Archive for the ‘Allerlei’ Category

Von echten Hexen und Gerüchten

Freitag, September 24th, 2010

Allein schon das Wort “Hexe“ entfesselt jene morbide Faszination, die einen angenehmen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Was unterscheidet die Hexen von einst von den Hexen von heute? Die Antwort lautet:“ Nichts“.  Die Hexen von früher waren sich ihrer Zugehörigkeit auf keinen Fall bewusst, bis man es ihnen auf brutalste Art und Weise sagte. Und wer sagte es? Menschen denen geholfen wurde durch diverses Hexenwissen.

Der Grat zwischen einer Kräuterfrau -, einer Hebamme -,  einer Heilerin und einer Hexe war extrem schmal. Von den geschätzten 40.000 – 60.000 Todesopfern der Inquisition in Europa, ausgehend vom 13. Jahrhundert bis heute, waren die wenigsten wirkliche Hexen, Hexer, Ketzer, Teufelsanbeter, Teufelsbuhlen oder Zauberer. Auf beängstigende Weise war man damals wie heute angewiesen auf einen guten Leumund, nur mit ungleich härteren Konsequenzen.

Es reichte schon, wenn man aufhörte seine Nachbarschaft zu grüßen, wenn man sich zurückzog aus irgendwelchen Gründen, dann genügte eine Andeutung bei der Obrigkeit, und schon war man mittendrin im Hexenprozess. Was für Foltermethoden dann zum Einsatz kamen, kann man sich nicht wirklich vorstellen. Ein Arzt hat sich einmal, aus wissenschaftlichem Interesse, die Mühe gemacht zu dokumentieren was in einem menschlichen Körper vorgeht, der z.B. auf der Streckbank liegt, der den eisernen Stiefel angezogen bekommt, oder der mit glühenden Zangen gefoltert wird, es ist unglaublich was Menschen imstande sind Menschen anzutun.

Diesem Bericht zu lauschen hat mir schon gereicht als Empathin, deshalb möge man es mir verzeihen, dass ich auf Näheres über Foltermethoden und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper, selbst nicht eingehen kann. Über Foltermethoden der Inquisition  kann man sich hier detailliert informieren » Die Inquisition kommt! «
Aufgrund der zeitlichen Entwicklungen des Hexenwahns kann man heute mit Fug und Recht behaupten, dass nicht Hexen das wirkliche Übel in dieser Welt sind. Wie viele Menschen und Gruppierungen standen in großer Zahl am Pranger?

Es waren die Christen die vom römischen Imperium in den Arenen verheizt wurden, es waren die Hexen im Mittelalter die als Machtdemonstration der Kirche bestialisch ermordet wurden, und es waren die Juden im 2. Weltkrieg… Und wofür? Es waren lediglich Gerüchte, die für dieses unendliche Leid verantwortlich waren. Hat die Menschheit daraus gelernt? Nicht wirklich. Moderne Hexenverfolgungen sind insbesondere in Afrika, Südostasien und Südamerika heute noch Gang und Gebe!

Was tun Hexen heute? Genau wie damals gibt es wenige, die man als echte Hexen bezeichnen kann. Es erfordert Mut diesen Weg zu gehen. Mut zum Individualismus in der Schubladenanordnung der jeweiligen Gesellschaft. Siehe Hexe » Petruja «. Eine echte Hexe hat die Tiefen der menschlichen Natur ausgelotet, und zieht sich Folge dessen zurück. Eine echte Hexe besitzt ein tiefes Wissen und Verständnis für die Zusammenhänge auf dieser Welt, und diese Erkenntnisse strafen alle Hoffnungen Lügen.

Eine echte Hexe geht auf keinen Traumpfaden, und deshalb wird sie auch gefürchtet, besonders von den “Herren“ dieser Welt. Heute gibt es andere Methoden eine Hexe mundtot zu machen, sie als gaga zu verschreien, gibt es doch genügend Pseudohexen die eifrig am Ruf einer echten Hexe sägen. Damit muss man als echte Hexe leben, also Vorsicht vor Pseudohexen, die sich in reger Öffentlichkeitsarbeit ergehen, und die sich auch noch als solche namentlich outen. Aber wem tritt denn eine echte Hexe heutzutage auf den Schlips? Allen Lügnern. So einfach ist das. Wer also eine echte und wahrhaftige Hexe um Rat fragen will, der hat es nicht leicht in die Zurückgezogenheit der letzten großen Weisen dieser Welt vorzudringen.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von Sonnenflecken, die durch das Laub einer uralten Eiche, deren Zweige ganz leicht im Wind hin und her schwingen, auf dem Waldboden tanzen.

DER TOD in der Kartenlegerei

Sonntag, September 19th, 2010

Für viele Kartenleger ist der Tod ein Tabu Thema. Weshalb gibt es dann wohl die Tarot Karte DER TOD? Ich sehe das anders, der Tod gehört zum Leben dazu, und wenn es eine berechtigte Frage nach dem Tod gibt, dann beantworte ich sie auch. Berechtigung hat eine Frage nach dem Tod etwa in der Art und Weise, z.B. wenn mich eine Tränen erstickte Stimme am Telefon fragt:“ Muss meine Mutter noch lange so leiden?“ Oder:“ Wenn ich irgendwann sterbe, ist es dann ein leichter Tod, oder sieche ich dahin?“ Letzten Endes entscheide immer ich ob und wie eine Frage nach dem physischen Tod beantwortet wird. Es gibt natürlich auch ganz andere Todes- Frager, bei denen mir die Luft weg bleibt, erlebt im Juni 2010:

