Archive for the ‘Mein Alltag als Wahrsagerin’ Category

Heikle Themen–> Tabus beim Wahrsagen, Kartenlegen und Hellsehen

Montag, September 5th, 2011

Jeder kennt sie, die Profile der Kartenleger, Hellseher und Wahrsager auf den Esoterik Hotline Webseiten. In diesen Profilen kann man lesen, was der Berater alles anbietet, was er für Fähigkeiten hat und welcher Werdegang hinter ihm liegt. Auch über die jeweiligen Tabus der betreffenden Berater kann man sich hier schlau lesen.

Das oberste Tabuthema ist der Tod, gefolgt von Themen der Gesundheit und alle Thematiken, die eine amtlich-, rechtliche Relevanz haben. Es gibt sogar Berater, die machen keinerlei Voraussagen, sie bieten lediglich eine Lebensberatung, hinsichtlich der Aufarbeitung ganz und gar weltlicher Probleme an. was soll man denn davon halten? Was soll man als Ratsuchender überhaupt von jeglichen Tabus in der Wahrsagerei halten?

Einerseits gibt es sogar Karten, die konkrete Hinweise auf die oben beschriebenen Tabu Themen geben, denken wir an die Tarotkarten Der Tod oder Die Gerechtigkeit. Vielleicht werden diese Karten, entgegen ihren bezeichnenden Namen, völlig falsch interpretiert? Ich kann niemandem vordiktieren was davon zu halten ist, deshalb werde ich jetzt einmal ein paar Pros und Contras zum angegebenen  Thema niederschreiben, auf diese Weise kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Pro Tod beim Kartenlegen:
Der Tod gehört zum Leben dazu,sterben ist ein absolut notwendiger Prozess. Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Neubeginn. Der Tod kann, gerade für Leidende, ein Erlösung sein.
Contra Tod beim Kartenlegen:
Der Tod ist in unserer Dimension endgültig. Der Tod einer Person als Plankomponente ist verwerflich. Die Nachricht vom physischen Tod hat Schockpotenzial und zieht in den meisten Fällen überraschende Handlungen nach sich.
Meine Empfehlung an Kartenleger zum Thema Tod beim Kartenlegen:
Den Tod thematisch nicht ausschließen und von Fall zu Fall neu entscheiden. Wenn z.B. eine besorgte Tochter fragt, ob die geliebte Mutter noch lange an einer unheilbaren Krankheit leiden muss und ob der Tod leicht kommt, dann psychologisch fundiert antworten. Als guter Kartenleger, Hellseher und Wahrsager sollte man entscheiden können, inwieweit das Thema Tod dem Ratsuchenden zuträglich ist. Trotzdem mit dem Tod sehr behutsam agieren, aber nicht gänzlich ausschließen.
Meine Empfehlung an Ratsuchende zum Thema Tod beim Kartenlegen:
Fragen wie; wann und wie sterbe ich, wann stirbt meine Oma endlich- damit ich das Erbe antreten kann, wer lebt länger- mein Mann oder ich, sterbe ich einmal an einer schweren Krankheit- muss ich lange leiden?, werden in dem Sinne aus ethisch-, psychologischer Sicht nicht beantwortet. Der Kartenleger Hellseher und Wahrsager entscheidet aus seiner Sicht, welche Art Fragen nach dem physischen Tod er beantworten kann oder nicht.
Was mich zu diesem Thema immer ein bisschen nachdenklich stimmt ist die Frage; was tut ein Kartenleger, der großspurig ohne Vorabinfo arbeitet, wenn er den physischen Tod des Fragenden sieht, er aber Fragen, bzw. Themen bezüglich des Todes tabuisiert?
Pro Gesundheit beim Kartenlegen:
Jede Krankheit hat einen tieferen Sinn. Als Rat einen Arzt aufzusuchen, bringt eine Gesundheitslegung großen Nutzen. Gesundheitslegung als Vorsoge ist unbedenklich. Im Rahmen einer Reiki Behandlung, im Sinne von Energietransfer und Heilenergieübertragung.
Contra Gesundheit beim Kartenlegen:
Wenn der Fragende wissen will, ob er einmal Krebs bekommen wird, oder einen schweren Unfall erleiden wird. Ob der Partner z.B. Aids hat, oder ihn damit angesteckt hat. Diagnosen vom Arzt hinterfragen im Sinnen von –> schau doch mal in die Karten, ob mein Arzt sich nicht vielleicht doch geirrt hat mit seiner Diagnose.
Meine Empfehlung an Kartenleger zum Thema Gesundheit beim Kartenlegen:
Falsch –>Mache bloß keinen Urlaub in den Tropen, ich sehe eine schwere und langwierige Krankheit, die du nie wieder loswirst, vielleicht Malaria?
Richtig –>Bevor Du den Urlaub antrittst, lass dich von deinem Arzt beraten und ggf. an ein Tropeninstitut überweisen, um alle vorbeugenden Impfungen zu bekommen, bitte überprüfe deine Auslandskrankenversicherung.
Mein Empfehlung an Ratsuchende zum Thema Gesundheit beim Kartenlegen:
Bitte vom Kartenleger keine Diagnosen erwarten. Die Karten zeigen Trends, Tendenzen und Richtungen. Wenn sich Krankheiten ankündigen, im Sinne von psychosomatischen Beschwerden, kann der Kartenleger anhand der gesamten Lebenssituation schauen, wie man die gesundheitliche Gesamtsituation wieder entspannen kann. Genau das Gleiche trifft auf die Rekonvaleszenzphase zu. Bange Fragen wie; bekomme ich wieder einen Rückfall, ist der Krebs wirklich raus aus meinem Körper ec., beantworten nicht alle Kartenleger. Hier kann eine falsche Antwort sehr viel Schaden anrichten. Lieber einen Arzt fragen, den wir müssen ab und zu auch unserer physischen Präsenz Rechnung tragen.
Pro rechtliche Fragen beim Kartenlegen:
Ein Richter hat begrenzte Möglichkeiten zu urteilen, es gibt da bloß ja/ nein/ vertagt/ Verfahren eingestellt. In spezielleren Fällen schuldig oder nicht schuldig. Es ist für einen Profikartenleger kein Problem herauszubekommen, ob ein Anwalt etwas taugt oder eher nicht.
Contra rechtliche Fragen beim Kartenlegen:
Für psychisch instabile Ratsuchende können Antworten auf Fragen wie  –> wird unser Haus zwangsversteigert, verliere ich den Prozess gegen meinen Arbeitgeber, wird mein Vergewaltiger frei gesprochen, wie geht für mich der Nachbarschaftsstreit vor Gericht aus?; verheerende Auswirkungen haben. Wenn der Fragende entweder absichtlich oder unwissentlich Fakten unterschlägt, dann wird die Aussage per Kartenlegen verfälscht. Zeitliche Hinweise bei Marathonprozessen sind i.d.R. immer ungenau.( Zeitangaben beim Kartenlegen sind generell bedenklich !)
Meine Empfehlung an Kartenleger zum Thema rechtliche Fragen beim Kartenlegen:
Keine Antworten übers Knie brechen. Sich umfassendere Informationen aus den Karten holen, d.h.über die gestellte Frage des Ratsuchenden hinaus. Sich Kartenlegen ohne Vorabinfo in diesen speziellen Fällen verkneifen. Sieht der Kartenleger für den Fragenden einen eher ungünstigen Ausgang der Rechtsangelegenheit, dann per Kartenlegen versuchen einen Weg zu finden die Zukunft zu ändern, ansonsten den Frager psychologisch auf etwas weniger Erfreuliches vorbereiten.
Meine Empfehlung an Ratsuchende zum Thema rechtliche Fragen beim Kartenlegen:
Keine Fakten zurückhalten, nichts konstruieren, nicht auf Kartenlegen ohne Vorabinfo bestehen. Bei Negativauskünften mit dem Kartenleger, Hellseher oder Wahrsager nach Kompromissen und anderen Wegen suchen.
Ob man sich nun auf einen Berater einlassen sollte, der ausschließlich Lebensberatung anbietet mit dem Schwerpunkt Beratung, ohne jegliche divinatorische Komponente, muss jeder selbst wissen. Kann sein, dass es ganz gute Lebensberater auf dieser Strecke gibt, aber gefragt sind sie nicht besonders, denn ausschließlich zum Quatschen kann man sich an die Seelsorge wenden oder eine Freundin aufsuchen.

