Ansichten über Religion und Esoterik
Donnerstag, Mai 19th, 2011
Was dabei die naheliegendsten Vermutungen sind, ist die Gewissheit, dass all diese Mächte uns in der Tat antworten, dass sie existieren. Aber es gibt auch Skeptiker, die sich aus allen möglichen Blickwinkeln damit befassen, Skeptiker wie mich z.B. Im Grunde genommen machen mich alle Dinge skeptisch auf die es eine allzu klare Antwort zu geben scheint. Das Leben ist nicht klar und nie und nimmer als einfach und simpel zu bezeichnen, also wieso sollten solche Themen es dann sein? Ich persönlich glaube nicht an übergeordnete Mächte, das sagt mir nicht nur mein akribischer Verstand, sondern das fühle ich auch seelisch. Als Kartenlegerin bzw. Lebensberaterin würde ich einen schlechten Job machen, wenn ich mich nicht mit Philosophie befassen würde.
Ich glaube an Dinge, die wesentlich größer und älter als die Menschheit sind, sie aber nicht im Sinne von willentlich beeinflussen. Jeder Mensch glaubt an etwas und wenn es den Menschen besser macht, dann ist das eine gute Sache. Aber macht der Glaube Menschen wirklich besser? Ist es nicht ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass allein der Glaube an eine Hölle viele Menschen davon abhält weit Schlimmeres zu tun als so schon? Ich befasse mich nicht nur mit Philosophie, sondern auch mit Theosophie. Nun fragen mich nicht wenige Menschen in meinen Beratungen, ob es denn wirklich einen Himmel oder eine Hölle gibt, meine Antwort darauf ist immer die Gleiche: “Was glaubst und fühlst du?“ Ich erläutere erst dann anhand meiner Erfahrungen und Sichtweisen wie ich das sehe. Woher kommen der Kraftstrom und das Urvertrauen, welches sich beides nach einem Gebet einstellt?
Ich denke, wenn so viele Menschen in eine Richtung fokussieren (beten), dass da auch etwas zurückkommt, denn der Energiestrom ist keine Einbahnstrasse. Betrachten wir uns doch einmal die Bauart der Kirchen und Dome, es sind alles Gebäude mit einem riesigen Fassungsvermögen nach oben. Es sind weit nach oben hin geschlossen Gebäude. Hmm, wofür? Was ist, wenn sich die Gebete, bzw. die Energien der Menschen auf die Art stauen? Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, warum Menschen in Kirchen so viele Empfindungen durchlaufen, vielleicht liegt es an der gewaltigen Energiepräsenz vieler tausender bittender und flehender Menschen, die ein Gefühl des überirdischen entstehen lassen? Vielleicht halten Kirchen die guten Energien vom großen Energiekreislauf fern, deshalb existiert vielleicht das Jesus Evangelium, welches aber nicht von Jesus stammt, sondern von einem Menschen, der diese Dinge schon vor langer Zeit bemerkt hat…?
Dies sind alles nur Anamnesen, aber trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Gehen wir zum Bereich Naturreligion, was ist der Unterschied? Was tut eine Hexe z.B. heute und warum hatte man in früherer Zeit soviel Angst vor ihr, hatte sie am Ende mehr Macht als die ganze Christenheit zusammen? Denn eine essentielle Wahrheit zu fühlen bedeutet Macht zu haben. Auch heute noch werden Hexen gefürchtet, aber nicht jeder Mensch, der Anhänger eine Naturreligion ist, ist eine Hexe oder ein Hexer, oder doch? Steht nicht in der Bibel du sollst Zauberer (Hexen inbegriffen) nicht am Leben lassen, ist das nicht reichlich übertrieben? Steckt da mehr Angst dahinter als angenommen?