Ich* Hallo was kann ich für Dich tun?
Anruferin* Ja ich wollte mal fragen, ob dass dieses Jahr mit unserem Urlaub endlich mal klappt?
Ich* Ja also ich sehe hier Unregelmäßigkeiten in der Planung, leider sehe ich keinen Urlaub.
Anruferin* Ok, frage ich halt anders, wann stirbt meine Mutter?
Ich* Um dir diese Frage zu beantworten, muss ich den Grund deiner Frage wissen.
Anruferin* Ja sag’s du mir halt, du bist doch die Hellseherin…
Ich* Ich sehe den Grund schon, aber das kann ich einfach nicht glauben.
Anruferin* Doch, glaub es ruhig, die Alte macht uns seit 15 Jahren das Leben zur Hölle, die hat so ziemlich alles versaut mit ihrer Absicherung, hat keine Pflegestufe und mit der Krankenversicherung überhaupt. Sie hat uns einen Haufen Geld versprochen, und jetzt geht alles für ihre Medikamente drauf, sie hat einen Treuhänder, der das Geld nur Tröpfchenweise raus rückt, das hat mein Bruder so eingerichtet, aber der ist bei einem Unfall ums Leben gekommen im Ski Urlaub.  Ich pflege sie seit 15 Jahren, und bekomme nichts dafür, seit 10 Jahren freuen wir uns auf den Urlaub auf den Malediven! Wenn das weiter so geht, dann wird nicht mehr viel Geld übrig sein für den Urlaub, unser ganzes Geld geht doch für das Haus und die Autos drauf.
Ich* Ja dann kümmert Euch doch um einen angemessenen Pflegeplatz.
Anruferin* Und wer soll das bezahlen? Dann ist wie gesagt das ganze Erbe weg. Außerdem wird das Geld nur komplett ausgezahlt im Falle ihres Todes.
Ich* Was sagt denn dein Mann dazu?
Anruferin* Ja gar nichts, der kümmert sich doch nicht, der sagt immer:“ Mach nur, ist ja deine Mutter!“ Er will damit nicht behelligt werden.
Ich* Ja ich kann dir nicht sagen wann deine Mutter sterben wird, aber es ist besser du versuchst die ganze Sache anders anzupacken. Mit dem Ableben deiner Mutter zu rechnen, dass du deinen Urlaub machen kannst ist der falsche Weg.
Anruferin* Und was empfiehlst du mir?
Ich* 1., dich intensiv mit deiner Motivation auseinander zu setzen, 2. für deine Mutter eine würdevolle Unterkunft zu suchen, 3. anfangen auf einen Urlaub zu sparen aus eigener Kraft und eigener Tasche, wenn möglich dafür einen Kredit aufzunehmen.
Anruferin* Was sollen denn das für Ratschläge sein? Weißt du überhaupt was ich durchmache mit ihr? Jedes Mal wenn ich sie windeln muss, dann verspricht sie mir, dass ich belohnt werde.
Ich* Dann kann ich mir vorstellen wie sich die alte Dame fühlt, bei der Behandlung die sie von dir erfahren muss. Ich sehe das in meinen Karten.
Anruferin* Eiskalt fragt sie mich…Kann man eigentlich sehen, ob wir Erfolg hätten mit einer Entmündigung?
Ich* Tut mir leid, ich bin Lebensberaterin für mehr Lebensqualität, aber nicht Beraterin für mehr Leid. Ruf mich bitte nicht mehr an.

Die Antwort spare ich an dieser Stelle aus.

Ich war nach diesem Gespräch sehr aufgewühlt, und es fiel mir wirklich schwer objektiv zu bleiben, natürlich ist es eine Zumutung eine demenz- und herzkranke Frau zu pflegen die auch noch inkontinent ist, ich will mir das alles auch garnicht in meinem Fall vorstellen. Ich könnte so etwas wahrscheinlich nicht 15 Jahre lang tun, nicht einmal eine Woche. Da bin ich ehrlich.

Ich hätte einen Weg gefunden, um für meine Mutter einen würdigen Platz zu finden. Aber da kommt eben die Gier ins Spiel, für die Aussicht auf ein Vermögen tun manche Menschen doch tatsächlich alles, und wundern sich dann, wenn ihnen die Sache über den Kopf wächst. Ich habe im Stillen der alten Dame alles Gute gewünscht, aber meine Karten sagten mir etwas anderes, manchmal hoffe ich wirklich dass die Karten lügen…

Merry Meet und Mabon Blessings

Mittwoch, September 1st, 2010

Nun, meine lieben Heidinnen und Heiden, ist es bald wieder so weit. Am 23.09.2010 ist das Fest der Tag und Nachtgleiche, Mabon, das heidnische Erntedankfest. Die Felder liegen abgeerntet und kahl in den nebligen Morgenstunden, und erwarten den Herbst. Ein Jahreszyklus vollendet sich, seit Urzeiten werden auf der ganzen Welt Erntedankfeste gefeiert.

Das bekannteste ist Thanksgiving. Aber auch hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Weihnachtsfest. Das Bewusstsein zu solchen Festivitäten ist komplett von unserer kommerziellen Gesellschaft vergewaltigt worden. Weihnachten wie Ostern geht es fast ausschließlich um Geschenke, das Haben wollen. Fast keines der Kinder oder Jugendlichen kennt die Ursprünge solcher Festivitäten. Traurig. :-(

Diesbezügliche Umfragen lassen einen frösteln, zumal auch immer mehr Erwachsene diesen bedauerlichen Trend verfolgen.  Deshalb ist es wichtig solcherlei Dinge weiter zu geben, liebe Eltern und Großeltern, dazu muss man nicht einmal eine Hexe sein. Unsere Gesellschaft verkommt immer mehr zu Döner und Chips vertilgenden Schwachmaten am PC oder Fernseher. Dabei gibt es doch eine Fülle von Möglichkeiten solche Events zu begehen.

Das Bewusstsein ist das Wichtigste dabei. Mabon z.B. sagt uns, dass ein Jahr der Fülle im Begriff ist vorbei zugehen, die Ernte ist eingebracht, was sollten wir also tun? Auch ernten, aber in unserem inneren. Man sollte sich bewusst machen, was hat dieses Jahr an Erkenntnissen gebracht, was haben wir gelernt, was umgesetzt?

