Die Strafe folgt auf dem Fuße….
Mittwoch, September 29th, 2010
Wer kennt sie nicht, die kleinen Sprüche mit denen man kleinere oder größere Boshaftigkeiten seiner Mitmenschen quittiert. In der Art wie: “Kleine Sünden bestraft Gott sofort, größere Sünden später.“ Oder:“ Jeder bekommt seine Strafe:“ Was aber steckt dahinter? Die einfache Antwort darauf lautet → Suggestion und Psychodynamik. Die Esoteriker haben daraufhin einen ultimativen Spruch:“ Jeder Wunsch strebt nach universellen Gesichtspunkten danach in Erfüllung zu gehen:“ Ist das so? Und warum ist das so?
Psychologen interpretieren diese Thematik ganz anders, sie gehen von einer Art Selbstbestrafung per Psychodynamik aus, was ohne jeden Zweifel ein Teil des Ganzen ist. Aber zurück zur Metaphysik, wenn man jemandem etwas Schlechtes wünscht, und sich dabei absolut sicher ist dass es etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, verschafft man sich damit eine starke Motivation.
D.h. man wünscht sich er möge für das was er getan hat bestraft werden, weil das im Auge des Betrachters etwas Schlechtes war, dann äußert man damit einen Wunsch. Ein Wunsch ist das Fokussieren auf eine bestimmte Sache, man fokussiert indem man zielgerichtet Energie frei setzt. Stellt Euch vor das tun viele Menschen unisono, dann ist das eine gewaltige Freisetzung von Energie.
Läuft dieser Energiestrom nun aber konträr zum Energiefluss des augenscheinlichen Missetäters, dann wird es zu einer Manifestation, zu einer Strafe wenn man so will, kommen. Und so funktioniert Focussing am einfachen Beispiel erklärt. Es hat in dem Sinne nichts mit der Gerechtigkeit von einem Gott zu tun, oder mit sonst einem höheren Diktat, sondern mit einer vollkommen menschlichen Willensdemonstration (Gruppendynamik), oder aber mit Selbstbestrafung per Psychodynamik, oder beides zusammen.
Nun könnte man ja den Faden weiter spinnen, was wenn man mit seinem Wunsch, der ja die Gerechtigkeit herbeiführen soll, widerum etwas Böses tut? (Ganz zu schweigen von der Frage, was jeder unter Gerechtigkeit versteht). Dann wird man ja gewissermaßen wieder Retour bestraft usw., Sinnforschung wird in dem Moment zu weit getrieben wenn man aufhört instinktiv zu reagieren, wenn man jeden seiner Schritte im Vorfeld scannt, eben wegen der Befürchtung schlechte oder bestrafende Energien auf sich zu ziehen.
Dabei vergisst man zu leben, man wird eine leichte Beute für allerhand Phobien. Mit dem Wissen um diese Dinge sollte man es gut sein lassen, und sich darauf verlassen, dass man zu gegebener Zeit gewarnt wird, sollte doch etwas aus dem Ruder laufen. Mein Tipp an allzu selbstgerechte Mitmenschen lautet:” Kümmert Euch in erster Linie um Euch selbst, und überlasst die Bestrafungen anderer den zuständigen Ordonanzen. Die Gerechtigkeit, bzw. die gerechte Strafe, ist auch sehr oft Thema in meiner Telefonberatung:
Der Kerl hat sich mir gegenüber, vor und während der Scheidung, wie der letzte Scheißtyp verhalten, schau mal in Deine Karten, und sag mir, wie seine Strafe dafür aussehen wird…
Kann man eigentlich etwas machen, um jemanden seiner gerechten Strafe zuzuführen?
Na ja, die wird schon ihre gerechte Strafe für Ihr Fremdgehen bekommen, kann man auch sehen wann?
Hoffentlich fällt denen ihre Strafe von oben nicht so zaghaft aus, schau mal in die Karten, welcherart Strafe wird das sein?
Wenn es eine gerechte Strafe gibt, dann steht sie meinem Chef zu, diesem Schwein!
Wenn den keine gerechte Strafe ereilen wird, da werd ich aber so was von nachhelfen!
Usw.
Flüche um Himmels willen nein! Gerechte Strafe ja! In solchen Gesprächsmomenten wird mir immer regelrecht übel, und ich muss mich da immer zusammen reißen dieser Pöbel Manier mit Gleichmut zu begegnen. Das war meine kleine Exkursion in die Welt der allzu Selbstgerechten, wehe wenn sie losgelassen.
Dieser Tag heute hat für mich etwas von der Erhabenheit eines alten Baumes, an dessen kahlen Ästen glasklare Wassertropfen auf das Erstarren warten, welches der erste Nachtfrost mit sich bringen wird.
Nun, meine lieben Heidinnen und Heiden, ist es bald wieder so weit. Am 23.09.2010 ist das Fest der Tag und Nachtgleiche, Mabon, das heidnische Erntedankfest. Die Felder liegen abgeerntet und kahl in den nebligen Morgenstunden, und erwarten den Herbst. Ein Jahreszyklus vollendet sich, seit Urzeiten werden auf der ganzen Welt Erntedankfeste gefeiert.