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Der innere Weg

Donnerstag, August 11th, 2011

Jeder Adept kennt ihn-  den inneren Weg, überall spielt er eine große Rolle, aber kennen tun ihn die wenigsten. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand zur Kartenberatung angerufen hätte, dessen Thema nicht der innere Weg gewesen wäre. Nehmen wir doch nur einmal die Gesundheit. Was wollen uns Krankheiten sagen? Was will uns unser Körper damit sagen? Er will sagen; Hallo, ich bin auch noch da, befasse dich bitte mit mir, nimm mich wahr, geh den inneren Weg, aktiviere deine körpereigenen Heilkräfte! Aber nein, was macht man im “Normalfall?“ Zum Doc rennen, anstatt erst einmal in sich hinein zu horchen. Ich hatte da mal einen Fall mit einer Hotline Kundin, der hat mir absolut deutlich gemacht, wie weit sich Menschen von sich selbst entfernen und das oft mit fatalen Folgen. Es ging um eine Verspannung im Schulter-, Nackenbereich. Die Ärzte haben ihr Massagen über Massagen verordnet, dazu noch eine Kur und immer nur handeln, handeln, handeln. Aber mit der Zeit wurde es immer schlimmer, sie konnte nicht mehr arbeiten, hatte eine Migräne Attacke nach der anderen und sie magerte besorgniserregend ab. Bis sie bei mir gelandet war. Wir sprachen über diese Problematik, sie war sehr verzweifelt und ich hatte im Wahrsageartenspiegel immer wieder das gleiche Bild, dass es nichts, aber auch absolut gar nichts gibt, was dieser Kundin von außen helfen könnte.

Das machten ganz besonders vier Tarotkarten deutlich; Die 4 der Münzen; Die Hohepriesterin; Die Liebenden und Die Mäßigkeit. Diese 4 Karten in der Kombination stehen u.a. für den inneren Weg. Die 4 der Münzen als Indikator bedeutet u.a.–> sich abschotten, was ja an sich eigentlich nicht zu empfehlen ist, aber die 3 anderen Karten sprechen über diesen Weg von Heilung. Die Liebenden konnte ich zuerst nicht ganz einordnen, aber nach einigem hin und her wusste ich, wie diese 4 Karten in der Kombination zu verstehen waren. Die Liebenden sprachen in diesem Fall von Selbstliebe, ich hakte nach und bekam auch prompt die Bestätigung. Immer schon war die Kundin auf sich allein gestellt, sie musste sozusagen alles von Kindheit an auf ihren Schultern tragen. Ihre Eltern hatten keinen Bezug zu den Kindern, so war sie als Älteste immer gefragt das marode Familienschiff zu steuern, um Klippen die da hießen Jugendamt, Schule, Haushalt und der ganze Alltag im Allgemeinen. Was bekam sie dafür? Niemals auch nur den Hauch eines Dankeschöns. Und so setzte sich ihr Leben fort, sie war es von Anfang an gewöhnt die Last anderer mit zutragen, sie bekam es sozusagen in die Wiege gelegt. Dementsprechend sahen auch ihre Beziehungen aus, immer schon auf Zugpferd getrimmt, kam sie nie auf die Idee, dass man sie um ihretwillen lieben könnte, sie musste immer etwas tun um Liebe als Belohnung einfordern zu können.

Und so hatte sie auch nie gelernt sich selbst zu lieben, sich zu respektieren, sich so zu nehmen wie sie ist. Alles hing immer von einem äußeren Spiegel ab, in dem sie ihrer Meinung nach steht’s schlecht abschnitt. Das hatte natürlich auch einen Effekt auf ihr Äußeres, sie sprach davon wie hübsch sie einmal gewesen ist, dass sie jetzt tiefe Furchen im Gesicht hätte und eine sehr unvorteilhafte Figur. All das drückt in ihrem Fall die Tarot Karte Die Liebenden aus, sie sollte endlich anfangen sich zu lieben wie sie ist und aus Selbstliebe ihre Grenzen finden und anerkennen. Tja, das war für mich sehr schwierig hier einen Weg zu finden, um sie überhaupt erst einmal für den inneren Weg zu sensibilisieren. Nun ja, ich gab der Kundin natürlich mehrere Ratschläge und empfahl ihr einige Methoden der Kontemplation. Zumal ja ein Thema der Karte Die Mäßigkeit ist, dass es manchmal besser ist gar nichts zu tun, im Sinne von blindem Aktionismus. Ich hörte daraufhin von dieser Kundin ca. 2 Jahre nichts mehr. Vor 2 Wochen nun dieser Anruf von ihr, der mich sehr glücklich gemacht hat. Ich hatte mich, was den sprichwörtlichen Biss anbelangt, in dieser Kundin getäuscht, denn obwohl sie scheinbar unberührt von meinen Ratschlägen geblieben war, hat sie sich ein Tarotkarten Deck gekauft und angefangen sich selbst besser kennen zu lernen. Mit großem Erfolg. Sie sagte mir, dass sie eigentlich Wut auf mich hatte, was sie ebenfalls geschickt verbarg in unserem Gespräch, weil ich in ihrem Inneren gelesen hatte, was ihr garnicht gefallen hat.

Diese Wut schließlich war der Auslöser für den Einstieg in das Kartenlegen. Sie fand über diesen Weg nicht nur heraus dass ich Recht hatte, sie fand sogar den inneren Weg und wendete dieses Wissen an. Sie berichtete mir, dass sie lange Zeit nichts anderes tat, als sich auf den Rücken zu legen und nach innen zu lauschen. Irgendwann tat ihr Körper das was sie wollte, er entspannte sich. Dann kamen die Bilder, die aus den Tiefen ihrer Seele an die Oberfläche gespült wurden. Sie erschrak über diese fremdartigen Empfindungen und hatte auch Angst vor den manchmal schrecklichen Bildern und verzerrten Fratzen, die vor ihrem inneren Auge vorüber zogen. Sie weinte viel in dieser Zeit, die Tränen quollen einfach aus ihrem Inneren heraus, sie konnte nichts dagegen tun. Die schlimmen Rückenschmerzen allerdings blieben unverändert, aber die Migräneattacken kamen seltener. Nachdem diese Phase abgeschlossen war, welche ungefähr ein halbes Jahr dauerte, kam das goldene Licht. Zeitgleich dazu sah sie in den Karten immer wieder die Königin der Kelche, gekreuzt von der Hohen Priesterin. Das bedeutet eine spirituelle Frau mit großen Heilkräften. Das goldene Licht bildete sich in ihrem Inneren, es stieg langsam hoch in ihrem Körper und überflutete sie in einer Weise, welche man nicht anders als wohltuend beschreiben kann. Nun ja, die Königin der Kelche war eine Heilerin, zu der sie über eine Bekannte fand. Die Bekannte lernte sie in einem ihrer Tarot Kurse kennen. Die Heileren arbeitet mit Engel Energien, sie tat nichts anderes als die betroffenen Stellen auf ihrem Rücken und im Nacken anzusprechen mit Respekt und Liebe, der Liebe Gottes und er Kraft der Engel.

Die Kundin berichtete mir, dass sie zuerst glaubte an eine Spinnerin geraten zu sein, weil sie sie nur ganz leicht berührt hat, sie strich murmelnd über ihren Rücken, klopfte leicht mit den Fingerspitzen mal hier mal da. Aber steht’s wurden diese Stellen angenehm warm. Erst nach der dritten Sitzung bemerkte die Kundin, wie sich ihr Rücken anfing zu entspannen, und die Schmerzen sich auflösten. Rücken und Nacken  wollten nicht hart angefasst werden, diese Körperpartien wollten wahrgenommen, geliebt, respektiert und angenommen werden. Auch der Schmerz in dem Falle als Signal wollte wahrgenommen und angenommen werden. Das hat die Kundin begriffen und jetzt kommen die Schmerzen nur noch selten, immer wenn sie in ihr altes Rollenmuster zurückfällt und glaubt die ganze Last der ganzen Welt auf ihrem Rücken tragen zu müssen. Es ist ein schönes Gefühl der Auslöser zu diesem Happy End gewesen zu sein.

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Rückführung

Sonntag, Juni 26th, 2011

Rückführung steht für Reinkarnationstherapie oder Rückführungstherapie. Es handelt sich hierbei um eine Psychotherapie, die oft mit Hilfe der Hypnose Ursachen und Hinweise aus früheren Leben zutage fördert, um im jetzigen Leben bestehende Probleme, mit unbekannter Ursache, besser lösen zu können. Diese Art der Behandlung von psychischen Irritationen wird natürlich von den Krankenkassen nicht getragen, weil diese Art der esoterischen Anwendung keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Anerkennung hat, auch dann nicht, wenn deutliche erkennbare Erfolge erzielt werden. Blockaden, oder jedwedes Karma, können per Rückführung verdeutlicht und aufgelöst werden.

Das ist ja alles ganz gut und schön, aber kollidiert das Ganze nicht empfindlich mit dem energetischen Gleichgewicht auf dieser Welt? Was ist mit der Polarität? Kann es sein, dass Karma oft falsch interpretiert wird? Somit wird der allseits gepriesenen höheren Gerechtigkeit doch ins Handwerk gepfuscht, oder nicht? Nehmen wir einmal folgende (wahre) Geschichte als Beispiel. Ein Direktor in einem Waisenhaus im 16. Jahrhundert. Er wirbt für Spenden, um sie in seine eigene Tasche zu stecken, die Kinder hungern, sind täglicher psycho-, und körperlicher Folter ausgesetzt. Er hat Angestellte in diesem Waisenhaus, die den Kindern im Namen Gottes ein unerträgliches Leben bescheren. Die Sterblichkeitsrate ist extrem hoch. Dieser Direktor weiß das alles und nimmt es hin, Hauptsache der Rubel rollt. Er hat nicht einmal ein sonderlich schlechtes Gewissen, weil er ein gottesfürchtiger Mann ist, der die Bibel ganz nach seinem Gutdünken auslegt.