Wir sollte einfach einmal aus tiefster Seele Danke sagen, für all die kleinen Wunder die uns umgeben, für all die Dinge die wir so selbstverständlich bekommen. Schaffen wir ruhig parallelen zur Natur, trennen wir das Gute vom Schlechten. Die Natur legt sich nieder zum Sterben, um im Frühjahr wieder neu aufzuerstehen. Sie trennt sich von allem Überflüssigen, das sollten wir auch tun. Ins Reine kommen, für die lange dunkle Jahreszeit die sich mit immer größeren Schritten nähert.

Ausmisten was zu Ballast geworden ist, das kann der Kleiderschrank sein, der Freundeskreis oder etwas Geschäftliches. In sich hinein horchen, um sich neu einbringen zu können, seiner eigenen inneren Stimme lauschen. Zurück zum eigenen Ich, das ist, glaube ich die wichtigste Botschaft dieser Jahreskreisfeste. Mabon Blessings bis zum nächsten Jahreskreisfest Helloween, bis dahin wünsche ich allseits ein gutes Gelingen.

Dieser Tag heute hat etwas von einer ersten Ahnung raschelnden Laubes unter den Füßen bei einem Waldspaziergang.

Aliens are watching us…

Mittwoch, August 25th, 2010

Soll man das ernst nehmen, oder einfach ignorieren? Was sagt die erdverhaftete Esoterik Branche eigentlich zu extraterrestrischem Leben? So wie ich mitbekommen habe, nicht viel. Es gibt ja tausende von Meinungen, Spekulationen und Panikmeldungen über außerirdische Besucher. Jeder hat so seine eigenen Theorien, aber was sagen eigentlich die Karten dazu?Oder was empfindet ein hochschwingendes Medium, wenn es sich zum Thema Aliens umtut?

Was sagt ein Esoteriker dazu, der sich mit stolz geschwellter Brust als “Lichtarbeiter“ präsentiert? Was würde ein “Lichtarbeiter“ antworten, wenn man ihn mit dem Armageddon konfrontiert? Wo gehen die menschlichen Energien dann hin, wenn die Erde nicht mehr existiert? Schweben die dann durchs Weltall auf der Suche nach neuen Welten? Ich kann hier nur von meinen Wahrnehmungen und Beobachtungen ausgehen.

Erstaunlicherweise habe ich in den langen Jahren meines Wirkens nur ein einziges Mal eine Frage nach außerirdischem Leben gestellt bekommen. Nun ist ja bekannt, dass ich Empathin bin, so ist es eine Herausforderung sich in ein Alien hinein zu versetzen. Ich lasse Euch einmal an meinen Überlegungen teilhaben, ich habe mich schon mehrfach auf dieses Thema konzentriert, und das ist dabei heraus gekommen:

Variante No I

Also ich bin ein Alien, ich gehöre zu einer Spezies, die hoch entwickelt ist. Aufgrund unserer hoch entwickelten Technologien, kam es in meiner Welt zum Supergau, und so sind wir gezwungen nach Ressourcen zu suchen, um unserer Rasse das Überleben zu sichern. Mein Volk sucht keine Freunde, sondern Rohstoffe.

Ich kann mich durch Zeit und Raum bewegen, kann der Zeit ein Schnippchen schlagen, und mich mit Leichtigkeit von einem Punkt des Universums zum anderen bewegen. Wie haben wir so einen hohen Stand der Technologie erreicht? Forschung, Wissenschaft und neue Technologien sind in jeder Welt brutal, und so etwas wird ohne Rücksichtnahme umgesetzt, X Welten haben wir schon aufgebraucht. Was sehe ich in den Menschen?

Eine niedere Art, leicht zu überwältigen um an ihre Rohstoffe zu kommen. Wir sind nicht Milliarden von Lichtjahren umhergeirrt um Freundschaften zu knüpfen, gleich garnicht mit solchen Primitiven, von denen können wir nichts lernen, wir können uns nur Freihaus bedienen, die sind so simpel und vorhersehbar, mit denen macht es nicht einmal Spaß zu “spielen“ .

Variante No II

Also ich bin wieder ein Alien das denkt; Na mal schauen was aus unserem Verschmelzungsexperiment geworden ist. Irdische DNA gemischt mit unserer, ha, und die Menschen kommen nicht darauf, dass die 2 Seelen in ihrer Brust wirklich miteinander kämpfen. Das irdische kämpft gegen das außerirdische. Bei dem einen überwiegt der außerirdische Teil, und beim anderen der vom Neandertaler. Und warum das Ganze? Ganz einfach, weil sie so den hochwertigsten Rohstoff von allen liefern, Energie.

Wieso fragen die sich nicht einmal ernsthafter wo der Cro Magnon Mensch so plötzlich hergekommen ist? Ts, die sind so was von naiv. Und die Esoteriker erst, schieben jedes Pups Phänomen auf einem Gott, lächerlich, wir sind deren Götter, und die glauben wir kommen als Freunde… Da haben die schon einen Verstand, und nutzen ihn nicht, na ja, wenn man mal davon absieht, dass wir ihren Verstand genetisch gekappt haben, damit sie uns nicht auf die Schliche kommen. Die sollen schön weiter Energien produzieren für unseren Lebensstil, einfacher geht’s doch garnicht.

Und wenn diese Welt hier platt ist, laden wir die stärksten Exemplare in unsere Raumschiffe, und suchen nach einer anderen Welt, wo wir unsere Kolonie neu errichten können. Die ersten Testversuche laufen ja schon auf Hochtouren, vielleicht sind sie ja doch nicht ganz so dämlich, ein paar erinnern sich an die Versuche die wir mit ihnen gemacht haben.

Neue Energien, denken die, sind im entstehen, genau, neue und stärkere Energien für unsere Raumschiffe, nein, wenn ich es recht bedenke habe ich kein Mitleid mit diesen niederen Kreaturen, die haben selbst mit ihrer eigenen Art ja auch keines.

Was empfindet ein Mensch der, sagen wir, an einem Ameisenhaufen steht?  Nicht viel, er betrachtet sich als überlegen und viel höher entwickelt, er verschwendet keine allzu großen Gedanken an das Schicksal dieser Tiere, es sei denn er hat ein biologisch- zoologisches Interesse an den Ameisen, aber nicht um derer selbst willen, sondern um seinen Wissensdurst zu stillen. Dabei wird auch die Zerstörung des Ameisenhaufens in Kauf genommen.

