Der innere Weg
Donnerstag, August 11th, 2011
Jeder Adept kennt ihn- den inneren Weg, überall spielt er eine große Rolle, aber kennen tun ihn die wenigsten. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand zur Kartenberatung angerufen hätte, dessen Thema nicht der innere Weg gewesen wäre. Nehmen wir doch nur einmal die Gesundheit. Was wollen uns Krankheiten sagen? Was will uns unser Körper damit sagen? Er will sagen; Hallo, ich bin auch noch da, befasse dich bitte mit mir, nimm mich wahr, geh den inneren Weg, aktiviere deine körpereigenen Heilkräfte! Aber nein, was macht man im “Normalfall?“ Zum Doc rennen, anstatt erst einmal in sich hinein zu horchen. Ich hatte da mal einen Fall mit einer Hotline Kundin, der hat mir absolut deutlich gemacht, wie weit sich Menschen von sich selbst entfernen und das oft mit fatalen Folgen. Es ging um eine Verspannung im Schulter-, Nackenbereich. Die Ärzte haben ihr Massagen über Massagen verordnet, dazu noch eine Kur und immer nur handeln, handeln, handeln. Aber mit der Zeit wurde es immer schlimmer, sie konnte nicht mehr arbeiten, hatte eine Migräne Attacke nach der anderen und sie magerte besorgniserregend ab. Bis sie bei mir gelandet war. Wir sprachen über diese Problematik, sie war sehr verzweifelt und ich hatte im Wahrsageartenspiegel immer wieder das gleiche Bild, dass es nichts, aber auch absolut gar nichts gibt, was dieser Kundin von außen helfen könnte.
Das machten ganz besonders vier Tarotkarten deutlich; Die 4 der Münzen; Die Hohepriesterin; Die Liebenden und Die Mäßigkeit. Diese 4 Karten in der Kombination stehen u.a. für den inneren Weg. Die 4 der Münzen als Indikator bedeutet u.a.–> sich abschotten, was ja an sich eigentlich nicht zu empfehlen ist, aber die 3 anderen Karten sprechen über diesen Weg von Heilung. Die Liebenden konnte ich zuerst nicht ganz einordnen, aber nach einigem hin und her wusste ich, wie diese 4 Karten in der Kombination zu verstehen waren. Die Liebenden sprachen in diesem Fall von Selbstliebe, ich hakte nach und bekam auch prompt die Bestätigung. Immer schon war die Kundin auf sich allein gestellt, sie musste sozusagen alles von Kindheit an auf ihren Schultern tragen. Ihre Eltern hatten keinen Bezug zu den Kindern, so war sie als Älteste immer gefragt das marode Familienschiff zu steuern, um Klippen die da hießen Jugendamt, Schule, Haushalt und der ganze Alltag im Allgemeinen. Was bekam sie dafür? Niemals auch nur den Hauch eines Dankeschöns. Und so setzte sich ihr Leben fort, sie war es von Anfang an gewöhnt die Last anderer mit zutragen, sie bekam es sozusagen in die Wiege gelegt. Dementsprechend sahen auch ihre Beziehungen aus, immer schon auf Zugpferd getrimmt, kam sie nie auf die Idee, dass man sie um ihretwillen lieben könnte, sie musste immer etwas tun um Liebe als Belohnung einfordern zu können.
