemals eines der Kinder aus den Heimen und Schulen ihrer Vergangenheit wieder. Jedenfalls sagte ich ihr, was ich weiter so wahrnehmen würde.  Der tote See und die zerrissenen Fischernetze, symbolisierten ein kompliziertes Seelen- und Gefühlsleben, und eine verminderte Liebesfähigkeit. Das sah ich als Mischung aus ihren traumatischen Kindheitserlebnissen, und dieser aufgezwungen Geselligkeit in den Kinderheimen und Schulen.

Ich sah in meinen Karten, dass sie womöglich nie eine erfüllte Beziehung haben würde. Ich weiß noch, das machte sie damals sehr wütend. Aber es hat sich bestätigt. Sie sagte mir, dass sie nach etwas gesucht hätte, was es in dieser Form so nicht für sie geben könne. Das ist ihr schmerzlich klar geworden, und diese Erkenntnis hat sie ungemein befreit. Weiterhin erfuhr ich, dass sie in der schönen Landschaft angekommen ist, diese schöne Landschaft trägt sie in ihrem inneren, sie hat sie  geschaffen aus dem Nebel heraus. Das diese Landschaft nie ein Mensch betreten würde, deutete ich damals als zukünftige Kinderlosigkeit, vielleicht sogar als seelische Schutzschild vor Kummer aller Art. Und ich behielt Recht. Sie hat sich im Alter von ungefähr 30 Jahren sterilisieren lasse, und diesen Schritt bis heute nicht bereut. Sie hatte viele halbherzige Beziehungen, eine ernsthafte seelische Verletzung hat sie aber nicht davon getragen, sie empfindet Männer als niedere Lebewesen, daraus macht sie bis heute keinen Hehl.

Die schöne Landschaft, die unbeschreiblichen Farben und die Urwüchsigkeit deutete ich als immensen inneren Reichtum, gepaart mit seelischer Schönheit, großen Kraftreserven, sowie einer bemerkenswerten Fantasie und Kreativität. Ich prophezeite ihr einen kreativen Beruf. Ich erfuhr, dass sie zwar Hotelfachfrau gelernt hatte, aber dass sie  heute als anerkannte Kunstmalerin arbeitet. Der Adler ist ein mutiges, kühnes und stolzes Tier, der König der Lüfte. Zum einen brauchte sie Mut sich von allen Konventionen zu lösen um ihren eigenen Weg allein gehen zu können, und zum anderen könnte man sie als Königin der Lüfte bezeichnen, ist sie in manchen Zeiten jeden dritten Tag in einem anderen Land unterwegs. Die anderen Tiere die sie sah, waren größer, schöner und kraftvoller als in echt, das waren ihre Worte. Ich sah sie damals als Symbole von Transformationen, auch das bewahrheitete sich.

Aus einem kleinen, verängstigten, zerzausten Etwas wurde ein kraftvolles und stolzes Wesen. Sie sagte mir, dass sie diesen Traum gemalt hätte, er hängt in ihrem Atelier in Orly (Frankreich), sie lud mich herzlich ein sie zu besuchen. Ich bin natürlich sehr neugierig auf dieses Bild, hält sie es doch vor der Öffentlichkeit geheim, bis jetzt hat es sich noch nicht ergeben, gibt es doch für Esoteriker nur einen einzigen Zeitpunkt für Unternehmungen, den Richtigen, und der war eben noch nicht da. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Bis heute halte ich es so, dass ich die Leute, die einen Traum von mir gedeutet haben wollen dazu auffordere mir zu offenbaren was sie selbt von dem Traum halten. Denn jeder verbindet im Wachleben etwas anderes mit seinen Traumbildern. Ich halte konventionelle Traumdeutung, an den Haaren herbeigezogen von vorgeschriebenen Traumlexika für falsch.

Wahrsagen, Hellsehen, Hellhören

Freitag, September 3rd, 2010

Für alle die sie noch nicht kennen, die Lady Gaga der Wahrsagerinnen → Tahuti. Reinklicken und genießen.

Was ist ein Hellseher in Wirklichkeit, was macht ihn aus?