Was passiert, wenn 2 Menschen aufeinander treffen, der eine hoch studiert, der andere hat nicht mal die 5. Klasse geschafft. Hätten die sich viel zu sagen? Wohl kaum, es sei denn es handelt sich um ein Projekt wie z.B. Schulbücher für die 3. Welt, oder Ärzte ohne Grenzen, aber steckt da wirklich echte Nächstenliebe dahinter?  Ich denke in den wenigsten Fällen, jeder hat dafür eine andere Motivation. Eine hohe Entwicklung setzt Skrupellosigkeit voraus, das liegt in der Natur eines forschenden Geistes, schlimmer sind die Skrupel, wenn der Geist so hoch entwickelt ist, dass das Forschungsobjekt selbst von totalem Desinteresse ist. So wie die Relation von den Außerirdischen zur Spezies Mensch, und vom einzelen Menschen zu einer Ameise. Alles ist relativ.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von einer Fata Morgana, die am vor Hitze flirrendem Horizont eine Oase vorgaukelt.

Was es wirklich bedeutet Empathin zu sein

Samstag, August 14th, 2010

Wo man hinschaut auf dieser Welt gibt es Mord und Totschlag, Katastrophen und Zerstörung. Wo liegen die Ursachen dafür?  In Wahrheit will das niemand wirklich wissen, denn die Wahrheit wird bekämpft und niedergemacht, und wehe dem der sich wagt die Wahrheit zu sagen. Wer kennt die menschliche Natur wirklich? Die Wissenschaftler? Psychologen? Politiker? Pädagogen? Schwerlich. Es sind die Empathen. Diejenigen die unter den Fehlern der Menschheit leiden, weil sie die körperlich und seelisch empfinden. Und das weiß ich deshalb so genau, weil ich eine Empathin bin. Ich war alles andere als glücklich darüber als mir das klar wurde.

Das äußert sich auf höchst unangenehme Weise. Es sind teilweise Träume oder Visionen, und beides kommt ungefragt.

Beispiel:

Ich liege im Bett und lese, auf einmal höre ich die lang gezogenen und kläglichen Schreie eines Tieres, einer Katze. Ich schrecke hoch und schau aus dem Fenster, nichts. Dann wieder, diesmal deutlicher und irgendwie mit einem seltsamen Echo. Und ich denke mir bloß, oh nein nicht schon wieder. Ich weiß was dann kommt wenn ich das Licht der Kerzen lösche. Ich sehe in einer Art Vision wie Tiere gequält und gefoltert werden, höre ihre Schreie, spüre ihre Verzweiflung und ihre Schmerzen. Und wenn ich am anderen Tag die Zeitung aufschlage springt mir genau das entgegen was ich sah. Ein bebilderter Bericht aus einem Tierversuchslabor.

Und dann frage ich mich immer, warum gerade ich, nehmen das andere Menschen nicht wahr? Soll ich, weil ich das wahrnehme, auf diese Art das Leid auf der Welt filtern mit meinem System? Oder ich sehe im Halbschlaf Wale die an mir vorüberziehen, höre ihre Gesänge, und ich weiß im selben Moment, dass da etwas nicht stimmt. Plötzlich färbt sich das Wasser blutrot, und die Wale schreien und versuchen ihre Jungen zu retten. Ich bin emotional total gefangen in der Szenerie. Und am anderen Tag höre ich in den Medien, dass die Walfangsaison eröffnet wurde. Ich weiß auch, dass die Tiere wirklich Selbstmord begehen, es ist nicht primär das Echolot der Schiffe, es ist die Verzweiflung der Tiere, die gesehen haben wie bestialisch ihre Artgenossen abgeschlachtet wurden. Diese Tiere spüren genau, dass es eine Frage der Zeit ist, wann ihrer Gruppe das Gleich widerfahren wird. Ich wache vollends auf, und muss mich erst einmal übergeben.

Noch ein Beispiel:

Ich wache auf, bin noch nicht ganz wach und rieche Qualm. Beißenden ätzenden Qualm. Auch hier nehme ich wieder eine Verzweiflung wahr, eine regelrechte Todesangst die nicht die meine ist. Meine Fußsohlen brennen und ich schrecke hoch und schaue nach. Aber es ist alles in Ordnung, trotzdem nehme ich unterschwellig das Knacken und Krachen wahr das man hört wenn ein trockener Wald brennt. Und was offenbaren mir keine 2 Stunden später die Medien? Es waren die verheerenden Waldbrände um Sydney 2009, wo all die Koalas und Kängurus verbrannten. Ja so funktioniert das bei mir mit der Empathie, und es ist weniger eine Gabe, denn ein Fluch.

Die Gabe der Empathie lässt sich genauso wenig vermarkten wie die Gabe der Hellsicht z.B., denn so etwas ist nicht abrufbar, und nicht steuerbar. Man ist Teil eines Prozesses, dessen Funktion abhängig ist von einer gewissen energetischen Zusammensetzung. Leider scheinen meine Energien dafür geeignet zu sein.

8 Gründe aus der Sicht einer Empathin, weshalb die Menschheit schon einen Schritt über den Abgrund hinaus ist:

  • Lasche Umweltpolitik. Im Angesicht verheerender Katastrophen bleibt trotz allem der Schadstoffausstoß auf dem gleichen Level, Wälder werden weiterhin abgeholzt und Kriege werden weiter geschürt. Wer oder was ist nach neuesten Informationen Schuld am drohenden Supergau der Welt? Die Sonne.
  • Die Bereicherungspolitik, Gier
  • Die kalte Rücksichtslosigkeit der Wissenschaft
  • Psych. Ideologien, um den Großteil der Menschheit hinters Licht zu führen
  • Bevölkerungsexplosion
  • Selbsttäuschung und falsche Kompromisse im Sinne von: “Ach wird ja alles nicht so schlimm werden.“ Oder: “Klar die Übertreiben ja immer.“
  • Lügen und Vertuschungen

Jeder kann den Test machen, man muss sich bloß einmal mit irgendjemandem unterhalten, und auf diese Themen aufmerksam machen, es ist wie mit den 3 Affen, nicht hören, nicht sehen, nicht reden. Und dabei hat der Großteil der Menschen Kinder und Enkel. Ist denen die Zukunft ihrer Nachkommenschaft wirklich vollkommen egal? Scheint so. Oder man schreibt in einem Forum, oder einer öffentlichen Meinungsumfrage einfach einmal seine (gesunde) Meinung zur Jagd auf Wale, oder zur Verklappung in den Weltmeeren, die Meinungen die da kursieren sind besorgniserregend destruktiv, gefühllos und im wahrsten Sinne des Wortes krank.