Außerdem glaubte man im 16. Jahrhundert, dass Waisenkinder sowieso nicht richtig im Kopf sind, und dass sie jedem der mit ihnen zu tun hat Unglück bringen. Somit haben jene Waisenkinder keine Lobby und kein Hahn kräht nach ihnen, auch wenn sie jämmerlich verrecken. Es war eine übliche Praxis diese Waisenkinder an hochherrschaftliche Häuser als billige Arbeitskräfte zu verkaufen, um mit dem Erlös das Waisenhaus zum “Wohle“ der verbliebenen und noch kommenden Waisenkinder weiter führen zu können. Sexuellen Missbrauch hat man billigend in Kauf genommen und auch der Direktor hat sich an verschiedenen, abscheulichen Praktiken schadlos gehalten. Nach heutigen Maßstäben ist das der blanke Hohn und ein Verstoß gegen nahezu alle Gesetze die wir aktuell kennen. Der Direktor des Waisenhauses stirbt nun in diesem Beispiel als guter Christ.

Aber an dieser Stelle ist die Geschichte nicht beendet. Der Direktor wird nun in der heutigen Zeit wieder geboren als Frau. Diese Frau, die in ihrem vorigen Leben so viel Schlechtes als Direktor des Waisenhauses getan hat, dass es sie über mehrere Existenzen verfolgt, soll nun, nach dem höheren Gesetz der Gerechtigkeit in diesem Leben Wiedergutmachung leisten.  Nun hat Karma ja die Angewohnheit, nicht mit Hinweisschildern versehen zu sein. So kann ein Karma belasteter Mensch ja schon von Glück reden, wenn er überhaupt weiß, was das Schicksal von ihm verlangt, dass er überhaupt Wiedergutmachung leisten darf. Das ist u.a. ein Thema, in so mancher Kartenlegen Session bei mir. Dieser Frau in unserer Geschichte, wird es aber nicht eben leicht gemacht. Denn sie wurde wiedergeboren als Kind einer wohlsituierten Familie. Sie sollte in die Fußtapfen ihrer Eltern treten und das familieneigene Großklinikum als leitende Chefärztin übernehmen.

Sie geht ihren Weg, sie tritt den Posten an, aber nicht als gesunde Frau, sondern als psychisches Wrack, die immer dann besonders gebeutelt wird, wenn sie mit Kindern zu tun hat. So habe ich sie im Rahmen einer Lebensberatung auf der Esoterik Hotline kennen gelernt. Sie konnte sich auf vieles keinen Reim machen, auch dass sie selbst keine Kinder bekommt. Sie hat viel für Kinder übrig, sie hilft wo sie kann und doch ist es nie genug. Sie leidet darunter, bei so viel Kinderelend auf der Welt, nur wenig tun zu können, sie nimmt am Leid der Kinder weltweit energetisch und psychisch Teil. Das zumindest konnte ich ihr mithilfe meiner Tarot Karten erklären. Sie ist drogenabhängig um das Ganze ertragen zu können. Bis ihr eines Tages eine gute Freundin vorschlägt doch einmal eine Rückführung machen zu lassen, um Erklärungen für ihr verkorkstes Innenleben zu bekommen.

Was glaubt Ihr kam dabei heraus? Ich habe ihr ganz klar und deutlich abgeraten, da mir meine Hellsicht und meine Wahrsagekarten eine deutlich schlimmere Situation ihres Lebens im Nachhinein offenbarten. Wollen wir uns einmal vorstellen, dass sie an einen Rückführungstherapeuten geraten ist, der etwas von seinem Handwerk versteht? Gut, er löst das Rätsel um ihre Schuld aus einem anderen Leben. Die Erkenntnisse, die sie während der Rückführung bekommt sind so wuchtig und traumatisch, dass sie herausgeschleudert wird aus ihrem Leben. Sie ist so bestürzt, dass sie erst jetzt erfährt, was es wirklich heißt innerlich abzusterben. Niemand kann sie trösten und ihr helfen, sie tritt einfach heraus aus ihrem Leben, taucht ab und ihre Spur verliert sich für längere Zeit in Afrika, aus ihrer Sicht dem Brennpunkt des Kinderelends auf dieser Welt.

Was hat die Rückführung bewirkt? Sie war eine angesehene Ärztin, die viel Geld verdient hat, Geld, von dem sie einen großen Teil für das Kinderhilfswerk gespendet hat. Sie arbeitete zeitweise für die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Sie hat alles weggeworfen und eingetauscht gegen die absolute Mittellosigkeit. Es ist die eine Sache im Sudan Waisenkindern zu helfen mit nackter Präsenz und spärlichen medizinischen Mitteln, aber eine ganz andere Sache wäre es, im Sudan zu helfen mit viel Geld und hochwertigen medizinischen Mitteln. Merkt ihr was, an diesem zerpflückten Karma wird sie 2 oder 3 Leben zu arbeiten haben. Es ist nicht umsonst so, dass unser Leben an dem Punkt endet, an dem die Seele überläuft. Einmal ganz abgesehen davon, ob es wahr ist, was der Rückführungstherapeut sieht und wie er es interpretiert.

Diese Ärztin ist nach 5 jähriger Unterbrechung wieder eine Kundin von mir, vielleicht wird sie irgendwann ihre Geschichte aufschreiben in einem autobiographischen Roman, aber solange sie mit Repressalien ihrer mächtigen Familie rechnen muss, will sie anonym bleiben. Wir haben ab und zu auch privaten Kontakt zueinander, aber wirklich helfen kann ich ihr nicht. Von Rückführung hat sie sich distanziert, denn diese Praktik hat ihr Leben in einem Alptraum verwandelt. Es mag jetzt jeder seine eigenen Schlüsse aus diesem Bericht ziehen, aber ich denke dass es Grenzen gibt, die man respektieren sollte und jeder der das nicht tut, hat keinen Zugang zu höherem Wissen.

Ist es für mich wirklich gut um kommende Dinge zu wissen?

Sonntag, Juni 12th, 2011

Ob der Intelligenz dieser Frage war ich doch ganz schön verwundert. Der Inhalt dieses Satzes lässt auf einen Menschen schließen, der mit offenen Sinnen durchs Leben geht. Der mit dem Wort Konsequenzen nicht nur einen Klang verbindet. Ich muss ehrlich sagen, dass Gespräch mit dieser Frau war für mich das Gehaltvollste in meiner ganzen bisherigen Laufbahn als Lebensberaterin. Aber was will ich mit diesem Blogeintrag eigentlich sagen? Genau, dass es wirklich wünschenswert wäre, wenn sich jeder Mensch im Vorfeld vorstellen würde, was gewisse Handlungen für Konsequenzen nach sich ziehen.

Dann würde es auf unserer Welt ungleich viel besser aussehen als heute und zwar für alle Lebewesen. Aber zurück zur Frage. Natürlich habe ich in meine Tarot Karten geschaut, was zukünftiges Wissen, explizit für diese Kundin, bedeuten würde, ob sie tatsächlich ihr Leben damit optimieren kann und statt der Fehler, die eigentlich per Kartenlegen Beratung vermieden werden sollten, andere machen würde. In der Tat geht es ja im Leben u.a. darum, dem Dreiklang zwischen Körper, Geist und Seele durch Entwicklung und der damit einhergehenden Erfahrungen näher zu kommen.

Überflüssig zu erwähnen, dass besagte Anruferin aufgrund ihres hoch entwickelten Wissens um diese Dinge weiß und sie nicht einen Fehler gegen den anderen eintauschen wird, da sie sich auf einem sehr hohen Niveaus und zwar ganzheitlich befindet. Sie hat sich die Informationen von mir geben lassen und wir haben uns darauf geeinigt, dass der Anruf bei mir auch eine Erfahrung war, welche dazu dient zu mehr Gewissheit und Sicherheit im Leben zu gelangen, denn manchmal verteilt das Schicksal einen großzügigen Bonus, wenn man sich nicht immer nur um sich selbst einen Kopf macht, schließlich darf man bei all dem nicht vergessen, dass alles Leben auf dieser Welt miteinander im Zusammenhang steht.

Diesen Schicksals Bonus bekommt man aber auch, wenn man die gewonnenen Erfahrungen richtig anwendet und zwar ohne Bauernopfer, da wird schon Mal eine kleine Schummelei, wie die Konsultation einer Seherin, verziehen. Menschen gehen sehr unterschiedlich um mit Informationen, welche zukünftige Ereignisse betreffen, viele von ihnen betrügen sich sogar selbst, nehmen wir z.B. diese Frage, welche garnicht so selten ist: “Soll ich heute zu der Party überhaupt hingehen, wenn er sowieso nicht da ist, da wird das doch bestimmt öde?“ Was sehe ich in meinen Karten? Klar wird die Party öde, weil diese Anruferin nicht in der Lage ist das Beste aus allem zu machen und vielleicht neue Kontakte zu knüpfen, was eigentlich kein Problem wäre, wenn sie sich innerlich anders darauf einstellen würde.