Und so hatte sie auch nie gelernt sich selbst zu lieben, sich zu respektieren, sich so zu nehmen wie sie ist. Alles hing immer von einem äußeren Spiegel ab, in dem sie ihrer Meinung nach steht’s schlecht abschnitt. Das hatte natürlich auch einen Effekt auf ihr Äußeres, sie sprach davon wie hübsch sie einmal gewesen ist, dass sie jetzt tiefe Furchen im Gesicht hätte und eine sehr unvorteilhafte Figur. All das drückt in ihrem Fall die Tarot Karte Die Liebenden aus, sie sollte endlich anfangen sich zu lieben wie sie ist und aus Selbstliebe ihre Grenzen finden und anerkennen. Tja, das war für mich sehr schwierig hier einen Weg zu finden, um sie überhaupt erst einmal für den inneren Weg zu sensibilisieren. Nun ja, ich gab der Kundin natürlich mehrere Ratschläge und empfahl ihr einige Methoden der Kontemplation. Zumal ja ein Thema der Karte Die Mäßigkeit ist, dass es manchmal besser ist gar nichts zu tun, im Sinne von blindem Aktionismus. Ich hörte daraufhin von dieser Kundin ca. 2 Jahre nichts mehr. Vor 2 Wochen nun dieser Anruf von ihr, der mich sehr glücklich gemacht hat. Ich hatte mich, was den sprichwörtlichen Biss anbelangt, in dieser Kundin getäuscht, denn obwohl sie scheinbar unberührt von meinen Ratschlägen geblieben war, hat sie sich ein Tarotkarten Deck gekauft und angefangen sich selbst besser kennen zu lernen. Mit großem Erfolg. Sie sagte mir, dass sie eigentlich Wut auf mich hatte, was sie ebenfalls geschickt verbarg in unserem Gespräch, weil ich in ihrem Inneren gelesen hatte, was ihr garnicht gefallen hat.
Diese Wut schließlich war der Auslöser für den Einstieg in das Kartenlegen. Sie fand über diesen Weg nicht nur heraus dass ich Recht hatte, sie fand sogar den inneren Weg und wendete dieses Wissen an. Sie berichtete mir, dass sie lange Zeit nichts anderes tat, als sich auf den Rücken zu legen und nach innen zu lauschen. Irgendwann tat ihr Körper das was sie wollte, er entspannte sich. Dann kamen die Bilder, die aus den Tiefen ihrer Seele an die Oberfläche gespült wurden. Sie erschrak über diese fremdartigen Empfindungen und hatte auch Angst vor den manchmal schrecklichen Bildern und verzerrten Fratzen, die vor ihrem inneren Auge vorüber zogen. Sie weinte viel in dieser Zeit, die Tränen quollen einfach aus ihrem Inneren heraus, sie konnte nichts dagegen tun. Die schlimmen Rückenschmerzen allerdings blieben unverändert, aber die Migräneattacken kamen seltener. Nachdem diese Phase abgeschlossen war, welche ungefähr ein halbes Jahr dauerte, kam das goldene Licht. Zeitgleich dazu sah sie in den Karten immer wieder die Königin der Kelche, gekreuzt von der Hohen Priesterin. Das bedeutet eine spirituelle Frau mit großen Heilkräften. Das goldene Licht bildete sich in ihrem Inneren, es stieg langsam hoch in ihrem Körper und überflutete sie in einer Weise, welche man nicht anders als wohltuend beschreiben kann. Nun ja, die Königin der Kelche war eine Heilerin, zu der sie über eine Bekannte fand. Die Bekannte lernte sie in einem ihrer Tarot Kurse kennen. Die Heileren arbeitet mit Engel Energien, sie tat nichts anderes als die betroffenen Stellen auf ihrem Rücken und im Nacken anzusprechen mit Respekt und Liebe, der Liebe Gottes und er Kraft der Engel.
Die Kundin berichtete mir, dass sie zuerst glaubte an eine Spinnerin geraten zu sein, weil sie sie nur ganz leicht berührt hat, sie strich murmelnd über ihren Rücken, klopfte leicht mit den Fingerspitzen mal hier mal da. Aber steht’s wurden diese Stellen angenehm warm. Erst nach der dritten Sitzung bemerkte die Kundin, wie sich ihr Rücken anfing zu entspannen, und die Schmerzen sich auflösten. Rücken und Nacken wollten nicht hart angefasst werden, diese Körperpartien wollten wahrgenommen, geliebt, respektiert und angenommen werden. Auch der Schmerz in dem Falle als Signal wollte wahrgenommen und angenommen werden. Das hat die Kundin begriffen und jetzt kommen die Schmerzen nur noch selten, immer wenn sie in ihr altes Rollenmuster zurückfällt und glaubt die ganze Last der ganzen Welt auf ihrem Rücken tragen zu müssen. Es ist ein schönes Gefühl der Auslöser zu diesem Happy End gewesen zu sein.
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