Als Empathin nehme ich das Leid dieser Welt wahr, und es beschert mir alles andere als innere Ruhe, Frieden und Ausgeglichenheit. Wer diese Welt wirklich imstande ist wahrzunehmen, der kann keine Optimist sein.  Das Gefühl der Bedrohung ist für Empathen wie mich allgegenwärtig. Mein innerer Frieden bezieht sich samt und sonders auf mein Mensch sein, aber damit habe ich, als hoch entwickeltes Wesen, eben nur die halbe Miete rein.

Solche Dinge weiß kein Obama oder kein Putin, und sicher wusste das auch ein Kennedy nicht, oder ein Konrad Adenauer usw. Ja die haben, oder hatten, die Sympathien der Menschen. Hätte das für diese Welt wirklich etwas geändert? Ich als Empathin sage bedauernd nein. Die Lösungen der Probleme dieser, unserer Welt, liegen nicht in einer hochgezüchteten Leitfigur oder einer Strohpuppe, die Lösungen für die Probleme der Menschheit liegen in jedem Individuum selbst verborgen. U.a, auch die Gewissheit, dass Menschen nur dann edle Gefühle entwickeln, oder über sich hinauswachsen, wenn es ihnen explizit an den Kragen geht, wenn sie, auf Deutsch gesagt kollektiv echt in der Sch…e sitzen. In der Not erwachen die Eigenschaften die die Welt braucht um zu überleben, deshalb habe ich, was das betrifft, wenig Hoffnung dass sich irgendwann einmal die Menschheit in dem Licht zeigt indem sie sich so gerne sieht,  im Licht als Krone der Schöpfung…

Sicher ist das alles nur ein kleiner Auszug aus meiner Empfindungswelt als Empathin, das beinhaltet noch unglaublich viel mehr, und zum Glück sind nicht alle Visionen und Träume so scary wie diese. Z.B. wenn ich silbrige Fische sehe, die emsig und flink in einer Strömung kristallklaren Wassers springen und schwimmen, dann weiß ich , dass eine gute Zeit vor mir liegt, wo andere Empathen gefordert sind, ein schönes Gefühl nicht ganz allein zu sein mit einer so großen Last wie der Empathie.

Dieser Tag heute hat für mich etwas von einem Vulkanausbruch, bei dem sich die zischende Lava gierig ihren Weg ins Tal frisst.

Und nicht vergessen die richtigen Fragen zu stellen…

Sonntag, August 8th, 2010

Kürzlich am Telefon:

Anrufer* Du hast mir vor ca. 1 Jahr gesagt, dass ich mit meinem Exfreund wieder zusammenkomme, das sind wir auch irgendwie, aber er geht ständig fremd, ist so gut wie nie zuhause und kümmert sich einen Dreck um mich und unser gemeinsames Kind. Was soll ich denn nun machen, und wieso hast du mir eine Beziehung vorausgesagt?

Ich* Du hast doch eine Beziehung, aber du hast die falschen Fragen gestellt.

Anrufer* Was soll das denn bedeuten?

Ich* Ich habe versucht die richtigen Fragen herauszufordern, ob es auch wirklich das ist was du willst, und dass du ihn ja schließlich kennst. Ich habe dir versucht zu sagen, dass er sich nie ändern wird, aber das hast du ignoriert, sogar richtiggehend genervt reagiert. Die richtigen Fragen, die du mir hättest stellen müssen, wären gewesen:“ Werde ich glücklich mit ihm, wird er unserem Kind ein Vater sein, ist er überhaupt krisenfähig und alttagstauglich, heißt die nächste Ebene unserer Beziehung möglicherweise Respekt? Kannst du sehen, wie es mir in 1,2,3 oder 5 Jahren an seiner Seite ergeht? Wie werde ich mich fühlen?

Anrufer* Das hättest du mir sagen müssen. Ich wusste ja garnicht dass du das kannst.

Ich* Ich beantworte die Fragen, aber ich diktiere keine, wenn ich dir all das gesagt hätte, was ich gesehen habe, dann wäre das meilenweit an deiner Frage vorbeigegangen, und wie schon erwähnt wolltest du das auch alles garnicht wissen. Was ich kann, steht in meinem Profil.

Anrufer* aufgelegt.

So und so ähnlich läuft es sehr oft ab. Ein Lebensberater ist keine Figur die mit erhobenem Zeigefinger agiert. Ein Lebensberater ist auch keine Nanny, sondern genau das was der Name sagt, ein Berater. Was auch oft von einem Berater abgefordert wird ist, dass man das ultimative Glück versprechen soll, oder man soll das Problem im Leben des Fragers so mirnichtsdirnichts in Luft auflösen. Ein Berater soll, wenn möglich, an allen Fronten des Fragers Klarheit schaffen. Aber so funktioniert das Ganze einfach nicht, liebe Leute.

Ich habe so haarsträubende Sachen erlebt, dass ich vieles von dem nicht publik machen kann, manches ist wirklich unglaublich, ich kann es manchmal selbst kaum erfassen, und ich fürchte, man würde mir einiges auch garnicht glauben. Aber vielleicht hilft dieser Artikel dem einen oder anderen ein wenig auf die Sprünge. Vielleicht erkennt der ein oder andere, dass ein Lebensberater, Kartenleger, Hellseher oder Wahrsager auch bloß ein Mensch ist. Dass das Leben eine Spirale ist, und ständigen Entwicklungen unterliegt. Und niemals sollte man vergessen:“ Es gibt einen Platz wo alles möglich ist, und dieser Platz ist in uns.