Vielleicht hätte sie auch etwas Interessantes über ihren Angebeteten erfahren, denn es wären eine Menge Freunde und Bekannte von ihm da gewesen. Aber ich konnte diesen Satz garnicht zu Ende reden, schwupp und aufgelegt. Oder dieser Schlaumeier: “Ja, ja bitte nicht so ausführlich, was bitte hat denn das eine mit dem anderen zu tun?“ Jetzt noch gar nichts, habe ich gesagt, aber in 1, 2 Jahren schon. Dann wirst du Probleme bekommen mit der Firma, von der du jetzt glaubst, dass sie in Konkurs geht. Mit einem: “ Das glaubst du doch selbst nicht…“ hat er aufgelegt. Er wollte nicht einmal wissen wie ich darauf gekommen bin. Aber mit einem Zukunftsblick ist es genau wie mit allen anderen Dingen im Leben auch, welche das Leben ungemein erleichtern könnten. Man muss damit umgehen können, denn sonst sind die wertvollsten Informationen eben nutzlos.

Schlau sind jene Anrufer, die mit den gewonnenen Infos via Zukunftsdeutung ihre Zukunft optimieren, bzw. in gewisse Fallen garnicht erst laufen. Aber schlau sind eben bei weitem nicht alle. Die Hotline Nutzer, welche lieber den Kopf einziehen, die das Gesagte nicht verstehen können oder wollen, solche, die sich solange durch die Hotlines telefonieren bis sie einen Kartenleger Berater gefunden haben, der ihnen das sagt was sie hören wollen, diese Hotline Nutze sind absolut in der Überzahl. Sie haben kein Interesse an Konsequenzen, erst recht nicht was andere betrifft. Da geht es nur um bekommen oder- oder nicht bekommen, egal was dies für Konsequenzen haben möge. Aber sollte man sich als Lebensberater, Kartenleger oder Hellseher da aufdrängen?

Sollte man bei solchen Anrufern wirklich riskieren als “Gesprächsindielängezieher“ abgestempelt zu werden? Nein, da muss man dann zu sich selbst ehrlich sein und einsehen, dass Fähigkeiten, Gaben oder höheres Wissen wie Perlen vor die Säue wären. Da ist alle Weisheit, aufgrund von umfangreichen Lebenserfahrungen, für die Katz. Das ist das Schlimme an diesem Beruf, dass man viele Dinge, wider besseres Wissen, garnicht erst sagen kann, wenn man nicht riskieren will, dass der Anrufer auflegt. Versucht man es dann trotzdem, dann darf man nicht erwarten, dass der Anrufer darauf vertraut, dass der Lebensberater eben mehr sehen kann und jetzt schon weiß, das man mit diesem Mann niemals glücklich werden wird, oder dass das Darlehen sich am Ende als Fluch entpuppen wird, genau wie das Haus, was man doch so unbedingt haben will, oder die Fusion die floppen wird.

Manchmal kann ich richtig sehen wie der Anrufer aufgrund seiner Begrenztheit in sein Unglück läuft, aber ich kann es nicht verhindern, weil er es garnicht wissen will. Habe ich in diesem Falle meinen Job gemacht? Nein, nicht aus meiner Sicht. Das ist sehr unbefriedigend. Deshalb ist es für viele Menschen nicht nur nicht gut kommendes Wissen vermittelt zu bekommen, sondern regelrecht sinnlos. Oft ist es so, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt als Teilwahrheiten weiter zu geben. Aber ich will nicht herum jammern, kein Tag ist wie der andere, genau wie kein Mensch dem anderen gleicht. Manchmal sind die Anrufer wie kleine Kinder. Was dieses Beispiel ganz gut zeigt.

Ich: Ja hab schon verstanden, ich erinnere mich an dein Problem, aber das habe ich dir eigentlich schon vor 2 Jahren prophezeit dass das nichts wird, oder? Aber du hast mir nicht geglaubt, hast auch immer wieder aufgelegt, stimmts?
Anruferin: Ja aber nur weil alle anderen Kartenleger gesagt haben das wird was, da dachte ich du willst mich bloß ärgern.

Ohne Worte.

Es ist nicht wichtig ob man das bekommt was man sich wünscht, das kann vieles sein, eine Frau, ein Mann, ein Kind, ein Haus, ein Auto, eine Reise, Geld, Karriere und Freunde. Wichtig ist, ob man damit glücklich wird, oder ob man es schafft, Konsequenzen so anzunehmen, dass sie sich in Positives verwandeln lassen. Und da ein GUTER Kartenleger, Hellseher, Wahrsager oder Medium immer das Gesamtkonzept sieht, oder sehen sollte, ist jeder Hotline Nutzer gut beraten den Berater aussprechen zu lassen, oder ihn gleich zu fragen, was er in der Gesamtheit über dieses oder jenes Thema sieht.

Frohe Pfingsten wünsche ich.

Ansichten über Religion und Esoterik

Donnerstag, Mai 19th, 2011

Was dabei die naheliegendsten Vermutungen sind, ist die Gewissheit, dass all diese Mächte uns in der Tat antworten, dass sie existieren. Aber es gibt auch Skeptiker, die sich aus allen möglichen Blickwinkeln damit befassen, Skeptiker wie mich z.B. Im Grunde genommen machen mich alle Dinge skeptisch auf die es eine allzu klare Antwort zu geben scheint. Das Leben ist nicht klar und nie und nimmer als einfach und simpel zu bezeichnen, also wieso sollten solche Themen es dann sein? Ich persönlich glaube nicht an übergeordnete Mächte, das sagt mir nicht nur mein akribischer Verstand, sondern das fühle ich auch seelisch. Als Kartenlegerin bzw. Lebensberaterin würde ich einen schlechten Job machen, wenn ich mich nicht mit Philosophie befassen würde.

Ich glaube an Dinge,  die wesentlich größer und älter als die Menschheit sind, sie aber nicht im Sinne von willentlich beeinflussen. Jeder Mensch glaubt an etwas und wenn es den Menschen besser macht, dann ist das eine gute Sache. Aber macht der Glaube Menschen wirklich besser? Ist es nicht ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass allein der Glaube an eine Hölle viele Menschen davon abhält weit Schlimmeres zu tun als so schon? Ich befasse mich nicht nur mit Philosophie, sondern auch mit Theosophie. Nun fragen mich nicht wenige Menschen in meinen Beratungen, ob es denn wirklich einen Himmel oder eine Hölle gibt, meine Antwort darauf ist immer die Gleiche: “Was glaubst und fühlst du?“ Ich erläutere erst dann anhand meiner Erfahrungen und Sichtweisen wie ich das sehe. Woher kommen der Kraftstrom und das Urvertrauen, welches sich beides nach einem Gebet einstellt?

Ich denke, wenn so viele Menschen in eine Richtung fokussieren (beten), dass da auch etwas zurückkommt, denn der Energiestrom ist keine Einbahnstrasse. Betrachten wir uns doch einmal die Bauart der Kirchen und Dome, es sind alles Gebäude mit einem riesigen Fassungsvermögen nach oben. Es sind weit nach oben hin geschlossen Gebäude. Hmm, wofür? Was ist, wenn sich die Gebete, bzw. die Energien der Menschen auf die Art stauen? Das wäre zumindest eine Erklärung dafür, warum Menschen in Kirchen so viele Empfindungen durchlaufen, vielleicht liegt es an der gewaltigen Energiepräsenz vieler tausender bittender und flehender Menschen, die ein Gefühl des überirdischen entstehen lassen? Vielleicht halten Kirchen die guten Energien vom großen Energiekreislauf fern, deshalb existiert vielleicht das Jesus Evangelium, welches aber nicht von Jesus stammt, sondern von einem Menschen, der diese Dinge schon vor langer Zeit bemerkt hat…?

Dies sind alles nur Anamnesen, aber trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Gehen wir zum Bereich Naturreligion, was ist der Unterschied? Was tut eine Hexe z.B. heute und warum hatte man in früherer Zeit soviel Angst vor ihr, hatte sie am Ende mehr Macht als die ganze Christenheit zusammen? Denn eine essentielle Wahrheit zu fühlen bedeutet Macht zu haben. Auch heute noch werden Hexen gefürchtet, aber nicht jeder Mensch, der Anhänger eine Naturreligion ist, ist eine Hexe oder ein Hexer, oder doch?  Steht nicht in der Bibel du sollst Zauberer (Hexen inbegriffen) nicht am Leben lassen, ist das nicht reichlich übertrieben? Steckt da mehr Angst dahinter als angenommen?

Ja, aus meiner Sicht, die Angst vor der Wahrheit, denn Dogmatiker fürchten die Wahrheit mehr als alles andere. Nun mag sich ja jeder selbst seine Gedanken darüber machen, wenn eine Wahrsagerin eine Hellseherin,  oder Kartenlegerin mit Christusenergie arbeitet. Oder über praktizierende Engel Medien, die angebliche Engelbotschaften weitergeben, die ja eigentlich direkt von Gott stammen müssten. Für mich als gebildeter Mensch reichen Behauptungen nun einmal nicht, ich stelle das in Frage, was Milliarden Menschen auf der Welt, ohne nachzudenken nachplappern und weitergeben. Ich beziehe Kraft aus der Natur, aber ohne Elfen und Waldgottheiten. Ich sehe diese Wesen als Ausdruck eines großen und wunderbaren Systems was im sterben liegt.