Ja, aus meiner Sicht, die Angst vor der Wahrheit, denn Dogmatiker fürchten die Wahrheit mehr als alles andere. Nun mag sich ja jeder selbst seine Gedanken darüber machen, wenn eine Wahrsagerin eine Hellseherin, oder Kartenlegerin mit Christusenergie arbeitet. Oder über praktizierende Engel Medien, die angebliche Engelbotschaften weitergeben, die ja eigentlich direkt von Gott stammen müssten. Für mich als gebildeter Mensch reichen Behauptungen nun einmal nicht, ich stelle das in Frage, was Milliarden Menschen auf der Welt, ohne nachzudenken nachplappern und weitergeben. Ich beziehe Kraft aus der Natur, aber ohne Elfen und Waldgottheiten. Ich sehe diese Wesen als Ausdruck eines großen und wunderbaren Systems was im sterben liegt.
Ich versuche nicht nur Kraft zu ziehen, ich versuche auch Kraft zu geben. Meine Religionen heißen Umweltbewusstsein und Wissen. Aus diesem Grund gibt mir die Natur auch etwas zurück, wenn ich z.B. meditiere, weil ich eben nicht wegschaue, wie ihre Geschöpfe leiden, ich helfe wo ich es sehe. Weil ich kein Auto habe, ich fahre meiner Gottheit, die Natur heißt, zuliebe mit dem Fahrrad, weil ich versuche Ressourcen zu schützen, indem ich das Wasser eben abdrehe während ich mir die Zähne putze oder die Hände wasche, uvm. So gesehenen bin ich eine bekennende Hexe und stolz darauf. Für mich ist das eine Religion die Sinn macht, die der Welt, unserer Welt zugute kommt. Nun macht man sich ja nicht unbedingt Freunde mit solchen Aussagen, aber wenigstens sind sie ehrlich.
Da erinnere ich mich an ein anregendes Gespräch vor nicht allzu langer Zeit, es ging erst um einige Fragen bezüglich der Partnerschaft des Mannes. Später dann kamen wir ins plaudern über alles Mögliche, u.a. auch über theologische Themen. Ich weiß nicht so recht was den Stimmungsumschwung bei diesem Mann so urplötzlich bewirkt hatte, denn er sagte auf einmal, dass er ein sehr religiöser Mensch sei und er jederzeit auch Antworten und Trost von der Kirche bekäme und das kostenlos. Hmm, die Kirche und kostenlos, da war ich dann doch ein wenig geplättet. Vielleicht hat er sich in dem Moment darauf besonnen, dass aus diesem Anruf Kosten entstehen, vielleicht war er auch nur wütend, weil meine Gesamtaussage über seine verlorene Partnerschaft ihm gegen den Strich ging, und ich ihn mehrmals wissen ließ, dass ich an seinen Angaben zweifle, weil seine ehemalige Partnerin ganz andere Ansichten hätte als er über den Trennungsgrund. Jedenfalls entlud sich der Zorn dieses Mannes eindeutig gegen meinen Berufstand.
Nun ja, ich bin ja selbst Schuld, was bin ich aber auch für ein heidnisches und aufmüpfiges Weib. Warum mache ich mir eigentlich die Mühe überhaupt zu schreiben, das ist wie der berühmte Kampf gegen Windmühlen, vielleicht weil alle Kämpfe so beginnen, weil ich hoffe, dass irgendjemand aufgrund meiner Zeilen seine allzu bequeme Weltanschauung einmal in Frage stellen möge, vielleicht weil ich über die bezahlte Lebensberatung hinaus etwas geben möchte, kostenlos wohlgemerkt, vielleicht weil ich gegen meine hoffnungslose Desillusionierung, was die Menschheit begrifft, etwas tun will, wer weiß? Da ja bekanntlich nichts umsonst geschieht, wird das von mir Geschriebene vielleicht doch irgendwann, irgendeinen Zweck erfüllen. Meine Botschaft lautet: “Denn auch Dinge, die tausende von Jahren alt sind, müssen nicht unbedingt richtig sein.“