So genug gejammert, jetzt noch was Lustiges aus meinem Nähkästchen, manchmal kann ich einfach nicht widerstehen:

Anrufer* Sag mal, bist du nicht auch Medium?
Ich* Nein, durch…

Anrufer* …und wann siehst du immer hell?
Ich* Meist wenn es dunkel wird.

Anrufer* Ich bin Hellseher, du bist Hellseher, wollen wir uns persönlich kennen lernen, kommste mit?
Ich* Nein danke, da war ich schon.

Solche Späßchen mache ich natürlich nur mit guten Bekannten, oder sehr guten Kunden.

Dieser Tag heute hat etwas von einem Schneefeld, dessen unzählige Kristalle perfekt geschliffen, wie Milliarden Prismen, in der Sonne glitzern.

Von Raben und anderen Zeichen

Dienstag, August 3rd, 2010

Achte auf die Zeichen. Wie ist das gemeint? Und auf was für Zeichen soll man achten? Die Grenze zwischen Zeichen und Aberglauben ist ein schmaler Grat. Wie war das doch gleich noch mal mit der schwarzen Katze? Oder mit welchem Fuß soll man morgens nicht aufstehen? Ist der der Glückspilz des Tages, der das Lorbeerblatt im Eintopf findet, oder bringen gefundene Geldstücke mehr Glück als der tatsächliche Wert aussagt? Bedeutet ein zerbrochener Spiegel wirklich 7 Jahre Pech, und bringen Perlen zur Hochzeit der Braut Kummer und Tränen?

Es kommt darauf an, ob man daran glaubt. Läuft eine schwarze Katze von Links nach rechts, dann wartet man förmlich auf das Unglück das es bringen soll, und dann schiebt man jedes noch so kleine Missgeschick auf das ahnungslose Katzentier. Zerspringt ein Spiegel in tausend Stücke, dann kann man das Unglück nur aufheben, indem man die Scherben mit einem Tuch abdeckt, und die dann 24 Stunden unberührt liegen lässt. Perlen zur Hochzeit bringen Glück, wenn sie in Weihwasser gebadet wurden usw. Es gibt viele solcher Weisheiten, die gar keine sind.

Ich habe auch so meine Marotten, ich z.B. verschiebe alles Wichtige, wenn sich am morgen vor meinem Fenster 2 Raben streiten. Raben gelten seit altersher als Unglücksvögel und Todesboten. Aber nicht bei mir. Warum sind die Raben so verschrien? Zum einen  weil sie schwarz sind, und zum anderen weil sie auch heute noch gelegentlich dafür verantwortlich sind, wenn Scheunen ec. nieder brennen. Raben sind fasziniert von glitzernden und glänzenden Dingen, genau wie Elstern, gehören die beiden Arten doch zu einer Gattung. Und so passiert es manchmal, dass Raben glühende Zigaretten-  oder Zigarren Stummel für Schmuck halten. Sie tragen diese Stummel in ihre Nester, das dann natürlich Feuer fängt und umliegende Gebäude mit. Und oft sind es abgelegene Scheunen.

Raben sind gelegentlich Aasfresser, und als solche waren sie in früheren Zeiten eifrige Leichenfledderer nach einer großen Schlacht z.B. Das alles sind Dinge, die diesen Tieren keinen besonders sympathischen Ruf eingebracht haben. Nun ja, es sind missverstandene Kreaturen. Mir haben sie bisweilen gute Dienste geleistet durch ihre Warnungen, denn es hat sich bis dato immer bestätigt wenn ein Rabe krähte, dann folgte das Ungemach auf dem Fuße. Und so ändere ich blitzartig meine Pläne und Voila, ich lebe ruhiger und harmonischer. Höre ich frühmorgens Holztauben vor meinem Fenster oder in der Nähe, dann kann man damit rechnen einen friedvollen und erfolgreichen Tag zu verbringen.

Andere Zeichen sind die Dinge die man sieht, wenn man grübelnderweise seinen Gedanken nachhängt. Das können  Figuren sein die Wolken bilden, 2 Stöckchen, die auf dem Waldweg in Form eines Kreuzes das Ende einer Sache, oder Situation ankündigen, der Sache oder der Situation, an die man beispielsweise gerade denkt. Man ist auf dem Weg zum Partner und will einlenken nach einem langen Streit, auf einmal sieht man 2 Menschen die einem entgegen kommen, die sich lautstark streiten und dabei wild gestikulieren, oder rücksichtslose Jugendliche, da ist man gut beraten die ganze Sache zu vertagen. Da gibt es so unheimlich viel was man medial nutzen kann, man ist umgeben von Zeiche  ,Hinweisen und Antworten.

Hat man ein bisschen Fantasie und Vorstellungskraft, dann kann man unheimlich viel Geld sparen, denn dann braucht man nicht wegen jedem Pippifax bei einem Kartenleger anzurufen. Aber keine Angst liebe Kolleginnen und Kollegen, da besteht keine Gefahr dass meine Hinweise jemand befolgt, da warte ich, wenn man’s genau nimmt, schon seit ca. 40 Jahren vergeblich drauf.

Der Tag heute hat für mich etwas von Nebel, der schaurig schön über einen alten Friedhof streicht, auf dem vereinzelt eine handvoll Raben ihr vorwinterliches Lied krächzen.

Ein Donnerstag im Equilibrium

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Gestern hat mich die frohe Botschaft erreicht, dass die Stierkämpfe in Anatolien/Spanien ab 2012 verboten werden. Was für eine schöne Nachricht, auch wenn es bloß ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Ich weiß garnicht wie viele Petitionen ich schon unterschrieben habe. Traurig, dass es überhaupt nötig ist Tierschutz zu betreiben. Aber das fängt ja eigentlich alles schon in  der Kinderzeit an, und wenn man sich auf unserer Welt so umschaut, dann stellt man unweigerlich fest, dass es mit der Kinder- und Jugenderziehung nicht weit her sein kann, trotz staatlicher Bildungsprogramme, Privatschulen und Universitäten, (Ausnahmen wie die 3. Welt z.B. natürlich ausgeschlossen). Wobei das Wort “Erziehung“ die Wurzel des Übels ist.