Ich versuche nicht nur Kraft zu ziehen, ich versuche auch Kraft zu geben. Meine Religionen heißen Umweltbewusstsein und Wissen. Aus diesem Grund gibt mir die Natur auch etwas zurück, wenn ich z.B. meditiere, weil ich eben nicht wegschaue, wie ihre Geschöpfe leiden, ich helfe wo ich es sehe. Weil ich kein Auto habe, ich fahre meiner Gottheit, die Natur heißt, zuliebe mit dem Fahrrad, weil ich versuche Ressourcen zu schützen, indem ich das Wasser eben abdrehe während ich mir die Zähne putze oder die Hände wasche, uvm. So gesehenen bin ich eine bekennende Hexe und stolz darauf. Für mich ist das eine Religion die Sinn macht, die der Welt, unserer Welt zugute kommt. Nun macht man sich ja nicht unbedingt Freunde mit solchen Aussagen, aber wenigstens sind sie ehrlich.

Da erinnere ich mich an ein anregendes Gespräch vor nicht allzu langer Zeit, es ging erst um einige Fragen bezüglich der Partnerschaft des Mannes. Später dann kamen wir ins plaudern über alles Mögliche, u.a. auch über theologische Themen. Ich weiß nicht so recht was den Stimmungsumschwung bei diesem Mann so urplötzlich bewirkt hatte, denn er sagte auf einmal, dass er ein sehr religiöser Mensch sei und er jederzeit auch Antworten und Trost von der Kirche bekäme und das kostenlos. Hmm, die Kirche und kostenlos, da war ich dann doch ein wenig geplättet. Vielleicht hat er sich in dem Moment darauf besonnen, dass aus diesem Anruf Kosten entstehen, vielleicht war er auch nur wütend, weil meine Gesamtaussage über seine verlorene Partnerschaft ihm gegen den Strich ging, und ich ihn mehrmals wissen ließ, dass ich an seinen Angaben zweifle, weil seine ehemalige Partnerin ganz andere Ansichten hätte als er über den Trennungsgrund. Jedenfalls entlud sich der Zorn dieses Mannes eindeutig gegen meinen Berufstand.

Nun ja, ich bin ja selbst Schuld, was bin ich aber auch für ein heidnisches und aufmüpfiges Weib. Warum mache ich mir eigentlich die Mühe überhaupt zu schreiben, das ist wie der berühmte Kampf gegen Windmühlen, vielleicht weil alle Kämpfe so beginnen, weil ich hoffe, dass irgendjemand aufgrund meiner Zeilen seine allzu bequeme Weltanschauung einmal in Frage stellen möge, vielleicht weil ich über die bezahlte Lebensberatung hinaus etwas geben möchte, kostenlos wohlgemerkt, vielleicht weil ich gegen meine hoffnungslose Desillusionierung, was die Menschheit begrifft, etwas tun will, wer weiß? Da ja bekanntlich nichts umsonst geschieht, wird das von mir Geschriebene vielleicht doch irgendwann, irgendeinen Zweck erfüllen. Meine Botschaft lautet: “Denn auch Dinge, die tausende von Jahren alt sind, müssen nicht unbedingt richtig sein.“

Die Skala von 1 – 10

Montag, Oktober 18th, 2010

Ich möchte jetzt einmal einen Ausschnitt aus einem Seminar zum Besten geben, welches ich ca. vor 10 Jahren gab. Daran wird deutlich, warum viele der gemachten Voraussagen einfach nicht stimmen können. Es ist von enormer Wichtigkeit multidimensionale Sichtweisen zu erlernen, es reicht bei weitem nicht aus, wenn man nur die Bedeutung der Symbolik von den Karten kennt. Also dies war ein fortgeschrittener Eleve von mir, d.h., er hat zu diesem Zeitpunkt schon auf einer Line gearbeitet.

S.T.* steht für Seminarteilnehmer, und für alle Schlaumeier, Ich* steht für Ambrosia :-)

S.T.* Aus welchem Blickwinkel soll man die Karten denn deuten?
Ich* Immer aus der Sicht des Fragenden.
S.T.* Und woher soll ich wissen, was die Sicht des Fragenden ist?
Ich* Indem Du Dir angewöhnst multidimensional zu denken.
Beispiel, die Fragende will wissen, was die Beziehung für ihre Zukunft bedeuten wird, also wird sie glücklich sein damit in der Zukunft, oder wird sich der Partner dramatisch verändern, ec.?
Ok, ich lege jetzt einmal willkürlich 2 Karten auf den Tisch, die die Situation der Fragerin in 2 Jahren reflektieren sollen. Der Ritter der Schwerter gekreuzt von Die Königin der Schwerter. Wie also empfindet die Fragerin die Beziehung in 2 Jahren?
S.T.* Als kalt und gefühllos.
Ich* Und was würdest du der Fragerin raten?
S.T.* Ich würde der Fragerin von der Beziehung abraten.
Ich* Nein, das ist eine Suggestion, eine Beeinflussung.
S.T.* Na was soll ich denn sonst raten?
Ich* Sag der Fragerin was du siehst, sag ihr wie sie in 2 Jahren empfinden wird, die Schlussfolgerung dessen, was sie letztendlich tun wird, muss sie selber herleiten.
S.T.* Na ja, sie wird sich kalt fühlen, wütend und vielleicht sogar verletzt.
Ich* So weit so vage. Wenn du mit deiner Erklärung stecken bleibst, dann musst du einen anderen Weg finden um der Fragerin nahe zu bringen,
wie die Situation emotional für sie in ca. 2 Jahren aussehen wird.
S.T.* Wie meinst du das?
Ich* Die 1- 10 Skala z.B., versuch mir als Fragerin einmal bildlich herüberzubringen, wie sich die Situation für mich in 2 Jahren auf einer Skala von 1-10 emotional und seelisch darstellen wird, anhand der beiden Karten. Also die 1 ist echt mies, und die 10 ist das Beste, (nach dem psychologischen Entwicklungsmodus).
S.T.* Na ich würde sagen 1.
Ich* Ja ich auch, denn die beiden Karten als Beziehungskarten bedeuten, dass die Fragerin durch immer wieder hässliche Szenen, und vielleicht sogar Gewalt und Jähzorn innerlich erstarrt ist. Gefühle sind im Keim erstickt und die nächste Ebene dieser Beziehung wird nicht Respekt heißen.
S.T.* Und wie kann man so was lernen? Wie kann man denn überhaupt von einer Ebene auf die andere hüpfen? Und wann bin ich denn fertig mit lernen?
Ich* Üben, üben, üben und Erfahrungen sammeln, mit Rollenspielen seine Systeme geschmeidig machen, und vor allem versuchen empathisch fit zu werden. Ich empfehle dir, dich bei jeder Legung innerlich als Beobachter zu lagern, du siehst und berichtest, wenn du anfängst die Dinge die du siehst auch zu fühlen, dann bist du auf dem besten Wege ein empathischer Kartenlegen Berater zu werden. Und wenn du dereinst Reinigungsrituale brauchst, dann hast du es geschafft. Aber da geht die eigentliche Arbeit erst einmal los. Und fertig, in dem Sinne, wirst du nie werden, denn auch nach 30 Jahren lernst du immer wieder dazu, nach jeder Legung. Die Kombinationsmöglichkeiten von 78 Karten sind  unendlich. Noch ein Beispiel.
S.T.* Ok.
Ich* Ein Kunde möchte von dir wissen, ob seine Frau ihn noch liebt. Die 5 der Schwerter gekreuzt von Die 8 der Münzen. Du interpretierst die Karten jetzt mit deiner weiblichen Seite.
S.T.* Also ich hasse meinen Mann, und ich muss viel arbeiten, ich würde sagen die 2.
Ich* Bist du sicher, dass du das deinem Kunden sagen würdest?
S.T.* Äh, na ja so ungefähr. Oder wie sonst?
Ich* Die 5 der Schwerter steht nicht nur für Hass, sie steht auch für eine Niederlage. Die 8 der Münzen darüber steht im Zusammenhang mit dieser Karte dafür, diese Niederlage nicht so einfach hinnehmen zu wollen. Das heißt, die Frau kämpft und arbeitet heroisch um und an ihrer Beziehung, sie macht es sich auf keinen Fall leicht. Die Liebe hat sich davon geschlichen, und sie kann sie nicht festhalten, egal wie sie sich darum auch bemühen mag. Sie gibt sich selbst die Schuld daran, dabei hat sie, und nur sie, von Anfang an, an der Beziehung gearbeitet.  Ich habe noch eine Karte gezogen für den Mann wie er dazu steht, es ist Die 7 der Kelche. Das bedeutet, dass er vor einem Rätsel steht, er ist also emotional einfach gestrickt und ziemlich fantasie- und einfallslos, er wird die Beziehung nicht retten können. Sie haben sich aneinander vorbei entwickelt. Bzw. die Frau hat sich weiter entwickelt, und will es nicht akzeptieren dass sie es allein nicht schafft ihre Beziehung mit auf die nächste Ebene zu nehmen. Tragisch, weil das bedeutet, dass sie glaubt nur als Frau in einer Beziehung von Wert zu sein, wahrscheinlich hat sie dieses Frauenbild von ihrer Familie aufgedrückt bekommen, oder durch ihre Religion. Für die Frau würde ich sagen eine 3, und für den Mann ein 5. Ich würde ihm antworten, dass seine Frau sich emotional sehr weit von ihm entfernt hat, und dass ich ein liebloses Nebeneinanderher sehe, was von allein nicht besser werden wird. Die Frage ist also nicht ob seine Frau ihn noch liebt, die Frage ist eher die, was er zu tun gedenkt um die Liebe seiner Frau zurück zubekommen? Und im stillen würde ich mit denken → die Liebe seiner Frau überhaupt zu verdienen.
S.T.* Wow. Und das alles siehst du in nur 2 Karten?
Ich* Schleimer, an die Arbeit, nächstes Beispiel…