Viel wird hineinorakelt in den Hellseher. Hat er übernatürliche Kräfte? Kann er tatsächlich in die Zukunft schauen? Sind seine Sinne höher entwickelt als die normal Sterblicher? Muss man sich das erwerben, oder hat man es von Geburt an?

Ja und nein lauten die Antworten zu all diesen Fragen. Was kann und tut ein Hellseher? Die Antwort lautet SEHEN, HÖREN und FÜHLEN! Ein Hellseher hat meist ein Leben hinter sich, was ihn dazu zwang sich andere,  und intensivere Sichtweisen anzueignen. Im Grunde genommen sieht, hört und fühlt ein Hellseher genau das, was andere Menschen auch sehen, hören und fühlen, aber er nimmt es anders wahr. Entweder waren ein, oder mehrere Schicksalsschläge, der Auslöser dafür, ein einsames und benachteiligtes Leben, oder eine Unfall, eine seelische Erschütterung, ein Trauma oder Koma, oder gar eine Nahtoderfahrung. Solcherlei Gründe katapultieren einen Menschen aus der Bahn, aufgrund einer außerordentlich hohen Wahrnehmungsfähigkeit, die daraus resultiert, ändert sich sein Schicksal grundlegend. Aber nichts entwickelt sich von allein, es gibt viele Menschen, die mit Angst und Ablehnung auf diese Gaben regieren, die sie regelrecht unterdrücken, sie nicht pflegen und kultivieren. Und es gibt Menschen, die den Mut haben dieses Schicksal anzunehmen, das Schicksal eines Hellsehers. Was sieht ein Hellseher, was  andere Menschen auch sehen, aber trotzdem nicht wahrnehmen?

Nehmen wir z.B. Menschen, die ein niedriges Selbstbewusstsein haben, es gibt etwas was diese Menschen miteinander verbindet, ihre Körperhaltung, die fast schon devot anmutet. Oder Menschen, die durch allerlei Problematiken nieder gedrückt werden, man sieht auch das sofort an Körperhaltung, Mimik und Gestik. Alle können es sehen, aber nicht bei allen rufen diese visuellen Reize Interesse, geschweige denn eine Reaktion hervor. Anders beim Helleseher, an den sich solche Menschen ja in solcherlei Fällen wenden. Ein Hellseher schaut auf eine ganz spezielle Art und Weise. Auch immer wieder zu lesen ist die Fähigkeit Hellhören, all die visuellen Reize lassen sich auch auf akustischer Ebene wahrnehmen. Warum wenden sich Menschen an einen Hellsehern, Wahrsager oder Kartenleger? Ganz bestimmt ruft niemand auf einer kostenpflichtigen Esoterikhotline an, weil in ihrem Leben so schön die Sonne scheint? Dieser logische Fakt allein minimiert das Happy End Volumen schon ganz beträchtlich. Zum Hellsehen gesellt sich die Gabe Hellhören von ganz allein, denn sonst könnte man nicht auf einer Line arbeiten, obwohl…wie schon oft erwähnt, strotzen gerade die großen und unüberschaubaren Portale nur so vor esoterischen Mogelpackungen. Aber wo eine Nachfrage, da ein Angebot ← kleiner Denkanstoss.

Zurück zum Thema Hellhören, ich z.B. brauche dazu nur einen einzigen Satz zu hören, und ich weiß ganz genau in welche Richtung die Beratung laufen wird. Ich höre an der Stimmlage genau das heraus, was mich als Wahrsagerin auf den Weg schickt. Wenn das Gespräch in schleppender Sprachmelodie beginnt, mit einem leicht genervten und gereizten Unterton, dann weiß ich, dass der Anrufer über dieses Thema mit unzähligen Beratern vor mir gesprochen hat. Spricht der Anrufer leise, dann liegt das entweder an einer schlechten Verbindung, oder daran, dass der Anrufer aufgrund eines mangelnden Selbstbewusstseins sowieso nicht daran glaubt, dass ich ihm etwas erzählen könnte was ihm etwas bringen wird, oder die Scham spielte eine große Rolle dabei. Spricht der Anrufer laut und exaltiert, mit einem leicht nervösen Flattern in der Stimme, dann ist die Thematik in den allermeisten Fällen frisiert, der Anrufer ist nicht ehrlich, ein Selbstdarsteller. Den Klangfarben sind da keine Grenzen gesetzt. Kommen wir zum Teilbereich  Hellfühlen/ Hellwissen, über diese Gabe gelingt es dem Hellseher Kontakt zur energetisch- seelischen Präsenz seines Gegenübers aufzunehmen.