Irgendwas läuft doch da ganz gewaltig verkehrt? Es fehlt einfach an Lehrern, die den jungen Menschen auf empathischem Wege Mitgefühl vermitteln. Alles ist irgendwie seelenlos und kalt, so wie unsere Welt das widerspiegelt. Eine Zeitungsrundschau heutzutage kommt dem schauen eines Horrorfilmes gleich, und in den Augen vieler Menschen, sogar bei Kindern, ist eine Kälte zu sehen, die Filmen wie “Equilibrium“, und “Die Insel“ einen unheimlich prophetischen Touch geben.

Die Kehrseite der Medaille ist, wenn man seinem Kind auf empathischem Wege die Geschicke der Lebewesen auf dieser Welt nahe bringt, dann macht es das unweigerlich zum Außenseiter in der Schule, und im Leben überhaupt. Also müssen die Lehrer da eingreifen, aber sagt das mal einer so einem Unterstufenlehrer, oder bringt das mal einer an bei einem Elternabend, man geht nachhause mit der Gewissheit einen Stempel aufgedrückt bekommen zu haben, der  alles verändern wird, aber meist nicht zum Guten. Und wenn man einen Lehrer findet, der dieser Sache aufgeschlossen gegenüber steht, dann muss der nun wieder Angst haben um seinen Seelenfrieden, und er muss um sein Ansehen fürchten, denn wehe dem, der an Althergebrachtem rüttelt, und sei es noch so falsch.

Bei aller Technik und allem Fortschritt  befindet sich unsere Welt eigentlich im Modus der Rückentwicklung, denn die wahre Natur der Menschen hat sich, anthropologisch gesehen, nicht weiter entwickelt. Maßgebliche Esoteriker wissen das, und sie sind die wahren Propheten dieser Welt, aber sie schweigen, weil es sinnlos ist Dinge erklären zu wollen, die eigentlich klar auf der Hand liegen, Dinge, die so offensichtlich sind, dass sie uns jeden Tag aufs Neue anspringen, wesentliche Dinge, die aber weiter unbehelligt an dem Ast sägen auf dem die Menschheit sitzt. Es ist der Teil des Astes, der herunter stürzen wird. Das wesentlichste Kriterium des Genickbruches der Menschheit lautet → Gier. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, und auf der Zeitgeraden der Erdgeschichte ist noch ein wenig Platz, um an der Zukunft zu feilen.

So, das sind heute im wesentlichsten meine Gedankengänge, dementsprechend hat der Tag heute für mich etwas von einem einzelnen Blatt, das auf der Oberfläche eines Bergsees dahin treibt.

Die Blockade

Dienstag, Juli 27th, 2010

Das was ursprünglich, u.a ein Begriff aus der taktischen Kriegsführung war, ist zum Füllwort im Bereich der esoterischen Lebensberatung mutiert.  Egal wen man auch anruft, irgendwann in jedem Gespräch fällt das Wort Blockade. Und was immer die absolute Krönung ist, wenn man in den Profilen der betreffenden Berater liest, dann steht da: “Für alles gibt es eine Lösung.“ Oder: “Ich habe auf alles eine Antwort.“  Oder: “ Ruf mich an, und lass uns über deine Blockaden reden.“ Ich frage mich da immer ganz bestürzt, wie man mit so einem Humbug Leute dazu bringt da anzurufen? Ich möchte hier einmal einige Beispiele zum Besten geben, wo unweigerlich die Blockade ins Spiel kommt.

  1. Anrufer* Du hast gesagt; dass er sich spätestens nächste Woche meldet, jetzt sind 3 Wochen vergangen und…nix.
    Berater* Ja, ich sehe hier in meinen Karten, dass er eine Blockade hat.
  2. Anrufer* Ich glaube nicht das er sich trennen  wird, ich warte ja schon seit 6 Jahren darauf, das hast du falsch ausgependelt.
    Berater* Na ja, dann kann es sich ja nur um eine Blockade handeln.
  3. Anrufer * Ich arbeite auch als Kartenlegerin, genau wie du, aber in letzter Zeit sehe ich nur noch Grütze, woran liegt das denn?
    Berater* Du bist mitten in eine Blockade gerutscht, eijeijeijeijei.
    Anrufer* Und was mach ich jetzt?
    Berater* Du musst an dir arbeiten.
    Anrufer* Ja, und wo soll ich da anfangen, ich weiß ja nicht einmal woran das liegt?
    Berater* Hach herrje, das liegt ja auch nicht nur an Dir, ich sehe gerade in meinen Karten, dass Dein Freund oder Mann seine Blockade auf deine Blockade drauf packt.
    Anrufer* Was denn für ein Mann???
  4. Anrufer* Wann werde ich einmal wieder eine nette Frau kennen lernen, mit der späteren Option eine Beziehung?
    Berater* Wenn du deine Blockade beseitigt hast.
    Anrufer* Was meinst du denn damit?
    Berater* Na ja, wenn du das alles verarbeitet hast, was in deiner letzten Beziehung schief gelaufen ist.
    Anrufer* Was soll denn da schief gelaufen sein?
    Berater* Na deine Partnerin hat sich ja nicht umsonst von dir getrennt, du sollst an dir arbeiten.
    Anrufer* …ich bin seit 4 Jahren Witwer…
  5. Anrufer * Ich wünsche mir sehnlichst ein Kind, und es klappt und klappt einfach nicht, woran liegt es? Mein Mann und ich wir sind körperlich gesund.
    Berater* Ja, also das ist ganz deutlich eine Blockade.
    Anrufer* Hä?
    Berater* Du musst aufhören dich so darauf zu versteifen, da macht dein Körper nicht mit, du blockierst dich selber.
    Anrufer* Und was empfiehlst du mir?
    Berater* Abwarten und Blockade beseitigen.
    Anrufer* Ja aber ich bin 37!
    Berater* Eine Blockade kennt kein Alter.
    Anrufer* Und Dummheit offenbar auch nicht!
    Und aufgelegt…