Ich glaube an Komplexivität kann es die Kartenlegerei mit jeder anerkannten Wissenschaft aufnehmen. Es ist nicht eins zwei fix mal eben schnell zu erlernen. Ich habe schon vielen Seminaren, als stille Beobachterin beigesessen, und ich kann an dieser Stelle nur jedem raten, sein Geld zu behalten. Drei Dinge möchte ich an dieser Stelle empfehlen, 1. sind Bücher wesentlich billiger, 2. gibt es genug Angebote, wo man sich einem esoterischen Zirkel z.B. anschließen kann um das Kartendeuten zu zelebrieren.

Ich schreibe mit Absicht nicht erlernen, weil die Kartenlegerei selbst die Lehre ist, egal wie lange man sich ihr auch widmet. Und 3. liebe Ratsuchende, lasst Euch nicht von Diplomen, Zertifikaten und Schriftstücken von absolvierten Lehrgängen blenden, das ist es nicht was man braucht um die Kunst der Kartenlegerei zu leben.

Immer schön bei Laune halten

Montag, Oktober 4th, 2010

Dies ist ein von mir über 3 Jahre zusammengestellter Erfahrungsbericht über die Naivität einiger Esoterikhotline Nutzer, und über die Skrupellosigkeit vieler “seriöser und geprüfter Lebensberater“.

Hier ist der Anruf, den ich vor ca. 3 Jahren bekam, von einer Anruferin die angeblich noch nie bei einer Hotline angerufen hatte, von einer Anruferin, die fasziniert war von Kartenleger, Hellseher, Wahrsager & Co, der Bericht ist stark gekürzt:

Ich* Hallo, was kann ich für  dich tun?
Anruferin* Sehr unsicher…Hallo hier ist {…}, und ich wollte mal wissen wie ein bestimmter Mann zu mir steht, und ob wir ein Chance für die Zukunft haben.
Ich* Ich ließ mir das Geburtsdatum geben, um zu wissen mit wem ich es zu tun habe, und dann schaute ich in die Karten und rekonstruierte die Geschichte von Anfang an.… Ja also tut mir leid dir sagen zu müssen, dass du einem Traum nachjagst, dieser Mann ist verheiratet und wird es auch bleiben.
Anruferin* Ja aber, er hat mir ganz fest versprochen, dass er sich scheiden lässt um mit mir ein neues Leben aufzubauen, weil seine Frau so berechnend und geldgierig ist.
Ich* Mag ja sein, dass er es in dem Moment, wo er das zu dir sagt, auch so meint, aber ich kann Dir nicht betätigen dass seine wackligen Absichten deine Realität werden, die in einer gemeinsamen Zukunft münden.
Anruferin* Du bist sehr direkt und kalt!
Ich* Ja, egal wie ich es dir sagen würde, es bleibt eine direkte und kalte Wahrheit.
Aufgelegt

Hatte ich schon erwähnt, dass ich in meiner Laufbahn als Wahrsagerin immer wieder Ärger hatte mit Linebetreibern, die meinten ich hielte die Anrufer nicht lange genug in der Leitung? Hatte ich schon erwähnt, dass mir schon sehr oft nahe gelegt wurde den Anrufern Recht zu geben, um mehr Minuten raus zuschlagen? Kohle kontra Wahrheit, diese Entscheidung ist mir noch nie schwer gefallen, bin ich doch nicht explizit auf den Job als WAHRSAGERIN angewiesen.

Nun ja, die Anruferin hatte einen sehr einprägsamen und besonderen Namen, deshalb konnte ich ihre Geschichte auch verfolgen, das heißt sie verfolgte mich, egal wo und wie ich meinen Recherchen auch nachging, ich stolperte immer mal wieder über ihren Namen.

Hier von der Kundin einige Feedbackeinträge:

Liebe {…}!

Das Gespräch war plötzlich weg, hätte mich gerne noch bedankt.  Du hast mich wie immer beruhigt und wieder aufgerichtet. Du bleibst, wie all die anderen Berater, bei deiner Aussage, bist eine von den Besten hier. Danke für Deinen Rat mich nicht verrückt machen zu lassen, ich werde mich in Geduld fassen. Danke für deine stete Unterstützung! Ich umarme dich in Licht und Liebe, deine {…}

Andere Line, andere Zeit, anderer Berater:

Liebe{…}!

Früh am Morgen, als nichts mehr ging, rief ich dich an! Du hast dich wieder mal erste Sahne in mich eingefühlt, und mich aus dem Tal geholt. Ich bedanke mich für die Ratschläge der Engel und der geistigen Welt, wo du ja dazugehörst. Es ist alles so schwer für mich, aber ich glaube er ist all das alles Wert. Und wieder haben mir die Engel, und du meine Liebe, mir das bestätigt. Vielen Dank du Engel auf Erden. Ich werde deine Ratschläge diesmal auch wieder befolgen, und dich immer anrufen wenn es nicht mehr geht. Fühl dich umarmt deine {…}

Andere Line, andere Zeit, anderer Berater:

Hallo mein Süßes!

Sorry wegen gestern, auf einmal war die Verbindung weg. Ich bin, aufgrund unseres Gespräches voll der Hoffnung, dass er sich nun endlich trennen tut.  Ich weiß genau, dass ich es hätte unterlassen sollen bei seiner Frau anzurufen, aber solange warte ich nun schon, seufz. Ich weiß, dass er mich wirklich liebt, dass er, wie du immer sagst eine Blockade hat, aber ich bin auch froh dass ich dich habe, denn du verstehst mich immer, egal wann ich auch anrufe. Er hat mich aus seinem Profil bei Facebook gelöscht, um mir zu zeigen dass er es Mist findet was ich da gemacht habe, ich habe es ja auch irgendwie verdient, aber du hast mich wieder aufgebaut und mir gesagt, dass ich ihn niemals verlieren werde, dafür danke ich dir. Mir tut es furchtbar weh, aber wie gesagt  bin ich auch selbst schuld. Ich bete so zu Gott und zu den Engeln, dass du mit deinem Kartenlegen Recht hast, und wir uns wieder vertragen, hoffentlich so bald wie du gesehen hast. Fühl dich gedrückt, ich rufe an wenn es was Neues gibt. In Licht und Liebe deine{…}

Und wieder auf der anfänglichen Line:

Hallo {…}

Ja du hattest Recht, er hat mir das Geld nicht gegeben. Dabei ist es doch so offensichtlich, dass es mir schlecht geht, wann habe ich schon mal um was gebeten? Aber du sagtest auch dass er sich meldet, das hat er, aber er war sehr unterkühlt. Ich hoffe nun, dass du mit dem Rest auch noch recht behältst und er mich wieder mit mehr Wärme behandelt…Aber ich ruf dich an und halt dich auf dem Laufenden, aber du bist wirklich selten online, es ist immer schwierig dich zu erreichen, dabei bist du für mich die Beste hier. Ich drück dich deine{…}

Diese, und zig andere, Feedbackeinträge gehen über den Zeitraum von ca. 3 Jahren, alle in so ähnlichem Wortlaut verfasst, verteilt über ca. 15 Berater unterschiedlicher Lines. Und vor einigen Tagen dieser Anruf nun bei mir, dieselbe Kundin, aber sie konnte sich offenbar nicht mehr an mich erinnern:

Ich* Hallo, was kann ich für dich tun?
Anruferin* Ja ich wollte mal Fragen wann sich mein Herzenspartner endlich trennt.
Ich* Ich erkannte sie nicht sofort an der Stimme, aber am Namen, ich mischte die Karten und dachte mir ok, wenn du es so haben willst….Tut mir leid, er wird sich niemals trennen.
Anruferin* Aber alle anderen Kartenleger sind derselben Meinung, er wird sich trennen für mich, und zwar schon bald.
Ich* Und seit wie vielen Jahren hoffst du schon darauf, lass mich raten…seit 3 Jahren?
Anruferin* Verblüfft… Ja, woher weißt Du das so genau?
Ich* Weil ich mich an dich erinnere.
Anruferin* Nein, nein wir haben noch nie miteinander telefoniert, an so eine unfreundliche Stimme  würde ich mich doch erinnern!
Ich* Ganz genau, ich war die direkte und kalte Stimme der Wahrheit.
Aufgelegt.