Da haben wir sie, die magische 3. Visueller Reiz, akustischer Reiz, seelischer Reiz. Diese 3 Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden. Und man mag sich denken, dass ein Hellseher naturgemäß einer akuten und mannigfaltigen Reizüberflutung seitens des Umfeldes ausgesetzt ist, sofern er nicht ein Eremiten Dasein führt. Deshalb fällt es mir persönlich schwer zu glauben, dass es Hellseher geben soll, die das Bad in der Menge lieben. Da kann sich aber jeder seine eigenen Gedanken darüber machen. Insofern ist es ganz leicht einen echten Hellseher zu finden, man braucht ihn bloß zu fragen, ob der das Alleinsein der Geselligkeit vorzieht, so einfach ist das.

Von Geburt an haben Menschen so Manches, aber was man nicht entwickelt verkümmert, da bildet die Gabe Hellsehen keine Ausnahme.

Merry Meet und Mabon Blessings

Mittwoch, September 1st, 2010

Nun, meine lieben Heidinnen und Heiden, ist es bald wieder so weit. Am 23.09.2010 ist das Fest der Tag und Nachtgleiche, Mabon, das heidnische Erntedankfest. Die Felder liegen abgeerntet und kahl in den nebligen Morgenstunden, und erwarten den Herbst. Ein Jahreszyklus vollendet sich, seit Urzeiten werden auf der ganzen Welt Erntedankfeste gefeiert.

Das bekannteste ist Thanksgiving. Aber auch hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Weihnachtsfest. Das Bewusstsein zu solchen Festivitäten ist komplett von unserer kommerziellen Gesellschaft vergewaltigt worden. Weihnachten wie Ostern geht es fast ausschließlich um Geschenke, das Haben wollen. Fast keines der Kinder oder Jugendlichen kennt die Ursprünge solcher Festivitäten. Traurig. :-(

Diesbezügliche Umfragen lassen einen frösteln, zumal auch immer mehr Erwachsene diesen bedauerlichen Trend verfolgen.  Deshalb ist es wichtig solcherlei Dinge weiter zu geben, liebe Eltern und Großeltern, dazu muss man nicht einmal eine Hexe sein. Unsere Gesellschaft verkommt immer mehr zu Döner und Chips vertilgenden Schwachmaten am PC oder Fernseher. Dabei gibt es doch eine Fülle von Möglichkeiten solche Events zu begehen.

Das Bewusstsein ist das Wichtigste dabei. Mabon z.B. sagt uns, dass ein Jahr der Fülle im Begriff ist vorbei zugehen, die Ernte ist eingebracht, was sollten wir also tun? Auch ernten, aber in unserem inneren. Man sollte sich bewusst machen, was hat dieses Jahr an Erkenntnissen gebracht, was haben wir gelernt, was umgesetzt?

Wir sollte einfach einmal aus tiefster Seele Danke sagen, für all die kleinen Wunder die uns umgeben, für all die Dinge die wir so selbstverständlich bekommen. Schaffen wir ruhig parallelen zur Natur, trennen wir das Gute vom Schlechten. Die Natur legt sich nieder zum Sterben, um im Frühjahr wieder neu aufzuerstehen. Sie trennt sich von allem Überflüssigen, das sollten wir auch tun. Ins Reine kommen, für die lange dunkle Jahreszeit die sich mit immer größeren Schritten nähert.

Ausmisten was zu Ballast geworden ist, das kann der Kleiderschrank sein, der Freundeskreis oder etwas Geschäftliches. In sich hinein horchen, um sich neu einbringen zu können, seiner eigenen inneren Stimme lauschen. Zurück zum eigenen Ich, das ist, glaube ich die wichtigste Botschaft dieser Jahreskreisfeste. Mabon Blessings bis zum nächsten Jahreskreisfest Helloween, bis dahin wünsche ich allseits ein gutes Gelingen.

Dieser Tag heute hat etwas von einer ersten Ahnung raschelnden Laubes unter den Füßen bei einem Waldspaziergang.