Wisst Ihr was das Traurige daran ist? Das hier nicht ein Beispiel dabei ist, das von mir an den Haaren herbei gezogen wurde. Ich löse das ganze einmal auf, es sind nicht einmal durchweg schwierige Lösungen gewesen:

  1. Der Mann fuhr schon seit langer Zeit zweigleisig, er meldete sich auch nie wieder.
  2. Die Frau hat, mit meiner bescheidenen Hilfe, ihren Wert erkannt. Sie begriff, was es heißt ein Lückenbüßer zu sein.
  3. Sie hat sich verheizen lassen von einer großen Line, ihr fehlte die Zeit der Verarbeitung und Reflektion, nach einer halbjährigen Pause arbeitet sie nun heute auf ihrer eigenen Line. Glücklich und zufrieden.
  4. Dieser Mann lebt weit ab vom Schuss, in einem 2500 Seelen Dorf, das dort die Möglichkeiten für einen Witwer begrenzt sind, liegt auf der Hand.
  5. Es gibt grenzwertige Dinge, die ein Arzt nicht diagnostizieren kann, es war für mich schwierig dieser Frau zu sagen was ich erkannte. Sie hat es mit 39 Jahren geschafft ein Kind zu bekommen, von ihrem Mann, es ist aber nicht gesund und wird es auch nie sein. Ein Fall wo auch ich nicht wirklich weiter kam, ich habe ihr versucht zu erklären, dass nicht jede Frau, die ein Kuckuckskind hat eine notorische Fremdgängerin ist, dass es aber manchmal passiert, das unser Bauchgefühl Richtungen bestimmt, die unser Intellekt nicht nachvollziehen kann. Sie lernte in der kritischen Phase auch tatsächlich einen Mann kennen, sie war aber letztendlich zu konservativ. Im Klartext heißt das, dass sie ein gesundes Kind von einem anderen Mann bekommen hätte. Die Karten zeigen das was ist, sie nehmen keine Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen.

So, was machen wir denn nun mit unserer heißgeliebten Ausflucht, der Blockade. Mein Rat an alle Blockaden Verfechter lautet, versucht Euren verordneten Blockaden einen Namen zu geben, dann steigt Ihr auch hinter die jeweiligen Gründe, und könnt dann getrost das Kind beim Namen nennen. Streicht das Wort Blockade aus Eurem Sprachschatz weitestgehend, und bemüht Euch um etwas mehr Tiefgründigkeit. Geht hinein in die Materie, statt davor herum zu lungern, und bemüht Euch das zu werden wessen Ihr Euch anpreist.

So und zum Schluss noch eine kleine Anekdote mit einem weiblichen Hotline Junkie, der wegen ein und derselben Sache immer so an die 20 Lebensberater anruft:

Anrufer* Hallo, ich habe einen Mann im Internet kennen gelernt, und wüsste jetzt gern ob ich mir Hoffnungen machen kann auf Ernsthafteres.
Ich*  Wie heißt der Mann mit Vornamen?
Anrufer* Holger.(fing.)

Ich* Ich sehe hier, dass er nicht ganz ehrlich ist, nicht mit sich selbst und nicht zu anderen, er ist ein eigenverliebter Selbstdarsteller.
Anrufer* Ja das kommt hin, anfangs hat er sich immer regelmäßig eingeloggt, jetzt loggt er sich aus, wenn er sieht das ich mich einlogge.
Ich* Das sagt doch aber eigentlich schon alles im Bezug auf deine Frage.
Anrufer* Sag jetzt bloß nicht, dass er eine Blockade hat, dann schreie ich, ich kann’s nämlich nicht mehr hören.
Ich* Lach, nein er lebt aber in einer festen Beziehung.
Anrufer* Na ja, das sagt mir jedenfalls mehr als so eine ominöse Blockade.

Ja so ist das mit der Blockade, sie ist wie der Narr im Tarot, der schaut auch immer unerwartet um die Ecke und scheint zu fragen: “Na, was machen wir zwei denn nun mit den Unausweichlichkeiten des Lebens,  sollen wir darüber lachen oder weinen, oder fangen wir noch einmal von vorne an…?“

Die Zeit heilt alle Wunden…

Montag, Juli 26th, 2010

Ich war heute in der Bibliothek, Bücher abgeben und neue holen. Ich schwöre ich wollte nicht lauschen, aber ich bekam ein Gespräch im Nachbargang mit, und kam nicht umhin jedes Wort zu verstehen. Und das habe ich gehört.

Marion* Herzliches Beileid Ruth, ich habe es vor kurzem Erfahren.
Ruth* Danke, es war so ein Schock für uns alle.
Marion* Und, kommst du zurecht?
Ruth* Na ja, es muss ja irgendwie weiter gehen.
Marion* Wenn du mal Hilfe brauchst, dann ruf mich ruhig an, ich bin ja zuhause.
Ruth* Ja mach ich.
Marion* Und keine Angst, die Zeit heilt alle Wunden.
Ruth* Ja, wird wohl so sein.
Marion* Na gut, ich muss noch einkaufen, wir hören uns.
Ruth* Ja, danke, ich melde mich. Ach, Marion, vergiss deine Bücher nicht.

Man ist als Lebensberater ja immer irgendwie gefragt, und am liebsten hätte ich mich eingemischt und gesagt, dass die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, sie macht es nur erträglicher. Aber in erster Linie ist man selbst gefragt, von allein wird da gar nichts. Die arme Ruth, sitzt nun daheim und wartet, dass die Zeit alle Wunden heilt. Komisch wie man über manche Menschen nachdenken muss, die man nicht einmal kennt.

Der Tag heute hat für mich etwas von dem Geräusch, das Herbstlaub macht, welches der Wind über den Asphalt fegt.