Dass die Kundin sich nun langsam an den Rand des Ruins telefoniert, ist zu erkennen an immer einmal wieder auftauchenden Bemerkungen über ihre schwindenden Finanzen. Wer auch immer da mit dem Finger auf die Lebensberater insgesamt zeigt, der sollte einfach besser recherchieren, indem er sich wirklich einmal die Mühe macht in den Feedbackeinträgen zu lesen, und eins und eins zusammenzuzählen. Denn wie ich schon einmal erwähnte, gibt es nicht nur schwarze Schafe in den Eso Branche.

Ein Flickenmusterleben…

Samstag, September 11th, 2010

Ein Gespräch von heute Morgen ca. 3 Uhr. Da kann jeder davon halten was er möchte.

  • Ich* Guten Morgen, was darf ich denn für Dich tun.
  • Anruferin* Ja, hahahahaha guten Morgen is jut, wie spät hammer denn?
  • Ich* Etwas perplex…3 Uhr.
  • Anruferin* Angetrunken ist noch gelinde ausgedrückt…Ja also hab schon viel von dir gehört, und hätte da mal in eigener Sache ein paar Fragen, mach ja auch grade Pause, hahaha.
  • Ich* Na, dann frag mal.
  • Anruferin* Es geht um meine beiden Männer, ich wollt mal fragen, welcher sich denn für mich entscheiden tut?
  • Ich* Keiner von beiden.
  • Anruferin* Hahahaha, echt jetzt?
  • Ich* Echt jetzt. Ich habe ihr dann alles noch lang und breit erklärt. Der eine hatte mehrere Eisen im Feuer, und keinen Bock auf Beziehungen prinzipiell. Der andere war noch in einer Ehe, und der geht zu seiner Frau zurück.
  • Anruferin* Ja, hahaha, na dann ok, hab da mal noch ne Frage, wie geht das mit meinen 3 Kindern weiter?
  • Ich* Ich brauch von jedem Kind den Vornamen.  Hat sie mir gegeben, und heraus kam, ein Kind lebt im Heim, das andere bei Pflegeeltern und das 3. wird in der Verwandtschaft hin und her gereicht. Heraus kam auch, dass sie beim Jugendamt als Risikomutter geführt wird. Ich sagte ihr, dass sie an ihrem Lebensstil etwas ändern müsse, damit das Jugendamt ihren guten Willen sieht, und damit sie als Mutter auch bestehen kann. Dass sie dringend an sich arbeiten muss um ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, diverse Schulden und ein Alkoholproblem haben sich ja auch noch dazu gesellt. Und immer wieder dieses unkontrollierte Gelächter zwischendurch, hat mir noch ganz andere Probleme offenbart…
  • Anruferin* Und wann finde ich denn nun endlich mal meinen Herzenspartner, hahaha?
  • Ich* Unter diesen Umständen wird das wohl nicht klappen. Du hast genug Baustellen in deinem Leben, du musst zusehen in eine gewisse Stabilität hinein zu kommen, und da wirst du keinen Mann finden, der dir dabei helfen wird, im Gegenteil. Du denkst jedes Mal es ist die ganz große Liebe, dabei wirst du ausgenutzt und geblendet. Solange du versuchst den einfachen Weg zu gehen, wirst du dich immer tiefer in ein Flickenmusterleben verstricken, jeder Flicken steht für anderes Problem.
  • Anruferin* Und beruflich…?
  • Ich* Ich hatte das Gefühl mit einer Wand zu reden…Was machst du denn beruflich?
  • Anruferin* Hahahaha, na das hättest du aber merken müssen, hahaha, wir sind Kolleginnen…
  • Ich* Geschockt…Ah, ja. Sie hat mir dann den Namen  ihrer Line genannt, und ihr Pseudonym, ich habe sie dann tatsächlich auch da als Lebensberaterin gefunden. Ich verrate nur soviel. Es ist eine sehr große Esoterik – Line, und weil ich es immer noch nicht glauben konnte, habe ich ein wenig später dort angerufen, und dieses keckernde und unverwechselbare “Hahahaha“, hat dann, zu meinem großen Entsetzen, alle Zweifel beseitigt.

Manchmal denke ich mir, dass mich so schnell nichts mehr überraschen kann, aber das ist augenscheinlich ein Irrtum.

Dieser Tag heute, hat für mich etwas von einem Bogengang in einem uraltem Kloster, wo jedes Geräusch eines Schrittes, auf den ausgetretenen Steinen, eine Jahrhunderte alte Geschichte flüstert.

Weißt du noch wer ich bin…?

Sonntag, September 5th, 2010

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich einen Anruf. Als die Anruferin sich outete, war ich baff. Ich bekam eine sage und schreibe 20 Jahre alte Rückmeldung von einer Traumdeutung. Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Traum, der mir damals von einer Kundin geschildert wurde, die noch aus meinen von “Angesicht zu Angesicht Wahrsagerzeiten” stammt.  Ich erinnere mich deshalb noch so gut daran, weil es meine allererste Traumdeutung war, und weil ich Traumdeutung eigentlich überhaupt nicht in meinem Repertoire hatte. Ich sagte ihr, dass ich Träume noch nie gedeutet habe, sie bat mich aber trotzdem einfach nur zuzuhören, und meiner Intuition freien Lauf zu lassen. Ich gebe den Traum in der Form wieder, wie ich ihn hörte, also in der ich Form, folgt mir in das Jahr 1990:

Ich träumte, ich saß in einem Zugabteil. Der Zug fuhr durch eine schöne grüne Landschaft. Er war voller lärmender Kinder, und ich war genervt. Auf einmal tat der Zug einen Ruck, und ich spürte wie der Zug anfing zu versinken. Ich hatte aber keine Panik, im Gegenteil, irgendwie frohlockte ich.  Alle anderen gerieten in Panik, der Schaffner kam zu mir und bat mich durch eine Art Dachluke raus zuklettern, und die Lage auszukundschaften. Was ich auch tat. Ich stand auf einmal auf dem Dach des Zuges, der langsam aber sicher immer tiefer im Morast, im Sumpf versank. Die Schreie wurden immer leiser, und bevor mein Füße das morastige Wasser berühren konnten, hob ich ab. Ich hatte mich in einen Adler verwandelt. Ich sah mich zwar nicht, aber ich wusste es irgendwie.

Ich flog einfach nur gerade aus, und dachte mir, mal schauen wo der Sumpf endet. Ich kam an einen See, das Wasser war grün, Nebelschwaden zogen darüber hinweg, es war die Stimmung eines diesigen Herbstmorgens. In dem See sah ich vergessene und halb zerrissene Fischernetze halbherzig gespannt, zum Teil an der Oberfläche, zum Teil unter Wasser. Eine unbeschreibliche Melancholie ging von dieser Szenerie aus, und auf einmal wurde mir klar, dass der See tot war. Ich flog zurück, um im Zug Bescheid zu sagen, dass es weiter vorn kein Weiterkommen geben würde. Aber ich sah gerade noch wie der Zug vollends, mit Mann und Maus versank. Ich hatte das Gefühl es wäre in Ordnung so, mich hat das nicht weiter berührt.

Ich flog hoch zum Himmel, ich durchbrach den Nebel, und fand mich an einem azurblauen Himmel wieder. Ich flog immer weiter, bis sich auf einmal unter mir eine Landschaft auftat, die vollkommen unberührt von Menschen war, instinktiv wusste ich tief in meinem inneren, dass noch nie ein Mensch diese vollkommene Landschaft betreten hatte, und je betreten würde, denn sonst würde ich sie nicht als vollkommen ansehen. Es war eine bergige Urwaldlandschaft, mit riesigen Mammutbäumen in den grünen Tälern. Unbeschreibliche Farben, dazwischen konnte ich verschiede Tiere ausmachen, darunter waren sogar Wapitis, Bären und Wölfe, alles viel urwüchsiger, größer und kraftvoller als in echt. Alles war unberührt, wild und wunderschön.

Ich sah Wasserfälle, die durch den sonnendurchfluteten Wassernebel Regenbogen produzierten, ich nahm das alles wie selbstverständlich wahr, ich wusste nur eins, ich war zuhause. Dann bin ich aufgewacht.

Faszinierend, da kann man schon neidisch werden, was für ein schöner Traum.

Ich fragte natürlich erst, was sie von dem Traum hielt. Sie sagt mir, dass sie immer schon in Kinderheimen gelebt hätte, und der Zug voller Kinder symbolisiere für sie die endgültige Beendigung dieser Lebensphase. Das sah ich genauso. Ich ergänzte nur noch, dass ich sie nicht für besonders gesellig halte, ich fand das heraus aufgrund ihrer Daten, und der Tarotkarten die ich unterstützend dazu legte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sie den Verlust des Zuges irgendwie befreit in Kauf genommen hatte, in der Tat sah sie niemals eines der Kinder aus den Heimen und Schulen ihrer Vergangenheit wieder. Jedenfalls sagte ich ihr, was ich weiter so wahrnehmen würde.  Der tote See und die zerrissenen Fischernetze, symbolisierten ein kompliziertes Seelen- und Gefühlsleben, und eine verminderte Liebesfähigkeit. Das sah ich als Mischung aus ihren traumatischen Kindheitserlebnissen, und dieser aufgezwungen Geselligkeit in den Kinderheimen und Schulen.

Ich sah in meinen Karten, dass sie womöglich nie eine erfüllte Beziehung haben würde. Ich weiß noch, das machte sie damals sehr wütend. Aber es hat sich bestätigt. Sie sagte mir, dass sie nach etwas gesucht hätte, was es in dieser Form so nicht für sie geben könne. Das ist ihr schmerzlich klar geworden, und diese Erkenntnis hat sie ungemein befreit. Weiterhin erfuhr ich, dass sie in der schönen Landschaft angekommen ist, diese schöne Landschaft trägt sie in ihrem inneren, sie hat sie  geschaffen aus dem Nebel heraus. Das diese Landschaft nie ein Mensch betreten würde, deutete ich damals als zukünftige Kinderlosigkeit, vielleicht sogar als seelische Schutzschild vor Kummer aller Art. Und ich behielt Recht. Sie hat sich im Alter von ungefähr 30 Jahren sterilisieren lasse, und diesen Schritt bis heute nicht bereut. Sie hatte viele halbherzige Beziehungen, eine ernsthafte seelische Verletzung hat sie aber nicht davon getragen, sie empfindet Männer als niedere Lebewesen, daraus macht sie bis heute keinen Hehl.

Die schöne Landschaft, die unbeschreiblichen Farben und die Urwüchsigkeit deutete ich als immensen inneren Reichtum, gepaart mit seelischer Schönheit, großen Kraftreserven, sowie einer bemerkenswerten Fantasie und Kreativität. Ich prophezeite ihr einen kreativen Beruf. Ich erfuhr, dass sie zwar Hotelfachfrau gelernt hatte, aber dass sie  heute als anerkannte Kunstmalerin arbeitet. Der Adler ist ein mutiges, kühnes und stolzes Tier, der König der Lüfte. Zum einen brauchte sie Mut sich von allen Konventionen zu lösen um ihren eigenen Weg allein gehen zu können, und zum anderen könnte man sie als Königin der Lüfte bezeichnen, ist sie in manchen Zeiten jeden dritten Tag in einem anderen Land unterwegs. Die anderen Tiere die sie sah, waren größer, schöner und kraftvoller als in echt, das waren ihre Worte. Ich sah sie damals als Symbole von Transformationen, auch das bewahrheitete sich.

Aus einem kleinen, verängstigten, zerzausten Etwas wurde ein kraftvolles und stolzes Wesen. Sie sagte mir, dass sie diesen Traum gemalt hätte, er hängt in ihrem Atelier in Orly (Frankreich), sie lud mich herzlich ein sie zu besuchen. Ich bin natürlich sehr neugierig auf dieses Bild, hält sie es doch vor der Öffentlichkeit geheim, bis jetzt hat es sich noch nicht ergeben, gibt es doch für Esoteriker nur einen einzigen Zeitpunkt für Unternehmungen, den Richtigen, und der war eben noch nicht da. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Bis heute halte ich es so, dass ich die Leute, die einen Traum von mir gedeutet haben wollen dazu auffordere mir zu offenbaren was sie selbt von dem Traum halten. Denn jeder verbindet im Wachleben etwas anderes mit seinen Traumbildern. Ich halte konventionelle Traumdeutung, an den Haaren herbeigezogen von vorgeschriebenen Traumlexika für falsch.

Wenn ich tot bin….

Sonntag, August 22nd, 2010

Ich hatte in meinem Leben schon sehr ergreifende Gespräche und Themen, ich will mich auch nicht beklagen, aber es ist auch schon anderen aufgefallen, dass immer gerade ich mit Themen zu tun bekomme die sehr schwierig und oft auch unglaublich sind. Man sagte mir, dass ich mit meiner Art Menschen dazu animiere aus sich heraus zu kommen, und Dingen Ausdruck zu verleihen, die man eigentlich tief in seinem inneren vergräbt.

Oder dass meine Ausstrahlung herüber bringt, dass ich mit meiner Stärke vieles ab kann. Wie immer ich das auch mache, Fakt ist, dass ich mir manchmal wünsche leichtere Gespräche zu haben. Das fing schon recht früh in meiner Kindheit an, ich war immer unschuldigerweise Dreh-  und Angelpunkt allen möglichen Tohuwabohus, ungewollt, denn ich wollte immer nur eines, in Ruhe gelassen werden, aber das Leben ließ nicht mit sich handeln. So nun zu meinem Gespräch, bei dem mir alles andere als wohl war:

Ich* Hallo, was kann ich denn für Dich tun zu so später Stunde.
Anrufer* Ich wollt mal fragen, gibt’s eigentlich den lieben Gott, und stimmt es, wenn ich tot bin, also dass Selbstmörder in die Hölle kommen?
Ich* Sag mal wie alt bist du denn?
Anrufer* 13.
Ich* Du weißt aber schon, dass ich nicht mit dir reden darf, dieser Service ist ab 18, da mache ich mich strafbar.
Anrufer* Na ja, spring ich eben gleich runter.
Ich * Wo runter?
Anrufer* Vom Tisch, ich habe eine Schlinge um den Hals, und ich halt das nicht mehr aus, und reden will auch keiner mit mir, also, was soll’s.
Ich* Schwitz, Schreck, Panik….Wie schwer bist Du denn? … krampfhaft ruhig bleibend.
Anrufer* Wieso? Ich glaub so 35 Kilo…
Ich * Das klappt eh nicht, bist viel zu leicht. Außer einem Halswirbelsyndrom wird dir nichts weiter passieren, aber sag mal, warum willst Du dir denn das Leben nehmen?
Anrufer* Hör mal… hörst Du? So geht das jeden Tag, ich kann nicht mehr.
Ich* Ich hörte Gebrüll und Gepolter im Hintergrund, er ist Zum Glück erstmal vom Tisch runter gestiegen. Sind das deine Eltern?
Anrufer* Ja, sie streiten jeden Tag, und manchmal prügeln sie sich, und oft auch mich. Vielleicht könnte ich ja auch auf die Gleise gehen? Was meinst du?
Ich* Ich gab mir wieder einen total ruhigen und souveränen Anschein. Ja das könntest du, das wäre aber total unklug von dir. Du könntest im Rollstuhl landen, und da wäre ja auch noch die Sache mit deinem nächsten Leben…

Ich erklärte und erklärte, sagte dem kleinen Österreicher, dass ich bei meinem Nahtoderlebnis keinen Gott oder Teufel wahrgenommen habe, dass es im Grunde genommen ein simpler Kreislauf ist, in den jedes Lebewesen auf dieser Welt eingebunden ist. Ich legte ihm nahe, dass er viele Möglichkeiten hat um Hilfe zu bekommen, gab ihm Telefonnummern von Hilfsorganisationen, und legte ihm die Karten.

Ich sah, dass er wirklich ein sehr schönes und reichhaltiges Leben vor sich hat. Packte ihn bei seinem Stolz, und versetzte ihn sogar in Wut. Ich dachte mir, alles, nur nicht wieder diese abgrundtiefe, resignierte Traurigkeit in seiner Stimme. Ich konnte einfach nicht auflegen, das hätte ich niemals fertig gebracht. Nach einer Stunde hatte er soviel Input, so viele Buch- und Filmtipps, Telefonnummern und neue Denkrichtungen dass er zu mir sagte:

Anrufer* Da bin ich jetzt aber froh, dass ich dich angerufen habe, stell dir bloß mal vor ich wäre gesprungen, ich hätte mich voll blamiert he. Selbstmord ist eh was für Weicheier. Ich ruf dich nächste Woche noch einmal an, wenn ich alles erledigt habe, ich muss jetzt ja auch erst einmal viel nachdenken.
Ich* Nein, ruf mich nur an wenn alles andere, was wir jetzt besprochen haben versagt, und du nicht mehr weiter weißt, aber ich denke du wirst das schaffen, das sehe ich in meinen Karten.  Und jetzt geh ins Bett, es ist schon 2 Uhr, morgen hast du viel vor.
Anrufer* Danke noch mal, ich drück dich, Babatschi…

Nachdem ich den Hörer aufgelegt hatte, habe ich erst einmal 20 Minuten ins Leere gestarrt, dann bin ich duschen gegangen, weil ich total durchgeschwitzt war.

Im Gespräch erfuhr ich noch, dass sein Vater regelmäßig Telefonsex Hotlines anruft, es war unwahrscheinlich dass da meine 0900 Servicenummer hervorstechen würde. Tja, und seine Mutter rief mich 2 Wochen später an, und setzte mir ihrerseits ihre ganze Ehetragödie auseinander, sie wurde eine Stammkundin von mir, deshalb weiß ich, dass ihr Sohn heute in Amerika studiert, sie hat mir immer wieder und wieder gedankt, dass ich das Jugendschutzgesetz gebrochen hatte. Sie ist nun glücklich geschieden.